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·17. September 2026
Hoffenheim auf Kreta: Europa-Rückkehr mit Pannen im Gepäck

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·17. September 2026

Verspäteter Abflug aus Karlsruhe, Pressekonferenz 70 Minuten zu spät, dann ein Stream ohne Bild und ohne Ton. Hoffenheims Rückkehr nach Europa hat noch nicht angefangen – und läuft schon nicht rund. Heute Abend um 18:45 Uhr wird es ernst: OFI Kreta gegen die TSG, erster Spieltag der Ligaphase.
Christian Ilzer hatte vor der Abreise klargestellt, man komme nicht, um Europa League zu erleben, sondern um sie erfolgreich zu spielen. Geschäftsführer Andreas Schicker hatte derweil die Hotelrechnungen gesehen und angemerkt, ein Termin im Oktober oder November wäre günstiger gewesen. Zwei Sätze, die den Verein ganz gut beschreiben.
Wer OFI als Urlaubsgegner abhakt, hat die letzten Wochen nicht verfolgt. Der Klub aus Heraklion ist amtierender griechischer Pokalsieger, holte den Supercup und steht nach vier Spieltagen auf Platz drei. Am Samstag gewann er 1:0 bei Olympiakos Piräus – dem Klub, gegen den Hoffenheim später in dieser Ligaphase ebenfalls antritt. Sechs Pflichtspiele, zwei Gegentore. Für OFI ist es die erste Ligaphase der Europa League überhaupt, und die Insel wird das Stadion Pankritio entsprechend füllen.
Die TSG war in der Vorsaison Fünfter und verspielte die Champions League erst am Ende der Spielzeit. Der Bundesliga-Start war zäh: zwei Niederlagen, darunter ein 2:3 in Dortmund, dann das 2:1 gegen Stuttgart am Wochenende – laut Kapitän Oliver Baumann bis in die Knochen erlitten. Personell kann Ilzer auf alle mitgereisten Spieler zurückgreifen.
Beim letzten Europa-League-Anlauf 2024/25 schied Hoffenheim als 27. der Ligaphasen-Tabelle aus. Ilzer, damals im November übernommen, kennt die Geschichte. Sein Ex-Klub Sturm Graz wartet in dieser Ligaphase ebenso wie Beşiktaş, Lyon, Crystal Palace und Anderlecht. Wer gegen OFI nicht gewinnt, hat die kommenden Gegner nicht leichter gemacht.
Die Ligaphase bestraft Fehlstarts nicht sofort, aber nachhaltig. Wer in Heraklion Punkte lässt, muss sie gegen Beşiktaş oder in London holen. Hoffenheim hat einen Kader, der einen Platz unter den ersten acht rechtfertigen würde – und eine Vorgeschichte, die zeigt, wie schnell so eine Ligaphase kippt.
Ilzer will das eigene Spiel durchziehen, Baumann formuliert es genauso. Das ist die richtige Antwort auf einen Gegner, den man kaum kennt. Es ist aber auch der Satz, den man vor dem 27. Platz schon einmal gehört hat. Heute Abend zeigt sich, ob der Klub aus der Erfahrung gelernt hat oder nur die Formulierung übernommen. Dieses Spiel gehört eingeschaltet – schon weil man selten sieht, wie ein Bundesligist an einem Urlaubsort arbeiten muss.







































