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·9. Februar 2026
Interessante Vertragsklausel: So kann Gladbach beim Sarco-Deal Geld sparen

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·9. Februar 2026

Unter der sportlichen Leitung von Cheftrainer Eugen Polanski ist man bei Borussia Mönchengladbach durchaus bereit, verheißungsvollen Talenten aus dem eigenen Nachwuchs Vertrauen zu schenken. Doch abseits des eigenen Fohlenstalls hält man auch die Augen nach gewinnbringenden Neuzugängen weit geöffnet.
Ein Beispiel hierfür ist die Winter-Verpflichtung von Alejo Sarco von Rhein-Rivale Bayer 04 Leverkusen. Der 20-jährige argentinische Juniorennationalspieler ist derzeit ohne Kaufoption bis Sommer von der Werkself an den Niederrhein ausgeliehen. Leihgabe Sarco soll also zumindest für einen gewissen Zeitraum als wichtige Unterstützung dienen. Doch angesichts der Unerfahrenheit des Offensivspielers auf Bundesliganiveau stellt dieser Deal natürlich auch ein gewisses Fragezeichen dar, durch das man mögliche Einsätze - vor allem in engen Partien - genau überlegen dürfte. Nun ist eine Klausel bekannt geworden, die einen interessanten Blick auf diesen Deal ermöglicht.
Für Sarco muss Gladbach eine Leihgebühr an Leverkusen bezahlen, doch die Fohlen können diesen Betrag mit eigenem Zutun Stück für Stück verringern. Wie die Bild berichtet, wurde vonseiten der Leverkusener eine Klausel verankert, die den Anreiz geben soll, den Argentinier regelmäßig zu Spielzeit zu verhelfen und somit seine Entwicklung zu fördern. Mit jedem Einsatz bei der Borussia sinkt somit der Preis, den die Gladbacher am Ende an Bayer 04 bezahlen müssen. Würde Polanski den Youngster hingegen auf der Bank lassen, käme dies einer Strafgebühr gleich, die den Deal am Ende teurer macht.

Alejo Sarco kam zuletzt auch gegen Leverkusen zum Einsatz / Christian Verheyen/GettyImages
Ein cleverer Ansatz, um aufnehmende Leihklubs – wie in diesem Fall Borussia Mönchengladbach – dazu zu bewegen, tatsächlich auch auf die ausgeliehenen Talente zu setzen und diese nicht nur als Kaderfüller zu verpflichten. Fohlen-Coach Polanski soll ein großer Fan des Argentiniers sein und dürfte dem Offensivjuwel somit noch zu zahlreichen weiteren Einsätzen verhelfen. Das dürfte sich am Ende auch bei der Summe bemerkbar machen, die die Gladbacher an Leverkusen überweisen müssen.
Zuletzt kam Sarco am vergangenen Wochenende auch gegen seinen Stammverein Bayer Leverkusen zum Einsatz und ersetzte nach knapp 70 Minuten Haris Tabakovic. Für den Argentinier war es ein besonderer Einsatz - für die Gladbacher gleichbedeutend ein Kostendrücker.Eugen Polanski sagte nach dem Spiel: "Es war natürlich speziell für Alejo, gegen seinen alten Verein zu spielen. Und da ein bisschen in die Köpfe der Spieler, der Innenverteidiger von Leverkusen, zu kommen." Seit seinem vorübergehenden Wechsel nach Gladbach kam Sarco zu zwei Einsätzen in drei Bundesligaspielen und zu insgesamt 47 Einsatzminuten.
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