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·16. März 2026
"In diesem Baustein fehlt uns Fortschritt": KSC-Coach Eichner nach Pleite angefressen

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Recht deutlich hat der Karlsruher SC das Südwestderby beim 1. FC Kaiserslautern verloren und den Gegner beim 0:3 immer wieder mit Fehlern zum Toreschießen eingeladen. KSC-Chefcoach Christian Eichner monierte hinterher auch ein wenig die mangelnde Lernbereitschaft seiner Truppe, kam indirekt auch Sisyphos zu sprechen und hatte doch schon den kommenden Freitag vor Augen.
Immerhin ein paar gute erste Minuten habe er von seiner Truppe auf dem Betzenberg gesehen, wusste Karlsruhes Trainer Christian Eichner nach der bitteren 0:3-Niederlage beim 1. FC Kaiserslautern zu resümieren. Dabei meinte der 43-Jährige exakt die ersten 120 Sekunden, denn schon in der dritten Minute geriet der KSC nach einem Fehler im Aufbau und durch einen Treffer von Semih Sahin in Rückstand (3.). Es folgte ein weiteres Gegentor durch Mergim Berisha (14.) - dieses Mal hatte KSC-Keeper Hans Christian Bernat zuvor keine gute Figur abgegeben und einen Freistoß von Marlon Ritter fallen lassen. "Damit haben wir den Spielverlauf nach 15 Minuten komplett in die Kabine von Torsten Lieberknechts Jungs gelegt", ärgerte sich Eichner.
Dem Cheftrainer der Badener mißfiel aber auch die Einstellung seiner Truppe, die nicht die gleiche Gier an den Tag zu legen wusste, wie der Gegner. Bei den Roten Teufeln - die in der Nachspielzeit noch ein weiteres Mal trafen (Mahir Emreli 90.+4) - habe Eichner diese "allein mit dem Blick in Ritters Augen" schon gesehen, während seine Spieler nie zur richtigen Einstellung fanden, so letztlich ohne Punkte nach Hause mussten und Eichner gleich einen Kritikpunkt verschafften. "Diese Liga musst du lernen zu akzeptieren als Spieler. Und in diesem Baustein fehlt uns Fortschritt", meinte der 43-Jährige, wollte darin aber kein Kommunikationsproblem zwischen sich und seinen Männern sehen.
"Ich glaube schon, dass ich in den Köpfen der Spieler drin bin. Sie auch in meinem – ab und zu. Insofern ist das eine wechselseitige Beziehung", so Eichner, den das leistungstechnische auf und ab des Karlsruher SC in den vergangenen Wochen doch arg an Sisyphos aus der griechischen Mythologie erinnerte. "Das ist etwas, was wir uns vorwerfen müssen. Wenn wir die Kugel mühsam hochgerollt haben, dass sie dann wieder runterrollt." Das sei allerdings auch ein Phänomen, das er bei vielen Clubs immer wieder sehe. "Diese Liga ist mühselig, auch in diesem Bereich."
Bereits am Freitag hat der KSC nun die Möglichkeit, den Stein wieder ein wenig hochzurollen. Es geht daheim gegen die zuletzt formstarken Fürther, die Eichner "eine Mannschaft der Stunde" nennt und gegen die letztlich wieder Zähler her sollen. Der Coach wird dabei vermutlich ganz genau im Auge haben, wer von seinen Spielern seine nun erneuerten Forderungen umzusetzen weiß und wer nicht.









































