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·29. Mai 2026
„Ich war das Ghetto-Kind“: Schalkes Hasan Kurucay wird emotional

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·29. Mai 2026

Hasan Kurucay veröffentlicht nach der Zweitligameisterschaft einen Post über seine Jugend, Vorurteile und seinen Weg zum FC Schalke 04.
Hasan Kurucay hat mit einem emotionalen Instagram-Post deutlich gemacht, wie steinig sein Weg zum Leistungsträger bei Schalke 04 war. Dabei zitierte der 28-Jährige zunächst einen Satz, den er früher oft hören musste: „You’ll never make it with this attitude and behavior.“
Danach wurde Kurucay im Statement sehr deutlich. „The ghetto boy none of you wanted – not because I lacked talent, but because I didn’t fit your comfort zone“, schrieb der Schalker. Seine Eltern waren einst als türkische Gastarbeiter nach Odense gezogen. „Dort, wo ich aufgewachsen bin, ist es schwierig, nicht auf die schiefe Bahn zu geraten“, sagte er rückblickend. Einige Freunde aus seiner Jugend säßen heute im Gefängnis.
Kurucay berichtete zudem, dass er in Dänemark lange als „das Ghetto-Kind“ abgestempelt worden sei. Unterstützung habe er nur selten erfahren. Stattdessen sei er häufig kritisiert und abgeschrieben worden: „You tried to write me off. You hoped I’d disappear. I didn’t.“
Abgetaucht ist Kurucay tatsächlich nie, stattdessen wurde er bei Schalke zu einem der konstantesten Innenverteidiger der Aufstiegssaison. Oft glänzte er mit unauffälligen, aber wichtigen Aktionen. Dazu zählen starke Spieleröffnungen wie vor dem entscheidenden 1:0 gegen Fürth oder wichtige Klärungen auf der Linie, etwa beim knappen 2:1-Auswärtssieg in Kiel. Hinzu kamen vier Tore des Innenverteidigers, die Schalke insgesamt zwölf Punkte sicherten.
Der Fußball wurde für Kurucay schließlich zum Wendepunkt. „Als ich mich entscheiden musste, Mist zu bauen oder Fußball zu spielen, habe ich mich für den Sport entschieden“, erklärte er bereits vor einiger Zeit. „Der Fußball hat mich gerettet.“ In seinem aktuellen Beitrag schrieb er passend dazu: „There were moments I nearly gave up… but quitting was NEVER an option.“

Foto: IMAGO
Sein Weg zum FC Schalke 04 verlief alles andere als geradlinig. Vor seinem Wechsel nach Gelsenkirchen spielte Kurucay unter anderem in Dänemark, Norwegen, der Türkei, Belgien und bei Eintracht Braunschweig. Im Sommer 2025 verpflichtete Schalke den Innenverteidiger ablösefrei, nachdem sein Vertrag bei OH Leuven ausgelaufen war. Viele Fans begegneten dem Transfer zunächst skeptisch.
Doch Kurucay ließ die Skeptiker erneut verstummen. Ein Jahr nach seiner ablösefreien Verpflichtung darf der Innenverteidiger nun sogar von seinem größten Traum träumen: dem Debüt für die türkische Nationalmannschaft. Sein emotionaler Instagram-Post wirkte deshalb wie ein persönlicher Rückblick auf seinen langen Weg nach oben. „Now look at me. Playing for this incredible club. A champion“.







































