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·24. Juni 2026
Innenverteidiger für den 1. FC Köln? Deswegen lohnt sich vor allem der zweite Blick auf José Marsà

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Simon Bartsch
24 Juni, 2026
Nach der Verpflichtung von Jahmai Simpson-Pusey stehen den Kölnern mit Joel Schmied, Rav van den Berg und den beiden Leih-Rückkehrern Elias Bakatukanda und Julian Pauli zum Saisonbeginn fünf Innenverteidiger zur Verfügung. Da die beiden Leihspieler sich aber erst einmal beweisen müssen, wollen die Geißböcke in der Hintermannschaft nachbessern. Eine Option wäre vielleicht José Marsà.
José Marsà (Foto: Picture Alliance)
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Das Online-Portal fussballtransfers.com warf am Dienstagabend den Namen José Marsà in den Ring. Der Innenverteidiger soll es auf die Liste der Kölner geschafft haben. Der FC wolle den Spieler für rund 1,5 Millionen Euro unter Vertrag nehmen. Ein Schnäppchen, so zumindest der Eindruck. Denn laut dem Portal transfermarkt.de ist der Spanier 3,5 Millionen Euro wert und hat noch ein Jahr Vertrag. Doch würde sich ein Transfer überhaupt lohnen? come-on-fc.com hat den Spieler mit allen Innenverteidigern der Jupiler Pro League verglichen. Dort bestritt der 24-Jährige 37 Begegnungen, erzielte einen Treffer. Doch an Toren werden Innenverteidiger selten gemessen. Auch nicht an dem Weg zum Tor – dabei ist der bei Marsà gerade besonders interessant. Mit seinen zehn progressiven Pässen, also jenen Pässen, die den Ball signifikant in Richtung gegnerisches Tor bringt, gehört er zur absoluten Spitze in der ersten belgischen Liga. Auch seine 1,38 progressive Läufe pro 90 Minuten sowie im Schnitt ein Dribbling sind für einen Innenverteidiger beeindruckend gut.
Es sind eigentlich Werte, die eher auf einen Außenverteidiger schließen lassen. Und vielleicht liegt auch genau darin der Schlüssel der Kölner. Denn es gibt noch die andere Seite der Wahrheit. Seine Defensiv-Zweikampfquote von 59,7 Prozent ist unterdurchschnittlich schwach. Marsà verliert im direkten Duell zu häufig die Kugel. In der Luft sieht es ähnlich aus: 47,0 Prozent Luftduellquote ist für einen Innenverteidiger ein strukturelles Risiko gegen körperlich robuste Stürmer. Die Frage, ob der Spieler auf diesem Gebiet Bundesliga-Niveau erreichen kann, darf wohl durchaus gestellt werden. Allerdings auch die Frage, ob er das überhaupt muss. Seine sieben Pässe ins letzte Drittel, die progressiven Pässe sind die Werte eines Außenverteidigers. Eine Rolle, die der Spanier in seiner Karriere ebenfalls bekleidete, wenn auch in Mechelen nicht mehr so häufig. Eine Position, die der FC ebenfalls dringend benötigt. Denn mit dem Weggang von Kristoffer Lund steht kein nomineller Linksverteidiger mehr im Kader. Marsá gilt als intelligenter Mitgestalter.
Dazu passt vielleicht auch, dass der Spanier zu den fairsten Innenverteidiger der Jupiler Pro League gehört. Nur 0,59 Fouls pro 90 Minuten, vier Gelbe Karten in der gesamten Saison. Als Linksverteidiger oder als Linksfuß in einer Dreierkette ist der Spanier, der beim FC Barcelona und bei Sporting Lissabon ausgebildet wurde, ein interessanter Kandidat. In einer Viererkette gibt es dann doch einige Felder, in denen sich der Akteur sicher noch verbessern muss.
Natürlich bilden diese Daten auch nur einen Teil der Wahrheit ab, zumal es der Vergleich der belgischen Liga ist und in einer Saison erzielt wurde.







































