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·21. April 2026
HSV zittert um Klassenerhalt: Effenberg mit klarer Einschätzung

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·21. April 2026

Die 1:3-Niederlage im Nordderby gegen Werder Bremen hat den Hamburger SV im Abstiegskampf erneut unter Druck gesetzt. Nur ein Sieg aus den vergangenen neun Bundesliga-Partien spricht eine klare Sprache. Dazu wartet ein anspruchsvolles Restprogramm.
Entsprechend stellt sich rund um den Volkspark die Frage, ob der Aufsteiger die Situation womöglich unterschätzt hat. TV-Experte Stefan Effenberg hat darauf eine klare Antwort.
Im Doppelpass bei SPORT1 machte der frühere Nationalspieler klar, dass er nichts von der These hält, der HSV habe sich zu sicher gefühlt. "Das tust du nicht als Aufsteiger. Das tust du nicht, wenn du genau weißt, dass es vom ersten bis zum letzten Spieltag nur gegen den Abstieg geht", sagte Effenberg. Für ihn sei intern jedem bewusst gewesen, worum es in dieser Saison geht.
Zwar befinde sich das Team von Trainer Merlin Polzin spätestens seit dem Derby in einer "schwierigen Phase", dennoch wollte der 57-Jährige die aktuelle Lage nicht dramatisieren und rechnet wohl weiterhin mit dem Klassenerhalt der Hamburger. Aus seiner Sicht sei die Zielsetzung von Beginn an klar gewesen: möglichst früh die Liga sichern und am Ende mindestens Rang 15 oder 16 erreichen.
Torhüter Daniel Heuer Fernandes bemühte sich nach dem Abpfiff um Zuversicht. "Es war ein harter Schlag", erklärte der Keeper, machte aber zugleich deutlich, dass sich der HSV nicht aus der Bahn werfen lassen wolle. Nun gelte es, den Fokus sofort auf die kommenden Aufgaben zu richten.
Klar ist allerdings auch: Das Restprogramm mit Hoffenheim, Frankfurt, Freiburg und Leverkusen hat es in sich. Aktuell beträgt der Vorsprung auf Relegationsrang 16, den Stadtrivale FC St. Pauli belegt, fünf Punkte. Zudem spricht das deutlich bessere Torverhältnis für den HSV. Dadurch könnte unter Umständen bereits ein weiterer Punkt zum direkten Klassenerhalt reichen.
Dennoch würde ein Sieg am kommenden Spieltag für spürbare Ruhe sorgen, während eine weitere Niederlage den Druck im Saisonendspurt nochmals deutlich erhöhen würde. Für den HSV beginnen nun die entscheidenden Wochen.









































