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·5. Juni 2026
Hoeneß-Zweifel an Eberl: Drei Fragen werden jetzt wichtig

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·5. Juni 2026

Die Zukunft von Max Eberl bleibt eines der beherrschenden Themen beim FC Bayern. Seit Uli Hoeneß die Chancen auf eine Vertragsverlängerung des Sportvorstands öffentlich lediglich mit „60:40“ beziffert hat, wird intensiv über die Position des 52-Jährigen diskutiert. Nun hat sich auch TV-Experte Marcel Reif zur Situation geäußert – und dabei eine klare Vermutung aufgestellt.
Dass die Aussagen von Hoeneß nicht folgenlos geblieben sind, steht außer Frage. Die öffentliche Einschätzung des Ehrenpräsidenten kurz vor dem DFB-Pokalfinale sorgte intern wie extern für Aufsehen und nährte Spekulationen über ein mögliches Ultimatum für Eberl.
In der BILD-Sendung „Reif ist live“ machte Marcel Reif deutlich, dass ihn die aktuelle Entwicklung keineswegs überrascht. „Wenn dir der Patron öffentlich am Tag des Pokalfinals mitteilt, dass deine Chancen 60:40 und nicht 96:4 stehen, dann weißt du, dass man noch einige Dinge von dir sehen will“, erklärte der langjährige Kommentator.
Nach Ansicht von Reif wird sich die Bewertung von Eberls Arbeit vor allem an den kommenden Wochen auf dem Transfermarkt orientieren.
Der 76-Jährige sieht insbesondere drei Baustellen, die der Bayern-Sportvorstand erfolgreich lösen muss.
Zum einen geht es um die Zukunft von Alexander Nübel. Nach seiner Rückkehr vom VfB Stuttgart besitzt der Torhüter in München keine sportliche Perspektive. Bayern sucht daher nach einer dauerhaften Lösung.
Hinzu kommt die Suche nach einem Backup für Harry Kane. Eine Aufgabe, die sich komplizierter gestaltet als zunächst angenommen. Der gesuchte Spieler soll ausreichend Qualität mitbringen, gleichzeitig aber akzeptieren, hinter dem englischen Superstar meist nur zweite Wahl zu sein.

Foto: IMAGO
Als dritten wichtigen Punkt nennt Reif die Personalie Min-jae Kim. Der Südkoreaner wird seit Wochen mit einem möglichen Abschied in Verbindung gebracht. Ein Verkauf würde nicht nur Einnahmen generieren, sondern auch die Gehaltsstruktur entlasten.
„Alexander Nübel verkaufen, jemanden finden, der sich zu 99,9 Prozent der Spielzeit hinter Harry Kane anstellen und eine Lösung für Min-jae Kim finden muss“, fasste Reif die Aufgaben zusammen.
Gleichzeitig stellte der TV-Experte klar, dass Eberl längst an diesen Themen arbeite: „Ich denke, er arbeitet daran, das Ultimatum zu erfüllen.“
Auch unabhängig von den konkreten Personalien glaubt Reif, dass die Situation innerhalb der Bayern-Führung derzeit nicht völlig geräuschlos verläuft. „Es ist einiges am Brodeln“, sagte der Schweizer und verwies auf die besonderen Anforderungen beim deutschen Rekordmeister.
Für ihn sei klar, dass Eberl als Sportvorstand die Verantwortung für die sportliche Entwicklung trage und sich dieser Bewertung stellen müsse.
Nach aktuellen Berichten soll sich der Aufsichtsrat Ende August erneut mit der Zukunft des Sportvorstands beschäftigen. Dann dürfte eine umfassende Analyse des Transfersommers erfolgen.
Bis dahin hat Eberl die Möglichkeit, seine Kritiker zu überzeugen. Mit erfolgreichen Transfers, wichtigen Verkäufen und einer klaren Kaderstruktur könnte er seine Position nachhaltig stärken.
Fest steht jedoch auch: Der Druck auf den Bayern-Sportvorstand dürfte in den kommenden Wochen kaum kleiner werden. Die Personalentscheidungen dieses Sommers könnten maßgeblich darüber entscheiden, wie es für ihn an der Säbener Straße über das Jahr 2027 hinaus weitergeht.







































