Borussia Dortmund
·6. Januar 2026
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Felix Nmecha spielt seine dritte Saison für Borussia Dortmund. Nachdem er in den ersten beiden Spielzeiten seit seinem Wechsel im Sommer 2023 auch mit langwierigen Verletzungen zu kämpfen hatte, zählt er jetzt zur Stammelf. Seit Saisonbeginn kam der Mittelfeldspieler in allen Pflichtspielen zum Einsatz, zuletzt fast immer über die volle Distanz. „Ich genieße es im Moment richtig, wie ich spiele. Ich fühle mich auch sehr wohl in meinem Körper“, so Nmecha im BVB-Podcast, in dem er aber auch noch einmal zurückblickt.
Im Winter 2023/24 ist er aufgrund von Hüftproblemen drei Monate lang ausgefallen, Anfang 2025 stoppte ihn eine Bänderverletzung für mehr als zwei Monate. „The injury shaped me in ways I've never expected“ („Die Verletzung hat mich auf eine Weise geprägt, die ich nie erwartet hätte.“), schrieb der Mittelfeldspieler dazu auf Instagram. Was das bedeutet? „Wenn man durch diese Phasen geht, passiert immer viel im Kopf. Ich bin in dieser Zeit mental gewachsen“, so Nmecha. „Es ist nicht einfach, wenn man nicht spielt und sieht, dass es bei der Mannschaft nicht so gut läuft. Dann muss man sich mental jeden Tag pushen. Es gab vieles, durch das ich gewachsen bin. Danach war ich bereit, der Mannschaft wieder zu helfen.“
Trotz der Verletzungen kann Nmecha den beiden Spielzeiten etwas Positives abgewinnen. „Ich betrachte alle Saisons, die ich bisher beim BVB verbracht habe, als gut, weil ich dabei wachsen konnte. Das ist für mich eine Reise.“ Er weiß, „dass nicht jedes Spiel gut sein wird. Nicht jede Phase einer Karriere wird gut sein. Ich versuche jedoch, nicht zu viel Fokus darauf zu legen, was die Leute sagen. Das erste Jahr war gut für mich, weil ich ein höheres Level kennengelernt habe. Natürlich war es auch aufgrund der Verletzung nicht einfach, aber dadurch bin ich auch mental stark gewachsen. Das zweite Jahr war eigentlich auch gut für mich. Ich habe jedes Jahr das Gefühl, dass ich mich verbessere.“
Die Rückschläge hat er auf seine Art verarbeitet: „Ich hole mir meine Freude nicht nur vom Fußball. Ich sehe mich nicht nur als Felix, den Fußballer. Und ich glaube, dass ich, weil meine Identität nicht zu fest im Fußball verankert ist, immer noch diese Freude, diese Ruhe in dieser Zeit hatte. Das hat mir sehr viel geholfen. Wenn man mehr spielt, mehr Fitness hat, bekommt man auch diesen Rhythmus. Dann hat man mehr Selbstbewusstsein und es geht immer besser.“
Immer besser läuft es für die Nummer 8 seit seiner Rückkehr auf den Platz im April 2025. Zweimal kam er zunächst als Einwechselspieler zum Einsatz, in den letzten fünf Saisonspielen stand er jeweils in der Startelf. In diesen sieben Partien holte der BVB sechs Siege und ein Unentschieden und qualifizierte sich auch dank Felix Nmecha für die UEFA Champions League. „Schon seit der letzten Saison, als ich wieder in der Startelf stand, habe ich mich selbst als Führungsspieler gesehen. Das macht auch mental etwas aus, denn dann hat man mehr Erwartungen an sich selbst. Und dank der Zeit hier kennt man auch die Mitspieler besser und weiß, welche Pässe man zu welchem Spieler spielen soll“, sagt der 25-Jährige, der in dieser Spielzeit an seine guten Leistungen angeknüpft hat.
In allen 24 Saisonspielen kam er zum Einsatz, traf viermal und gab zwei Torvorlagen. „Wir sind alle froh, dass wir als Zweiter in die Pause gegangen sind, aber es gibt definitiv Verbesserungspotenzial. Das wissen wir auch. Wir wissen, wie viel Qualität wir in unserem Kader haben. Wir sind auf einem guten Weg, aber wir müssen weitermachen. Ich persönlich möchte von Spiel zu Spiel besser werden und der Mannschaft helfen“, sagt er und führt aus: „Wir wollen deutlichere Siege einfahren und die Spiele früher killen. Man gibt immer alles in einem Spiel, aber wenn man 20 Minuten vor Schluss 3:0 vorne liegt, ist es anders, als wenn es nur ein 1:0 ist. Dann musst du immer noch komplett da sein.“
Nach dem Ende der Bundesliga-Saison soll die Spielzeit für Nmecha jedoch noch nicht beendet sein. Der deutsche Nationalspieler hat die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 im Blick: „Das ist eine extra Motivation, weil das natürlich ein klares Ziel ist. Ich versuche einfach, von Spiel zu Spiel zu denken. Ich gehe nicht in jedes Spiel mit dem Gedanken: ‚Ich muss gut spielen wegen der WM.‘ Aber sie ist schon ein sehr großer Wunsch. Dafür muss ich arbeiten, und hoffentlich kann ich es schaffen.“Christina Reinke









































