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·21. Juni 2026
Ibrahim Maza im Fokus: Bereit für die ganz große Bühne

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Für den jungen Ibrahim Maza gab es nur eins: Fußball. Ob in den Käfigen Berlins oder hinten, auf dem Parkplatz im Hof. Dort habe sein Vater mit ihm geübt – „egal, ob ich müde oder es schon dunkel war“, erinnert sich Maza: „Damals fand ich das Zusatztraining nicht cool. Aber jetzt, wenn ich zurückblicke, hat es mich zu dem Spieler gemacht, der ich heute bin.“ Und es hat ihn auf die größtmögliche Bühne gebracht.
Bei der WM in den USA, Mexiko und Kanada lebt Maza im Kreise der algerischen Nationalmannschaft seinen Traum. Gegen Weltmeister Argentinien und Superstar Lionel Messi (0:3) verlief die Turnier-Premiere des 20-Jährigen von Bayer Leverkusen zwar nicht wie erhofft, gegen Jordanien bietet sich am Dienstag (5.00 Uhr MESZ/ZDF und MagentaTV) aber die nächste Chance auf ein Erfolgserlebnis. Und diese sollten Maza und Co. mit Blick auf das Weiterkommen in der Gruppe J dringend nutzen.
Doch wenn der gebürtige Berliner neben all der Freude am Fußballspielen eines aus seiner Zeit auf den Bolzplätzen der Hauptstadt mitgenommen hat, dann die Einstellung, „immer gewinnen“ zu wollen. Hatte man dort „zu viel Spaß“, sei man mit einer Niederlage bestraft worden, erzählt der dribbelstarke Offensivspieler der Werkself im Vereinsinterview.
In Berlin war Maza als Sohn eines Algeriers und einer Vietnamesin aufgewachsen. Zu Hause wurde meist Deutsch gesprochen, die Sommer verbrachte er oft in der Heimat des Vaters, im Winter ging es ab und zu nach Vietnam. Fußballerisch wurde Maza bei Hertha BSC ausgebildet, reifte dort vom Jugendspieler zum Leistungsträger. Im vergangenen Jahr wagte er den Sprung nach Leverkusen in die Bundesliga und glänzte auch in der Champions League.
Das Wort „Arbeit“ muss man dem Kreativspieler dabei nicht erklären. „Ein Künstler, der nicht arbeitet, ist auf dem Feld nicht so viel wert“, sagt Maza, der bei der Weltmeisterschaft genauso gut im Kader von Julian Nagelsmann hätte stehen können.
Doch nach diversen Einsätzen in deutschen U-Nationalmannschaften fiel die Wahl auf das Heimatland seines Vaters, der „einen wirklich großen Einfluss“ auf seine Entwicklung gehabt habe. Er habe dennoch „sehr lange“ überlegen müssen, immerhin sei es „eine Entscheidung fürs Leben“, erzählte Maza in einem Interview mit der Berliner Zeitung wenige Monate nach seinem Debüt, das er 2024 bei einem 5:1 gegen Togo feierte.
„Ich wollte“, erklärte Maza, „so früh wie möglich für eine A-Nationalmannschaft auflaufen können und so viele Spiele wie möglich als Profi in der Nationalelf machen“. Bei der WM sollen noch ein paar dazukommen.
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