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·16. Juni 2026

Iran gegen Neuseeland Ergebnis: 2:2, ein Punkt zum Auftakt für beide Teams

Artikelbild:Iran gegen Neuseeland  Ergebnis: 2:2, ein Punkt zum Auftakt für beide Teams

Zweimal lag Iran zurück, zweimal kam das Team Melli zurück, am Ende stand zum Auftakt der Gruppe G bei der WM 2026 ein 2:2 gegen Neuseeland. Im SoFi Stadium von Inglewood bei Los Angeles, wo sonst die Los Angeles Rams und Los Angeles Chargers spielen, trennten sich beide Mannschaften vor 70.108 Zuschauern remis. Damit teilen sich Iran und Neuseeland nach dem ersten Gruppenspiel den Punkt, und in der Gruppe ist nach diesem Auftakt noch alles offen.

Artikelbild:Iran gegen Neuseeland  Ergebnis: 2:2, ein Punkt zum Auftakt für beide Teams

Die Anzeigetafel im Los Angeles Stadium meldet 70.108 Zuschauer beim WM-Gruppenspiel zwischen dem Iran und Neuseeland. Foto: Jamie Squire/Getty Images


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Just trifft doppelt, Iran kommt zweimal zurück

Neuseeland erwischte den besseren Start. In der 7. Minute legte Kapitän Chris Wood für Elijah Just ab, der den Ball unter die Latte schoss, 0:1. Iran wirkte zunächst defensiv von der Rolle, Wood verpasste aus kurzer Distanz das 2:0 (15.). Dann fing sich das Team Melli, Mehdi Taremi traf bei einem Konter den Pfosten (23.), ehe Ramin Rezaeian in der 32. Minute aus kurzer Distanz mit dem Außenrist an Keeper Max Crocombe vorbei zum 1:1 ausglich. Ein Treffer von Ali Nemati kurz vor der Pause zählte wegen Abseits nicht (45.+5), es ging mit 1:1 in die Kabine.

Nach dem Seitenwechsel stellte erneut Just auf 1:2 (54.), wieder von Wood bedient. In der 64. Minute glich der völlig frei gelassene Mohammad Mohebi nach Vorlage von Rezaeian per Kopf zum 2:2-Endstand aus. Iran hatte mit 17:14 Torschüssen und vier Ecken etwas mehr vom Spiel, Neuseeland war mit acht Schüssen aufs Tor gegenüber vier zielstrebiger. Die einzige Verwarnung der Partie sah Ehsan Hajisafi in der 89. Minute nach einem Foul. Geleitet wurde das Spiel vom Mexikaner César Ramos Palazuelos.

Mohebis Ausgleich rettet den Punkt

Die Schlüsselszene war Irans später Ausgleich. Nachdem Neuseeland zweimal vorgelegt hatte, brachte Mohammad Mohebi in der 64. Minute die Partie noch einmal auf null zurück. Der Spieler des Abends aber hieß Elijah Just, der mit seinen beiden Toren Neuseeland zweimal in Führung gebracht hatte.

Just zufrieden, Ghalenoei bleibt beim Sport

Neuseelands Doppel-Torschütze Just zeigte sich nach dem Spiel zufrieden mit dem Punkt, sah viel Positives, fand aber auch, es hätte besser laufen können und es liege noch viel Arbeit vor dem Team. Seine beiden Treffer nannte er wunderbar. Irans Trainer Amir Ghalenoei hatte vor der Partie klargestellt, man sei zum Fußballspielen da und keine politischen Figuren.

Eine Teilnahme unter erschwerten Bedingungen

Für den Iran war es der Start in eine politisch aufgeladene WM-Teilnahme nach komplizierter Vorbereitung. Das Teamquartier musste kurzfristig ins mexikanische Tijuana verlegt werden, 15 Delegationsmitgliedern wurde kein US-Visum erteilt, und nach Verbandsangaben wurden dem Iran die zugeteilten Eintrittskarten für die Gruppenspiele kurzfristig entzogen. Auf den Rängen waren trotz eines FIFA-Verbots zahlreiche historische Flaggen mit Löwen- und Sonnenmotiv zu sehen, die bis zur Islamischen Revolution 1979 offizielle Flagge des Landes waren. Bei der Hymne gab es Pfiffe von Exil-Iranern, vor der Partie hatte es Proteste gegen das Regime in Teheran gegeben. Getragen wurde das Spiel von zehntausenden iranischen Fans, denn im Süden Kaliforniens lebt die größte iranische Gemeinde außerhalb des Iran.

In der Gruppe G ist alles offen

Nach dem ersten Spieltag liegen alle vier Teams der Gruppe G mit je einem Punkt und ausgeglichenem Torverhältnis gleichauf. Belgien, das sich 1:1 von Ägypten trennte, steht vor Iran und Neuseeland, die sich beide das 2:2 teilen, dahinter Ägypten. Für den Iran ist es die siebte WM-Teilnahme, die erstmalige Qualifikation für die K.o.-Phase bleibt das erklärte Ziel. Neuseeland wartet bei seiner dritten WM-Teilnahme weiter auf den ersten Sieg bei einer Weltmeisterschaft, war bei der bislang letzten Teilnahme 2010 aber immerhin ungeschlagen geblieben. Iran fordert am 21. Juni Belgien heraus, Neuseeland trifft am 22. Juni auf Ägypten.

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