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·22. Juni 2026

Igor Protti: Abschied von einem Prinzen der Provinz

Artikelbild:Igor Protti: Abschied von einem Prinzen der Provinz

Manche großartigen Torjäger finden bei einem großen Klub oder in ihrer Nationalmannschaft nie wirklich Anerkennung. Giancarlo Rinaldi würdigt einen solchen Spieler – Igor Protti –, der im Alter von nur 58 Jahren verstorben ist.

Zwischen all den Superstars gibt es manchmal unscheinbare Fußballer, die einen großartigen Job machen können, ohne jemals wirklich die Anerkennung zu bekommen, die sie verdienen. Durch Pech, Fehleinschätzungen oder vielleicht auch aus eigener Entscheidung geraten manche Spieler trotz einer beeindruckenden Karriere nie ins Rampenlicht. Fast zwei Jahrzehnte lang, von Mitte der 1980er bis Mitte der 2000er Jahre, war Igor Protti auf allen Ebenen des italienischen Fußballs ein solcher Torjäger.


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Würdigung des ehemaligen Serie-A-Stars Protti

Seinen Höhepunkt erreichte er in der bemerkenswerten Saison 1995/96, als er gemeinsam mit Beppe Signori Torschützenkönig der Serie A wurde, obwohl sein Team Bari am Ende abstieg. Zu den Spielern, die er in jenem erstaunlichen Jahr hinter sich ließ, gehörten Enrico Chiesa, Oliver Bierhoff und Gabriel Batistuta. In einer Zeit, in der Italien über eine große Auswahl an Offensivoptionen verfügte, wurde er für den Kader der Europameisterschaft in England in jenem Sommer kaum ernsthaft in Betracht gezogen.

Das war der Gipfel seines Könnens, das er zehn Jahre lang an eher unspektakulären Orten verfeinert hatte. In seiner Heimatstadt Rimini begann alles, danach folgten Livorno und Virescit Bergamo, bevor er die Chance bekam, in die Serie B aufzusteigen – bei einem Klub, der dringend einen Torjäger suchte. Messina hatte gerade Salvatore Schillaci an Juventus verkauft und sah in Protti den richtigen Mann, um in dessen große Fußstapfen zu treten.

Er lieferte in zwei seiner drei Spielzeiten auf Sizilien zweistellige Trefferzahlen ab, bevor Bari anklopfte. Er half ihnen beim Aufstieg in die Serie A und lieferte in einer Mannschaft, deren ausländische Stars die Schweden Klas Ingesson und Kennet Andersson waren, seine Rekordsaison ab, ehe sie wieder in die Zweitklassigkeit zurückfielen.

Das brachte ihm endlich den Wechsel zu einem großen Verein ein, der ihn in der höchsten Spielklasse halten sollte – zu Lazio –, doch dort fand er nie wirklich seinen Platz und wirkte nie richtig zuhause. Ein Wechsel zu Napoli verlief kaum besser, und er entschied, dass es für ihn vielleicht besser wäre, erneut in die unteren Ligen zu gehen.

Das bedeutete zunächst Reggiana und dann eine ganz besondere Mission bei Livorno. Er half dem Klub beim Aufstieg von der Serie C in die Serie B und – nach der Ankunft der Klublegende Cristiano Lucarelli – in Italiens höchste Spielklasse. Mit dem toskanischen Klub absolvierte er noch eine letzte Saison in der Serie A, bevor er sich von seiner Spielerkarriere verabschiedete.

Protti war in seiner besten Zeit eine Freude für jeden Zuschauer. Er kombinierte Beweglichkeit, harte Arbeit und Opportunismus mit großer Wirkung und stellte auf dem Höhepunkt seiner Karriere selbst für einige der besten Abwehrreihen der Welt eine Gefahr dar. Seine markanten langen, lockigen Haare machten ihn in einer Ära, in der Italien noch einige ganz große Namen anziehen konnte, zu einem der am leichtesten wiedererkennbaren Fußballer.

Artikelbild:Igor Protti: Abschied von einem Prinzen der Provinz

BARI, ITALIEN – 26. MAI: Igor Protti nimmt an der Veranstaltung des Italienischen Fußballverbands gegen Rassismus „Razzisti? Una brutta razza“ am 26. Mai 2015 in Bari, Italien, teil. (Foto von Giuseppe Bellini/Getty Images)

Die Nachricht von seinem Tod kam nicht völlig überraschend – er war schon seit einiger Zeit krank –, war aber dennoch tragisch verfrüht. Sie ließ viele in Gedanken in jene Tage zurückkehren, als er den italienischen Fußball aufleuchten ließ – besonders bei Bari und Livorno – und ein Klub nach dem anderen dem Mann Tribut zollte.

Er hatte ohne Frage eine herausragende Saison, doch in seiner Spielerkarriere leistete er weit mehr als nur das. Titel waren rar – ein Italienischer Supercup mit Lazio ist alles, was in den Geschichtsbüchern stehen wird –, doch die Tausenden, die in Livorno kamen, um von ihm Abschied zu nehmen, machten deutlich, dass es im Fußball um mehr gehen kann als nur um Trophäen. Igor Protti gab den Fans von Klubs, die nicht immer so viel Grund zum Jubeln haben, Anlass zur Freude. Sein Beitrag für ihre Sache wird sicherlich noch lange nicht vergessen werden.

Dieser Artikel wurde mithilfe künstlicher Intelligenz ins Deutsche übersetzt. Die Originalversion auf 🏴󠁧󠁢󠁥󠁮󠁧󠁿 kannst du hier lesen.

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