Nur die Raute
·3. Oktober 2026
HSV im Verletzungspech: Ändert Polzin seine Muheim-Meinung?

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·3. Oktober 2026

Als Albert Grønbaek vor einigen Tagen mit einem Muskelfaserriss aus der dänischen Nationalmannschaft zurückkehrte, schrillten beim HSV bereits die Alarmglocken. Inzwischen hat sich die Lage noch einmal deutlich verschärft.
Mit Patson Daka fällt ein weiterer Offensivspieler mehrere Wochen aus. Am Freitag gaben die Rothosen bekannt, dass sich der Sambier einen Muskelfaserriss im rechten Oberschenkel zugezogen hat. Besonders bitter: Auch hinter Terem Moffi stehen aufgrund anhaltender Knieprobleme weiterhin Fragezeichen.
Dem HSV gehen im Angriff also so langsam aber sicher die Alternativen aus. Für nominell drei Offensivpositionen stehen Merlin Polzin aktuell nur noch Yussuf Poulsen, Fábio Vieira, Martin Adeline und Otto Stange zur Verfügung. Letzterer befindet sich allerdings weiterhin bei der deutschen U20-Nationalmannschaft.
Vor diesem Hintergrund bekommt eine Idee neue Aktualität, die der HSV-Coach vor wenigen Tagen noch eher skeptisch betrachtet hatte.

Foto: IMAGO
Miro Muheim war im Umfeld des Vereins als möglicher Ersatz für Grønbaek auf der linken Zehnerposition gehandelt worden. Der spielstarke Schweizer bringt viele Qualitäten am Ball mit, die auch im Zentrum gefragt sein könnten. Polzin zeigte sich von diesem Gedankenspiel jedoch nur wenig überzeugt. „Ich weiß nicht, ob das der richtige Ansatz ist“, erklärte der 35-Jährige am Dienstag überraschend deutlich.
Beim Test gegen den FC Kopenhagen (4. Oktober) dürfte Muheim so oder so auf seiner angestammten linken Seite zum Einsatz kommen. Weil David Møller Wolfe und Louis Lemke mit ihren Nationalteams unterwegs sind, ergibt sich die Besetzung dieser Position nahezu von selbst. Nach deren Rückkehr und mit Blick auf den Bundesliga-Restart bei der TSG Hoffenheim (10. Oktober) könnte sich die Situation allerdings verändern.
Denn klar ist auch: Polzins Möglichkeiten werden immer geringer. Neben Vieira und Adeline bleibt dem HSV aktuell kaum Personal für die offensiven Mittelfeldräume. Eine weitere Möglichkeit wäre, Bilal Nadir von der Achterposition nach vorne zu beordern. Doch weder hat der Marokkaner in der Vergangenheit dort seine besten Spiele gemacht noch ist er bislang vollständig beim HSV angekommen. Das Muheim-Gedankenspiel wird somit zumindest ein Stück weit realistischer.
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