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·29. November 2025

„Ihnen fehlt ein Rice“: Neue Sechser-Debatte beim FC Bayern?

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Verdient verliert der FC Bayern mit 1:3 beim FC Arsenal – und Sky-Reporter Florian Plettenberg identifiziert in seiner Analyse einen zentralen Grund: Es war nicht nur Arsenals Wucht, Präzision und Standardstärke, sondern vor allem der Unterschiedsspieler im Zentrum. Ein Spieler, den Bayern schon 2023 unbedingt wollte – und der nun eindrucksvoll zeigte, was dem deutschen Rekordmeister in solchen Topspielen fehlt: Declan Rice.

Plettenberg betont, dass die Münchner dem Premier-League-Spitzenreiter vor allem körperlich und mental nicht gewachsen waren. Während Arsenal eine elektrisierende Atmosphäre erzeugte, provozierte, fightete und jedes Duell annahm, gelang es Bayern nur phasenweise, diese Energie zu spiegeln. Und genau hier kommt Rice ins Spiel.


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Der Engländer verkörpere all das, was Arsenal stark macht: Tempo, Härte, Antizipation, Zweikampfkraft, Torgefahr, Präsenz am Boden und in der Luft. Völlig zu Recht wurde er zum „Man of the Match“.

„Rice oder nix“ – Tuchel hatte das Problem früh erkannt

Plettenberg erinnert daran, wie intensiv sich die Bayern im Sommer 2023 um Rice bemühten. Thomas Tuchel flog mehrfach nach London, telefonierte stundenlang, führte Gespräche mit dem Berater – und drängte intern mit einer klaren Devise: „Rice oder nix!“

Tuchel erkannte seinerzeit bereits, was am Mittwochabend erneut sichtbar wurde: Bayern fehlt ein moderner, physischer Sechser, der Spiele dieser Kategorie stabilisiert und prägt.

Rice entschied sich für Arsenal – für knapp 115 Millionen Euro. Sein Auftritt gegen Bayern war ein weiteres Argument dafür, warum ihn der Rekordmeister damals so unbedingt wollte.

Bayern fehlt der moderne Sechser – noch immer

Plettenberg stellt klar: In Spielen wie in London zeigt sich deutlicher denn je, dass Bayern im zentralen Mittelfeld einen spezifischen Profilspieler sucht – und bislang nicht hat. Joshua Kimmich ist zwar ein Weltklasse-Spieler, aber ein gestaltender Sechser, kein physischer Abräumer.

Aleksandar Pavlovic hingegen ist ein großes Talent, aber noch nicht bereit, um in dieser Kategorie das Zentrum allein zu kontrollieren. Leon Goretzka ist physisch zwar geeignet, aber nicht mehr gesetzt und perspektivisch eher Rotationsspieler.

Für Plettenberg ist klar: Sollte Goretzka nicht verlängern, muss Bayern im Sommer auf der Sechs reagieren – und zwar mit einem Sofortspieler, keinem Projekt.

Die Kandidaten: Caicedo, Rodri, Wharton

Der Sky-Reporter nennt konkrete Namen: Moises Caicedo (Chelsea) – athletisch, zweikampfstark, Premier-League-erprobt. Rodri (Manchester City) – der kompletteste Sechser der Welt, allerdings kaum realistisch – und Adam Wharton (Crystal Palace) – der Shootingstar, auf dem Weg, „einer wie Rice“ zu werden.

Auch Talente wie Nathan de Cat oder Kennet Eichhorn seien ein Thema – aber nicht der Spielertyp, der in solchen Königsklassen-Abenden sofort physisch bestehen kann.

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