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·16. Juli 2026

Historische Serie gerissen: Erstmals seit 1978 kein Bayern-Profi im WM-Finale

Artikelbild:Historische Serie gerissen: Erstmals seit 1978 kein Bayern-Profi im WM-Finale

Eine außergewöhnliche Serie des FC Bayern ist beendet. Nach dem Halbfinal-Aus von Harry Kane mit England wird erstmals seit der Weltmeisterschaft 1978 kein aktueller Profi des deutschen Rekordmeisters im WM-Endspiel stehen.

Der Traum vom Weltmeistertitel ist für alle Spieler des FC Bayern geplatzt. Als letzter verbliebener Münchner scheiterte Harry Kane mit der englischen Nationalmannschaft im Halbfinale an Titelverteidiger Argentinien.


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Die Three Lions mussten sich in einem dramatischen Spiel mit 1:2 geschlagen geben. Zuvor waren bereits Michael Olise und Dayot Upamecano mit Frankreich nach einer 0:2-Niederlage gegen Spanien ausgeschieden.

Damit steht fest: Beim Finale zwischen Spanien und Argentinien am Sonntag in East Rutherford wird kein aktueller Spieler des FC Bayern auf dem Platz stehen.

Erstmals seit 1978 kein Bayern-Profi im WM-Finale

Das gab es seit fast einem halben Jahrhundert nicht mehr. Letztmals fand 1978 ein WM-Endspiel ohne Beteiligung eines Bayern-Spielers statt. Damals setzte sich Argentinien im eigenen Land gegen die Niederlande durch.

Seit der Weltmeisterschaft 1982 in Spanien war der FC Bayern anschließend bei jedem Endspiel mit mindestens einem aktiven Profi vertreten. Über elf Turniere und mehr als vier Jahrzehnte hinweg hielt diese außergewöhnliche Serie.

Den Anfang machten 1982 Paul Breitner, Karl-Heinz Rummenigge und Wolfgang Dremmler, die mit der deutschen Nationalmannschaft das Finale gegen Italien erreichten. Vier Jahre später standen Lothar Matthäus, Dieter Hoeneß und Norbert Eder beim 2:3 gegen Argentinien auf dem Platz.

1990 gewann Deutschland schließlich den WM-Titel. Mit Klaus Augenthaler, Stefan Reuter, Jürgen Kohler, Hans Pflügler und Raimond Aumann gehörten gleich fünf Bayern-Profis zum Kader des Weltmeisters.

Sieben Münchner beim WM-Triumph 2014

Auch in den folgenden Jahrzehnten blieb der deutsche Rekordmeister in jedem Endspiel vertreten. Jorginho gewann 1994 mit Brasilien den Titel, Bixente Lizarazu triumphierte vier Jahre später mit Frankreich.

2002 erreichten Oliver Kahn, Thomas Linke, Jens Jeremies und Carsten Jancker mit Deutschland das Endspiel gegen Brasilien. 2006 vertrat Willy Sagnol die Münchner Farben im französischen Team, ehe 2010 Mark van Bommel, Arjen Robben und Edson Braafheid mit den Niederlanden das Finale gegen Spanien verloren.

Den Höhepunkt aus Bayern-Sicht markierte die Weltmeisterschaft 2014. Beim deutschen Triumph gegen Argentinien standen mit Philipp Lahm, Toni Kroos, Thomas Müller, Mario Götze, Bastian Schweinsteiger, Jérôme Boateng und Manuel Neuer gleich sieben Münchnern im DFB-Aufgebot.

Götze erzielte in der Verlängerung das entscheidende Tor zum 1:0 und krönte damit auch den starken Bayern-Block.

Kane kann die Serie nicht retten

2018 hielt Corentin Tolisso die Serie mit Frankreich am Leben. Beim Endspiel 2022 gegen Argentinien gehörten Dayot Upamecano, Benjamin Pavard und Kingsley Coman zum französischen Kader.

Vier Jahre später lag es schließlich an Kane, Olise und Upamecano, die historische Serie fortzuführen. Nach dem französischen Halbfinal-Aus war der englische Kapitän die letzte Münchner Hoffnung.

Doch auch Kane konnte die Serie nicht retten. Durch die 1:2-Niederlage gegen Argentinien endet eine bemerkenswerte Bayern-Tradition, die seit 1982 Bestand hatte.

Erstmals seit dem Finale von 1978 wird der FC Bayern damit bei einem WM-Endspiel nur die Rolle des Zuschauers einnehmen.

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