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·20. März 2026
„Hoeneß hat mich überzeugt“: Ballack sagte Real und Barça für Bayern ab

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·20. März 2026

Ein Transfer, der die Geschichte des FC Bayern prägte und beinahe ganz anders verlaufen wäre. Michael Ballack hat nun enthüllt, dass er sich im Sommer 2002 ganz bewusst gegen Real Madrid und für den deutschen Rekordmeister entschieden hat.
Nach einer herausragenden Saison mit Bayer Leverkusen gehörte Ballack damals zu den begehrtesten Spielern Europas. Der Mittelfeldstar führte die Werkself bis ins Champions-League-Finale und spielte auch bei der WM 2002 eine tragende Rolle – beste Voraussetzungen für einen Wechsel zu einem internationalen Topklub.
Wie Ballack jetzt bei Sky verriet, lag ihm damals sogar ein konkretes Angebot von Real Madrid vor. Dennoch entschied er sich gegen die Königlichen – und für den FC Bayern.
Ausschlaggebend für diese Entscheidung war vor allem eine Person: Uli Hoeneß. „Das war viel Uli Hoeneß, der mich damals überzeugt hat“, erklärte Ballack rückblickend.
Der damalige Sportvorstand der Münchner setzte alles daran, den deutschen Nationalspieler nach München zu holen – mit Erfolg. Ballack selbst räumte ein, dass er in dieser Phase seiner Karriere noch empfänglich für solche Einflüsse war. „Ich war noch relativ jung und natürlich beeinflussbar“, so der heute 49-Jährige.
Neben der Überzeugungsarbeit von Hoeneß spielte auch die Perspektive mit Blick auf die Heim-WM 2006 eine wichtige Rolle. Ballack wollte sich beim größten deutschen Klub optimal auf das Turnier vorbereiten – ein Argument, das letztlich den Ausschlag gab.

Foto: IMAGO
Sein Wechsel zum FC Bayern sollte sich sportlich auszahlen. In vier Jahren gewann Ballack dreimal die deutsche Meisterschaft und dreimal den DFB-Pokal. In 157 Pflichtspielen erzielte er starke 62 Tore und entwickelte sich zu einer zentralen Figur im Spiel der Münchner.
Doch auch während seiner Zeit beim FCB blieb er international begehrt. So verriet Ballack, dass 2004 sogar ein Wechsel zum FC Barcelona im Raum stand. „Wir hatten mit Bayern Probleme und waren da sehr weit – aber das hat dann auch nicht geklappt“, erklärte er.
Am Ende blieb er bis 2006 in München, ehe er sich nach Ablauf seines Vertrags für einen Wechsel zum FC Chelsea entschied. Eine Rückkehr zu Hoeneß, so deutete Ballack an, wollte er bewusst vermeiden: „Ich bin nicht noch einmal ins Büro von Uli Hoeneß gegangen – weil ich wusste, er hat die Fähigkeit, mich erneut umzudrehen.“
Die Geschichte zeigt eindrucksvoll, welchen Einfluss Hoeneß auf die Transferpolitik des FC Bayern hatte – und wie knapp die Münchner damals einen der wichtigsten Transfers ihrer jüngeren Vereinsgeschichte hätten verpassen können.
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