"Ihr seid so blind": Warum Strauss Rot sah – Schiri äußert sich | OneFootball

"Ihr seid so blind": Warum Strauss Rot sah – Schiri äußert sich | OneFootball

In partnership with

Yahoo sports
Icon: liga3-online.de

liga3-online.de

·1. Februar 2026

"Ihr seid so blind": Warum Strauss Rot sah – Schiri äußert sich

Artikelbild:"Ihr seid so blind": Warum Strauss Rot sah – Schiri äußert sich

Nach zwei Niederlagen zum Auftakt ins neue Jahr hat der SSV Jahn Regensburg mit dem 1:0-Erfolg in Schweinfurt einen Befreiungsschlag gelandet – und das trotz 30-minütiger Unterzahl, nachdem Kapitän Felix Strauss die rote Karte gesehen hatte. Nach der Partie klärte er auf, wie es dazu kam. Auch der Schiedsrichter äußerte sich.

"Da braucht man Fingerspitzengefühl"

63 Minuten waren gespielt, als Strauss in einen Zweikampf mit Langhans ging, zunächst klar den Ball spielte und anschließend auch den Gegner traf. Schiedsrichter Daniel Bartnitzki ahndete die Szene mit Gelb, was der 24-Jährige nicht nachvollziehen konnte. "Für mich habe ich eine überragende Grätsche gemacht", berichtete er nach Spielende am "MagentaSport"-Mikrofon.


OneFootball Videos


"Ich spiele den Ball. Das ist kein Foul und eine klassische Fehlentscheidung. Dann drehe ich mich weg, habe Emotionen und sage: 'Ihr seid so blind, dass man das nicht sehen kann.' Dann sagt er: 'Strauß, dreh dich um. Rot.' Klar, kann man sagen, dass es mein Fehler ist und ich mir das sparen muss, weil man das so nicht sagen soll. Aber im Fußball sind es Emotionen. Da braucht man ein bisschen Fingerspitzengefühl."

"Beleidigungen sind dann die Grenze"

Hätte man dieses hier zeigen können? Bartnitzki hatte eine klare Meinung dazu: "Bei Beleidigungen gibt es eine klare Grenze, wo wir auch kein Fingerspitzengefühl zeigen können. Das ist ein Fakt. Eine Schiedsrichter-Beleidigung zieht immer eine glattrote Karte nach sich. Da kommt man auch nicht drumherum."

Gleichzeitig räumte der Unparteiische ein, dass Strauss schon relativ klar den Ball gespielt habe. "Die Wahrnehmung habe ich aber auf dem Feld so nicht. Für mich sah es so aus, dass der Spieler mit hohem Risiko in die Grätsche geht und definitiv auch den Mann spielt." Das sei die eine Seite, die bewertet worden sei – in diesem Fall mit Gelb. Dass ein Spieler dann vielleicht mal abwinkt oder emotional wird, sei okay. Emotionen würden zwar zum Fußball dazugehören, "aber Beleidigungen sind dann die Grenze". Neben einer Sperre muss Strauss nun auch mit einer Geldstrafe rechnen.

Strauss "unglaublich stolz" auf das Team

Auf die Mannschaft zeigte sich der Österreicher indes "unglaublich stolz", wie sie in Unterzahl gekämpft habe. Nach den beiden Niederlagen zum Start in die Rückrunde sei es wichtig gewesen, die Partie zu ziehen. "Wir wissen, was wir können. Schweinfurt hat uns den Sieg nicht geschenkt und es uns sehr schwer gemacht." Einen Schönheitspreis gewann der Jahn mit dem Auftritt zwar nicht, nachdem Eichinger bereits nach zehn Minuten die Führung erzielt hatte. Doch das spielte für Trainer Michael Wimmer keine Rolle: "Das ist scheißegal. Wir haben jetzt den Sieg und 27 Punkte."

Zudem konnte die Jahnelf den Vorsprung auf die Abstiegszone auf fünf Zähler ausbauen. Ob der Sieg, den Torhüter Gebhardt in der Nachspielzeit mit einer bärenstarken Parade festhielt, für die kommenden Aufgaben beflügeln kann, "wird sich herausstellen", sagte Wimmer. Der Jahn-Coach betonte aber, dass Siege für das Selbstverständnis unerlässlich seien. "Ich hoffe, es war ein Brustlöser." Über das Thema Chancenverwertung wird aber wohl noch zu reden sein, schließlich ließ Regensburg gerade im ersten Durchgang einiges liegen. Wie viel der Sieg freigesetzt hat, wird sich dann am nächsten Samstag im Heimspiel gegen Viktoria Köln zeigen.

Impressum des Publishers ansehen