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·19. Juni 2026
Iran reicht FIFA-Beschwerde ein und kämpft um faire WM-Bedingungen

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·19. Juni 2026

Der iranische Fußballverband hat offiziell Beschwerde bei der FIFA eingereicht. Reiserestriktionen der USA verhindern eine ordentliche Vorbereitung auf die WM-Gruppenspiele. Besonders pikant: Ein diplomatischer Durchbruch zwischen Washington und Teheran diese Woche ließ die sportlichen Einschränkungen unberührt.
Wie der iranische Fußballverband FFIRI in einer offiziellen Mitteilung erklärte, wurde ein Antrag auf Einreise zwei Tage vor dem zweiten Gruppenspiel gegen Belgien am Sonntag in Los Angeles abgelehnt. Das Team darf erst am Samstag anreisen, dem Vortag der Partie. Der Verband betonte, der Trainerstab habe eine Ankunft zwei Tage vor jedem Spiel als zwingend notwendig für die optimale technische und körperliche Vorbereitung eingestuft, insbesondere angesichts der frühen Anstoßzeit von 12 Uhr Ortszeit.
Bereits beim Auftaktspiel gegen Neuseeland, das mit einem 2:2 endete, musste das Team den Spielort Los Angeles noch am Spieltag wieder verlassen, was zu erheblichem Unmut geführt hatte. Dem Mannschaftstross fehlen zudem 15 Mitglieder des Stabs komplett, darunter Pressesprecher, Spielanalysten und weitere Mitarbeiter, denen kein Visum gewährt wurde.
Der FFIRI betonte, die Beschränkungen seien nicht mit dem Grundsatz der Gleichbehandlung aller teilnehmenden Mannschaften vereinbar und könnten sich negativ auf die sportliche Vorbereitung auswirken. Der Verband werde seine Unzufriedenheit offiziell über die entsprechenden Kanäle der FIFA zum Ausdruck bringen.
Nur zwei Tage zuvor hatten Washington und Teheran ein Rahmenabkommen zur Beendigung ihrer militärischen Spannungen geschlossen. US-Behörden bestätigten jedoch, dass die sportlichen Reisebeschränkungen davon unberührt bleiben.
Der Iran hatte sein WM-Quartier infolge der Spannungen von Arizona ins mexikanische Tijuana verlegt und trainiert von dort aus unter strengen Auflagen. Auch der Losungs-Boykott vor dem Turnier, als mehreren Verbandsfunktionären kein Visum für die Auslosung in Washington gewährt wurde, hatte die Wogen bereits hochgehen lassen. Iran-Trainer Amir Ghalenoei war damals einer der wenigen, der einreisen durfte. Die FIFA erklärte, sie stehe mit dem Verband in Kontakt.







































