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·12. April 2026
In guter Form zur rechten Zeit: Starker Rückhalt als Zünglein an der Waage?

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Simon Bartsch
12 April, 2026
Gegen Eintracht Frankfurt bewies Marvin Schwäbe einmal mehr, dass er einer der besten Keeper der Liga ist. In dieser Form könnte er ein entscheidender Faktor im Kampf um die Klasse sein.
Entscheidender Faktor? Marvin Schwäbe ist der starke Rückhalt bei den Geißböcken
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Keine drei Minuten benötigten Jonathan Burkardt und Arnaud Kalimuendo um Frankfurt gegen den FC auf die Erfolgsspur zu bringen. Der Doppelschlag nach etwas mehr als einer Stunde traf die Geißböcke empfindlich und spätestens zu diesem Zeitpunkt deutete nicht mehr so wirklich viel auf einen Punktgewinn der Kölner hin. Dabei hatte der FC die Begegnung bei den Hessen lange offen gehalten, besaß ebenfalls die Chance auf die Führung. Auch, weil die Geißböcke mit Marvin Schwäbe einen besonders starken Rückhalt im Team hatten. Gegen Hugo Larsson parierte der Keeper früh einen Distanzschuss, stand beim Alleingang von Kalimuendo sicher und hielt die Kugel nach einem artistischen Versuch von Arthur Theate fest. Der Kölner Torhüter war in den ersten 45 Minuten sicherlich der beste FC-Spieler.
Beim Doppelschlag im zweiten Abschnitt war der 30-Jährige machtlos, gerade in der Schlussphase aber auch entscheidend am Punktgewinn beteiligt. Und das eben nicht zum ersten Mal in dieser Saison – wie beispielsweise beim letzten Erfolg in dieser Spielzeit gegen Wolfsburg im Februar, als die Wölfe in der Schlussphase nah am Ausgleich waren. Nach dem gegnerischen xGoals-Wert hätte der FC in dieser Saison 46 Gegentore fangen dürfen, es sind 49. Bedeutet: Schwäbe kassierte drei Treffer mehr, als es die Qualität der gegnerischen Torchancen prophezeien ließ. Kein Spitzenwert, aber im Vergleich zu den weiteren Abstiegskandidaten ein sehr guter. Wolfsburg und Bremen haben beispielweise neun Treffer mehr gefangen als es der xGoals-Wert hätte annehmen lassen. Bei Gladbach sind es acht und bei Heidenheim immerhin vier. Einzig St. Pauli weist von den Kellerkindern einen ausgeglichenen, der HSV sogar einen extrem negativen Wert vor. Die Rothosen kassierten zehn Tore weniger als erwartet (Topwert der Liga).
Mit 87 abgewehrten Torschüssen gehört Schwäbe auch in dieser Bilanz zu den besseren der Liga, wenn auch die Fangquote der „festgehaltenen Bälle“ mit 25 Prozent eine eher unterdurchschnittliche ist. Dennoch wähnten nicht wenige Kölner Fans Schwäbe auch in dieser Saison immer mal wieder im Dunstkreis der Nationalmannschaft. „Natürlich würde ich mich dann unfassbar freuen, es wäre eine Ehre, für Deutschland spielen zu dürfen oder mit dabei zu sein“, sagte der 30-Jährige. „Es sind viele Torhüter auch ein Stück weit vor mir.“ Daran werden auch die kommenden Spiele eher wenig ändern können. Gerade auf der Keeper-Position hat Julian Nagelsmann ohnehin die Qual der Wahl. Und aktuell deutet wohl mehr darauf hin, dass es für Schwäbe eine Art Déjà-vu geben könnte. Der Bundestrainer würde sich wohl eher für Jonas Urbig als für den aktuellen Kölner Keeper entscheiden.
Für Schwäbe steht ohnehin nur der Klassenerhalt mit dem FC im Fokus. Und bei dem Kampf darum könnte Schwäbe auch mit seiner Erfahrung das Zünglein an der Waage sein. Immerhin blickt der ehemalige Nachwuchs-Nationalkeeper auf mehr als 300 Pflichtspiele, davon 157 für den FC. Und mit dieser Erfahrung strahlt der Torhüter vor allem eine beeindruckende Ruhe und Souveränität aus, auf die es im Abstiegskampf ankommen kann.









































