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·16. Juli 2026

„Ich kann es nicht fassen“: Müller kritisiert Tuchel nach Englands WM-Aus scharf

Artikelbild:„Ich kann es nicht fassen“: Müller kritisiert Tuchel nach Englands WM-Aus scharf

Das dramatische WM-Aus Englands gegen Argentinien sorgt weiter für Diskussionen. Nach Bastian Schweinsteiger hat nun auch Thomas Müller deutliche Kritik am taktischen Vorgehen von Thomas Tuchel nach der englischen Führung geübt.

Die 1:2-Niederlage Englands im WM-Halbfinale gegen Argentinien beschäftigt die Fußballwelt auch Tage nach dem Abpfiff. Besonders die passive Spielweise der Three Lions nach dem Führungstreffer sorgt für Unverständnis. Jetzt hat sich auch Thomas Müller mit klaren Worten zu Wort gemeldet.


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In einem Video auf seinen Social-Media-Kanälen zeigte sich der Weltmeister von 2014 fassungslos über den Auftritt der Engländer nach dem 1:0 durch Anthony Gordon. „Ich kann es nicht fassen und nicht verstehen, wie England dieses Spiel nach der Führung angegangen ist. Ich kann nicht begreifen, wie sie es zugelassen haben, dass Argentinien aus idealen Positionen eine Flanke nach der anderen schlagen konnte“, erklärte Müller.

Schweinsteiger kritisiert Tuchels Wechsel

Mit seiner Einschätzung steht Müller nicht allein da. Bereits unmittelbar nach dem Spiel hatte auch Bastian Schweinsteiger als ARD-Experte Thomas Tuchels taktischen Ansatz infrage gestellt.

„Die Taktik in den ersten 60, 65 Minuten hat perfekt gepasst“, erklärte der ehemalige Bayern-Profi. Danach habe England jedoch den Mut verloren.

„Die Engländer sind nicht mehr herausgekommen, hatten nicht mehr den Mut, die Argentinier anzulaufen. Umso mehr du dich hinten rein drängen lässt, fällt dann irgendwann eben einer rein“, analysierte Schweinsteiger.

England zog sich immer weiter zurück

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Foto: Getty Images

Tatsächlich änderte sich das Spiel nach der Führung grundlegend. Während England bis zum 1:0 kompakt verteidigte und immer wieder Nadelstiche setzte, überließ die Mannschaft Argentinien anschließend fast vollständig die Kontrolle.

Die Südamerikaner konnten sich tief in der englischen Hälfte festsetzen und kamen immer wieder über Lionel Messi und die Flügel zu gefährlichen Hereingaben. England fand offensiv kaum noch Entlastung.

Für zusätzliche Diskussionen sorgten schließlich auch Tuchels personelle Entscheidungen. Nach gut 70 Minuten nahm der Engländer mit Anthony Gordon den Torschützen vom Feld und brachte Innenverteidiger Ezri Konsa. Wenig später ersetzte Dan Burn den spielstarken Declan Rice.

Die defensiven Wechsel brachten nicht die gewünschte Stabilität. Stattdessen gelang Argentinien zunächst durch Enzo Fernández der Ausgleich, ehe Lautaro Martínez in der Nachspielzeit den 2:1-Siegtreffer erzielte und England den Traum vom WM-Finale nahm.

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