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·22. August 2026
Hoeneß wartet auf Generation Müller: „Wäre schön, wenn sich einer outen würde“

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Bild: Alexander Hassenstein/Getty Images
Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge üben beim FC Bayern weiterhin großen Einfluss aus. Der Ehrenpräsident würde die Verantwortung künftig gerne stärker an die nächste Generation weitergeben, sieht unter den ehemaligen Münchner Spielern bislang aber offenbar keinen geeigneten Kandidaten.
Hoeneß betonte, dass er weder um seinen Platz kämpfe noch sich gegen einen Rückzug sträube. Solange sein Rat von den Verantwortlichen gesucht werde, stehe er dem Verein jedoch weiterhin zur Verfügung. Gleiches gelte für Rummenigge. „Am liebsten wäre es uns, wenn wir so in ein, zwei Jahren unsere Arbeit gemacht hätten“, erklärte der 74-Jährige im gemeinsamen Interview von RTL und Sky.
Nach Einschätzung von Hoeneß geht es nun darum, die Führung des Vereins langfristig aufzustellen. Die Verträge der aktuellen Verantwortlichen dürften verlängert werden. Anschließend müsse der FC Bayern allerdings Personen finden, die den Klub über einen deutlich längeren Zeitraum prägen können.
„Wir müssten dann die Leute für die nächsten zehn Jahre aussuchen“, erklärte Hoeneß. Damit stellt sich zwangsläufig die Frage, welche ehemaligen Spieler künftig Verantwortung übernehmen könnten.
Der Ehrenpräsident nannte dabei ausdrücklich Thomas Müller, Manuel Neuer und Bastian Schweinsteiger. Alle drei stehen wie kaum andere Profis der jüngeren Vergangenheit für den FC Bayern. Einen früheren Spieler, der den Schritt in eine verantwortliche Position anstrebt, hat Hoeneß bislang jedoch nicht entdeckt.
„Bis jetzt habe ich noch keinen gefunden, der will“, stellte der langjährige Bayern-Macher fest. Es wäre schön, „wenn sich einer outen würde“. Allein die Identifikation mit dem Verein reicht aus seiner Sicht allerdings nicht aus.
Hoeneß erwartet von möglichen Nachfolgern eine enorme Einsatzbereitschaft. Gesucht werde jemand, der dazu bereit sei, „sechs Tage die Woche zehn Stunden zu arbeiten“. Genau darin sieht der Ehrenpräsident offenbar eine entscheidende Hürde.
Die früheren Bayern-Stars hätten während ihrer aktiven Karrieren so viel Geld verdient, dass sie finanziell nicht darauf angewiesen seien, sich anschließend noch einmal einer derart zeitintensiven Aufgabe zu widmen. Eine Funktionärslaufbahn muss daher aus Überzeugung entstehen.
Bis eine solche Persönlichkeit gefunden ist, dürften Hoeneß und Rummenigge ihren Einfluss beim Rekordmeister behalten. Beide wollen sich erst zurückziehen, wenn sie das Gefühl haben, dass der Verein langfristig in guten Händen liegt.
Von einem konkreten Kandidaten für die Generation nach Hoeneß und Rummenigge ist der FC Bayern damit offenbar noch weit entfernt. Die Klublegenden Müller, Neuer und Schweinsteiger bringen zwar die notwendige Strahlkraft mit. Ob einer von ihnen die geforderte Verantwortung übernehmen möchte, bleibt allerdings offen.
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