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·4. Juni 2026
Holt Gladbach noch 1 Königstransfer für die Abwehr?

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·4. Juni 2026

Borussia Mönchengladbach hat sich mit den Transfers von Daniel Batz, David Herold, Enzo Leopold, Yukhym Konoplya und den anstehenden Transfers von Zento Uno und Isac Lidberg in nahezu allen Mannschaftsteilen verstärkt. Eine Position, die jedoch noch in den Fokus rücken könnte, ist die der Innenverteidigung. Die Fohlen wollen in der kommenden Saison laut Sportchef Rouven Schröder wieder in einer Viererkette agieren und dafür benötigt es gerade in der Abwehr eine hohe Qualität. Mit David Herold und Yukhym Konoplya hat man sich auf der Außenverteidigerposition definitiv verstärkt und breiter aufgestellt. In der Innenverteidigung sieht die Situation jedoch anders aus.
Mit Marvin Friedrich und auch Leihspieler Kota Takai haben bereits zwei Innenverteidiger den Klub verlassen. Bei Fabio Chiarodia und Nico Elvedi enden die Verträge 2027, weshalb es zu einem weiteren Abgang in der Verteidigung kommen könnte. Mit Kevin Diks, der eigentlich als Rechtsverteidiger nach Gladbach gewechselt ist, hat man derzeit nur einen Spieler, mit dem man zu 100 Prozent in der kommenden Saison in der Innenverteidigung planen kann. Durch die Systemumstellung dürfte Philipp Sander wieder als Sechser ins Mittelfeld rücken. Mit Tyler Meiser könnte ein Nachwuchsspieler final zu den Profis aufrücken, der als eines der größten deutschen Innenverteidiger-Talente seines Jahrgangs gehandelt wird.

Diks Gladbachs Lebensversicherung – Photo by Christof Koepsel/Getty Images
Dass Rouven Schröder jedoch in der Innenverteidigung nachlegen wird, ist sehr wahrscheinlich. Es dürfte wohl auch ein Spieler mit einer gewissen Körpergröße benötigt werden. Mit Enzo Leopold, Jens Castrop oder auch Zento Uno hat man in der Mittelfeldzentrale drei Spieler, die unter 1,80 Meter groß sind und dadurch gerade im Luftzweikampf nicht die stärksten sind. Auch Elvedi und Diks sind beide jeweils unter 1,90 Meter groß und es könnte sich schon eine Schwachstelle im Luftzweikampf auftun. Optimal wäre ein physisch starker Innenverteidiger, der auch auf der Sechserposition eingesetzt werden könnte.
Zwei Spieler, die bereits mit Borussia Mönchengladbach in Verbindung gebracht werden, sind Ex-Gladbacher Ko Itakura und Fabio Gruber vom 1. FC Nürnberg. Itakura kennt man bestens in Gladbach und könnte sowohl in der Innenverteidigung als auch als physisch starker Sechser auflaufen. Der Japaner ist erst im vergangenen Jahr von Gladbach nach Amsterdam gewechselt, doch sowohl der Spieler als auch Ajax sollen mit der aktuellen Situation unzufrieden sein. Ein Kauf ist bei einem Vertrag bis 2029 und einem Marktwert von 8 Millionen Euro ohne großes Weiterverkaufspotenzial eigentlich für Rouven Schröder ausgeschlossen. Allerdings könnte der Japaner kurzfristig die optimale Lösung sein. Dafür müsste Ajax sich auf einen Leihdeal mit womöglich einer relativ hohen Leihgebühr einlassen.
Itakura würde kaum Eingewöhnungszeit benötigen und könnte mit Diks, Elvedi (sollte er bleiben) und Chiarodia eine starke Innenverteidigung bilden. Zudem könnte Itakura als physisch starker Spieler auch auf die Sechserposition im Mittelfeld rücken.
Bei Fabio Gruber wäre die Situation etwas anders. Der 23-Jährige spielt erst seit eineinhalb Jahren in Nürnberg, hat jedoch sein enormes Potenzial bereits unter Beweis gestellt, weshalb Miroslav Klose ihn auch zum Kapitän gemacht hat. Gruber ist trotz seines jungen Alters ein absoluter Leader und würde gut in die bisherige Transferstrategie von Rouven Schröder passen. Ambitionierte Spieler aus der 2. Bundesliga holen, die sich in Gladbach weiterentwickeln und den nächsten Schritt gehen wollen.
Gruber wäre allerdings alles andere als eine günstige Lösung. Bei einem Marktwert von 3 Millionen Euro und einem langfristigen Vertrag müsste man wohl 6 bis 8 Millionen Euro auf den Tisch legen, um den Innenverteidiger zu verpflichten. Ein solcher Transfer wäre nur durch einen weiteren Abgang realisierbar, könnte sich aufgrund des enormen Potenzials jedoch definitiv auszahlen.
Das Gladbach gerne nach Nürnberg schaut, hat bereits der Castrop-Transfer gezeigt. Auch bei Finn Jeltsch soll Borussia interessiert gewesen sein. Der Innenverteidiger wechselte schlussendlich für 9,5 Millionen Euro nach Stuttgart und weist inzwischen einen Marktwert von 35 Millionen Euro auf. Zudem wird er bereits mit Bayern München, Liverpool und Arsenal in Verbindung gebracht. Daher kann es sich durchaus lohnen, für einen Fabio Gruber etwas tiefer in die Tasche zu greifen.

Gladbach will Gruber – Photo by Franco Arland/Getty Images
Eine Lösung, die immer noch auf dem Markt wäre und sogar ablösefrei zu haben ist, wäre Diogo Leite von Union Berlin. Leite wäre womöglich ein absoluter Königstransfer von Rouven Schröder. Der Vertrag des Innenverteidigers an der Alten Försterei ist ausgelaufen und er kann in diesem Sommer wechseln. Mit 27 Jahren befindet sich Leite im besten Fußballeralter und kann sowohl als Innenverteidiger als auch als Linksverteidiger eingesetzt werden. Für Union Berlin kommt der Verteidiger auf 136 Spiele, 2 Tore und 4 Vorlagen und wäre mit einem Marktwert von 12 Millionen Euro eine Sofortverstärkung für die Innenverteidigung.
Sollte Gladbach es gelingen, Elvedi zu halten und zusätzlich eine echte Sofortverstärkung für die Innenverteidigung zu holen, wäre man für die kommende Saison enorm stark aufgestellt und könnte womöglich eine deutlich stabilere Saison spielen als in der abgelaufenen Spielzeit.
Glaubt ihr, Borussia braucht noch einen Transfer in der Innenverteidigung? Schreibt es in die Kommentare!
🖊 Autor: Jan David Busch
📷 Photo by Maja Hitij/Getty Images







































