Nur die Raute
·19. September 2026
HSV-Coach in der Kritik: DFB-Weltmeister stellt sich vor Polzin!

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·19. September 2026

Am Freitag hat der HSV den Vertrag von Cheftrainer Merlin Polzin vorzeitig bis 2029 verlängert. Nicht allen Fans gefällt das.
Viele Anhänger halten diese Maßnahme angesichts des krassen Fehlstarts in die neue Saison für übereilt. Andere wiederum bemängeln, das Arbeitspapier hätte schon deutlich früher und damit vor der aktuellen Krise ausgedehnt werden müssen. So oder so sorgt das Timing vor dem richtungsweisenden Spiel gegen den 1. FC Köln (Samstag, 15.30 Uhr) für Diskussionen. Verliert der HSV ein viertes Mal, droht eine überaus ungemütliche dreiwöchige Länderspielpause. Auch die Kritik an Polzin dürfte dann weiter zunehmen.
Ex-Nationalspieler Benedikt Höwedes kann das nur begrenzt verstehen. Der Weltmeister von 2014 brach im Podcast „Kerners 11“ von Moderator Johannes B. Kerner eine Lanze für die Arbeit des Coaches. „Der HSV hat letztes Jahr wirklich eine sehr gute erste Bundesligasaison gespielt, sich echt gut gemacht und einen guten Fußball unter Polzin gespielt. Sie lassen mutig spielen“, lobte Höwedes.

Foto: Getty Images
Dass sich die Vereinsführung um Sportvorständin Kathleen Krüger und Sportdirektor Claus Costa entschlossen hinter Polzin und sein Team stellt, ist aus Sicht des heutigen TV-Experten die einzig richtige Herangehensweise. „Deshalb macht es jetzt natürlich keinen Sinn, den sofort rauszuhauen“, so Höwedes. „Ich finde es total richtig und schlüssig, dass sie geduldig sind und dem Trainer das Vertrauen aussprechen. Das macht in dem Fall total Sinn.“
Der frühere Kapitän des FC Schalke hebt einen weiteren Punkt hervor. „Wenn ich mir angucke, dass Louis Lemke mit 16 Jahren schon spielt, versuchen sie, auch junge Talente mit einzubringen“, erklärte er anerkennend. Tatsächlich stand der 16-Jährige in den ersten beiden Pflichtspielen dieser Saison von Beginn an auf dem Platz.
Allen positiven Worten zum Trotz weiß Höwedes, dass es in dieser Spielzeit einzig und allein um den Klassenerhalt geht. Dabei zieht er einen Vergleich zu seinem gerade erst in die Bundesliga zurückgekehrten Ex-Klub: „Ich finde es sehr gut, dass Schalke und Hamburg mit einer großen Demut wieder in der 1. Liga angekommen sind und nicht mit so einer großen Schnauze daherkommen.“







































