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·29. Juni 2026
Historisches Torfestival im neuen Format: Die atemberaubenden Rekorde der WM-Gruppenphase 2026!

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·29. Juni 2026

Das größte Fußballturnier aller Zeiten hält bereits nach der ersten Turnierphase, was sich die Verantwortlichen im Vorfeld versprochen hatten. Die Gruppenphase der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 hat mit einem gigantischen Offensivspektakel und einer Flut an historischen Bestmarken für weltweites Aufsehen gesorgt. In den insgesamt 72 Gruppenspielen durften die Fans in den Stadien sage und schreibe 215 Tore bejubeln. So viele Treffer fielen noch nie in einer WM-Vorrunde. Damit wurde der bisherige Rekord der Weltmeisterschaft 2022 in Katar, bei der 172 Tore registriert wurden, pulverisiert. Als absolute Tormaschinen der Vorrunde kristallisierten sich dabei die Verbände aus Frankreich, Deutschland und den Niederlanden heraus, die jeweils zehn Tore auf dem Konto verbuchten.
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Die unbändige Offensivlust spiegelte sich auf den Plätzen der Endrunde auch in der schieren Anzahl an gefährlichen Offensivaktionen und Torabschlüssen wider.
Die Statistiker zählten in der gesamten Gruppenphase exakt 1.774 Torschuesse, was einem starken Durchschnitt von 24,6 Abschluessen pro Partie entspricht. Die aktivste Offensivabteilung stellte hierbei das Nationalteam aus Belgien, das die gegnerischen Torhüter insgesamt 73-mal unter Beschuss nahm. Von den 48 teilnehmenden Nationen schafften es fast alle Teams, sich in die Torschützenliste einzutragen. Einzig der Außenseiter Panama enttäuschte in vorderster Front und blieb im gesamten Turnierverlauf ohne eigenen Torerfolg. Auf der anderen Seite schrieb der Co-Gastgeber Geschichte. Der furiose 6:0-Erfolg von Kanada gegen Katar ging als erster WM-Sieg einer Mannschaft aus der CONCACAF-Zone in die Geschichtsbücher ein, bei dem ein Team mehr als vier Tore erzielte. Auch die Nachbarn aus den USA setzten eine neue Bestmarke: Der 4:1-Erfolg gegen Paraguay war das erste WM-Spiel der US-Boys, in dem ihnen vier Treffer in einer einzigen Partie gelangen.

Foto: IHA
An der Spitze der individuellen Rekordlisten thront einmal mehr der wohl größte Fußballer dieser Generation, der die Geschichtsbücher im hohen Sportalter komplett umschrieb.
Lionel Messi stellte gleich mehrere historische Bestmarken auf, die für die Ewigkeit bestimmt sein dürften. Der geniale Kapitän von Argentinien wurde zum ersten Spieler der WM-Historie, der in sieben aufeinanderfolgenden Weltmeisterschaftsspielen mindestens ein Tor erzielte. Mit inzwischen 19 WM-Treffern ist der Superstar zudem nun der alleinige Rekordtorschütze der Weltmeisterschaft. Direkt hinter ihm folgt sein französischer Dauerrivale Kylian Mbappe mit 16 Toren, der in der nun anstehenden K.-o.-Phase die große Chance besitzt, die Bestmarke des Südamerikaners anzugreifen. Doch damit nicht genug des Wahnsinns um den argentinischen Floh: Mit 38 Jahren und 357 Tagen krönte sich der Angreifer zum ältesten Spieler der WM-Geschichte, dem ein Hattrick gelang. Er übertraf damit die Bestmarke von Cristiano Ronaldo, der 2018 im Alter von 33 Jahren und 130 Tagen gegen Spanien dreimal getroffen hatte. Der portugiesische Superstar tröstete sich jedoch mit einem eigenen Rekord: Mit seinem insgesamt zehnten WM-Tor zog er an Legende Eusebio vorbei und ist nun der alleinige Rekordtorschütze Portugals bei Weltmeisterschaften.

Foto: IHA
Nicht nur auf dem grünen Rasen, sondern auch auf den Trainerbänken bot die Megameisterschaft einige bemerkenswerte Raritäten und Altersrekorde.
Der Coach der Auswahl von Curaçao, Altmeister Dick Advocaat, ist mit stolzen 78 Jahren und 271 Tagen ab sofort der älteste Trainer der WM-Geschichte. Dicht gefolgt von Südafrikas Nationaltrainer Hugo Broos, der sich mit 74 Jahren und 75 Tagen zum ältesten Übungsleiter krönte, der jemals ein Spiel bei einer Weltmeisterschaft gewinnen konnte. Auf Spielerseite sorgte der Marokkaner Ismail Saibari für eine afrikanische Premiere, indem er als erster Akteur seines Kontinents bei einer Weltmeisterschaft in drei aufeinanderfolgenden Partien einnetzte. Jubeln durfte auch Asien: Der 4:0-Erfolg von Japan gegen Tunesien war das offizielle 1.000. WM-Spiel der Geschichte und bedeutete gleichzeitig den höchsten Sieg einer Mannschaft aus der AFC bei einer Endrunde. Während Mexiko erstmals vier WM-Spiele in Folge gewann und damit einen CONCACAF-Rekord aufstellte, überzeugte der Senegal beim 5:0-Erfolg gegen den Irak als erste afrikanische Mannschaft mit fünf Toren in einem Match.
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Das neue Mammutformat mit einer Vielzahl an teilnehmenden Nationen sorgte logischerweise auch für eine noch nie dagewesene Breite an eingesetzten Profis.
An der Weltmeisterschaft nehmen insgesamt 1.248 Spieler aus 48 Nationen teil. Davon standen beachtliche 999 Akteure bereits mindestens einmal in den drei Vorrundenspielen auf dem Rasen. Im türkischen WM-Kader schöpfte das Trainerteam das Potenzial fast vollständig aus. Von den 26 nominierten Spielern kamen 23 Profis zum Einsatz. Die einzigen drei Akteure, die in den drei Vorrundenpartien der „Milliler“ ohne eine einzige Spielminute blieben, waren die beiden Ersatztorhüter Altay Bayindir und Mert Günok sowie der Innenverteidiger Samet Akaydin.

Foto: IHA
In Sachen Spielkultur und Disziplin untermauerten die statistischen Auswertungen der Vorrunde die gewohnten länderspezifischen Charakteristiken der Teams.
In den 72 Partien wurden insgesamt 68.162 Pässe gespielt, was einen Schnitt von 946,7 Zuspielen pro Match ergibt. Die Ballbesitz-Könige aus Spanien führten diese Statistik mit 2.191 Pässen an, wovon starke 2.013 Zuspiele erfolgreich beim eigenen Mitspieler ankamen. Die Lufthoheit sicherte sich derweil Kanada mit 117 erfolgreichen Flanken aus dem Spiel heraus. Robuster ging es dagegen in den Zweikämpfen zur Sache. Die Referees unterbrachen die Begegnungen 1.604-mal wegen eines Fouls – im Schnitt 22,3 Fouls pro Spiel. Als unbarmherzigste Mannschaft entpuppte sich Haiti mit insgesamt 55 Fouls. Die Quittung der Unparteiischen folgte prompt: Insgesamt wurden 180 Gelbe Karten verteilt, wobei Paraguay mit acht Verwarnungen die vereinsinterne Sünderkartei anführt. Zudem mussten die Unparteiischen insgesamt zehn Rote Karten zücken, wobei gleich zwei Platzverweise auf das Konto des Teams aus Südafrika gingen.







































