Intensität, Teamgeist und „mehr Paraguay“: Tag 2 in Lienz | OneFootball

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VfL Osnabrück

·8. Juli 2026

Intensität, Teamgeist und „mehr Paraguay“: Tag 2 in Lienz

Artikelbild:Intensität, Teamgeist und „mehr Paraguay“: Tag 2 in Lienz

Der zweite Tag im Trainingslager begann für die Lila-Weißen zunächst ruhig. Bis 09:00 Uhr stand das Frühstücksbuffet im Teamhotel bereit, um 09:45 Uhr folgte das Teammeeting. Eine Viertelstunde später machte sich der VfL-Tross auf den Weg zum Trainingsplatz. Über Lienz lag am Vormittag etwas mehr Bewölkung als am Vortag – auf dem Platz sollte es trotzdem schnell intensiv werden.

Denn schon vor Beginn war klar: Diese Einheit würde fordernd. Nach Aktivierung und Warm-up ging es für die Mannschaft zunächst in ein Kombinationsspiel auf engem Raum. Wenig Platz, viele Entscheidungen, hohes Tempo – genau die Art von Übung, die schnelle Lösungen fordert und technische Sauberkeit unter Druck verlangt.


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Anschließend rückte die Taktik in den Mittelpunkt. Cheftrainer Timo Schultz coachte viel, unterbrach immer wieder, gab klare Anweisungen und korrigierte Abläufe. Der Abschluss war variabel angelegt: Es konnte sowohl auf mehrere kleine Tore als auch auf die normalen großen Tore gespielt werden. So entstanden immer wieder neue Spielsituationen, in denen die Mannschaft Entscheidungen treffen und Räume erkennen musste.

Für einen der Sprüche des Vormittags sorgte Schultz in Richtung Leon Opitz. „Ich brauche mehr Paraguay von dir“, rief der Cheftrainer über den Platz – eine Anspielung auf die unangenehme, robuste und schwer zu bespielende Spielweise der Paraguayer bei der Weltmeisterschaft. Gemeint war: noch griffiger sein, noch unbequemer werden, noch mehr Widerstand leisten.

Danach wurde es in einem Kleinfeldturnier noch einmal besonders intensiv. Gespielt wurde fünf gegen fünf auf zwei Feldern. Die Gruppen wechselten immer wieder, gleichzeitig blieben die Spieler zwei übergeordneten Mannschaften zugeteilt. Dadurch entstand trotz wechselnder Teams ein zusätzlicher Wettkampfcharakter. Nach jeder Runde wurde schnell abgefragt, wie das andere Feld gespielt hatte. Insgesamt standen acht Spiele auf dem Programm.

Eine besondere Regel sorgte dabei für zusätzliche Aktivität: Wurde der Torwart aus dem Spiel heraus angespielt und konnte den Ball länger als drei Sekunden halten, gab es einen Punkt. Videoanalyst Ferhat Findik erklärte den Hintergrund der Übung: Ziel sei es, immer wieder Druck auf den Torwart zu erzeugen und dafür zu sorgen, dass alle Spieler dauerhaft aktiv bleiben. Kein Abschalten, kein Stehenbleiben, keine Pause im Kopf.

Wie fordernd die Einheit war, zeigte sich auch an einem Detail neben dem Platz: Einige Spieler tranken während des Trainings bis zu 3,5 Liter. Auch Fridolin Wagner bestätigte nach der Einheit die hohe Belastung. „Es war wirklich richtig anstrengend. Ich habe auch bei dem ein oder anderen Kollegen gesehen, dass die Belastung echt hoch ist.“

Nach dem Vormittag standen Mittagspause und Regeneration auf dem Plan. Während die einen die Beine hochlegten, ging es für Tony Lesueur nach der Eistonne noch einmal vor die Kamera. Gemeinsam mit Ismail Badjie gab er eine Roomtour aus Zimmer 120 – inklusive guter Stimmung und Einblicken in den Trainingslageralltag abseits des Rasens.

Die beiden bilden eines von insgesamt 13 Spieler-Doppelzimmern im Teamhotel. So sind beispielsweise Niklas Wiemann und Jannik Müller oder auch David Kopacz mit Robin Meißner Bettnachbarn in Zimmer 112. Die Zimmerverteilung sorgt damit auch neben dem Platz für die eine oder andere interessante Trainingslager-Konstellation.

Am Nachmittag ging es dann nicht mit Ball, sondern mit Zahlen, Tempo und Belastungssteuerung weiter. Auf dem Programm stand der 30-15 Intermittent Fitness Test. Gestartet wurde mit 8 km/h, danach steigerte sich das Tempo in jedem Intervall um 0,5 km/h. Auf 30 Sekunden Belastung folgten jeweils 15 Sekunden Pause. Eine Pufferzone durfte dreimal genutzt werden, ehe man disqualifiziert wurde. Die erhobenen Werte sind für die Belastungssteuerung und die individuelle Einschätzung des Fitnessstands wichtig. Am längsten hielt Neuzugang Leonard Münst durch, knapp vor Robin Fabinski und Fridolin Wagner.

Der Tag endete schließlich gemeinschaftlich. Nach dem Abendessen gab der erste Neuzugang sein Einstands-Ständchen – ein fester Bestandteil jedes Trainingslagers, besonders für neue Spieler. Lukas Bornschein machte den Anfang und entschied sich für „Apologize“ von OneRepublic. Die Performance war durchaus akzeptabel.

Damit ging ein intensiver dritter Trainingslagertag in Lienz zu Ende. Viel Arbeit auf dem Platz, klare taktische Inhalte, hohe Belastung und erste kleine Geschichten aus dem Teamhotel: Der VfL ist angekommen – und mittendrin im Trainingslager. Das Training morgen ist für 10:15 Uhr eingeplant. Am Nachmittag ist ein Teamevent angesetzt.

Artikelbild:Intensität, Teamgeist und „mehr Paraguay“: Tag 2 in Lienz

Text: Malik Scherz Fotos: Jonas Jürgens

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