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·23. April 2026

Isco-Wiedersehen: Auswärtsschwaches Real bei Angstgegner Betis

Artikelbild:Isco-Wiedersehen: Auswärtsschwaches Real bei Angstgegner Betis
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Isco steht gegen Real Madrid vor einem besonderen Wiedersehen, während die Königlichen nach 2021 bei Betis endlich wieder gewinnen möchten – Collage: Getty Images




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Die Ausgangslage

  1. Verschnaufpause Fehlanzeige! Nachdem Real Madrid am Dienstag mit einem 2:1-Erfolg über Deportivo Alavés die Durststrecke von vier Spielen in Folge ohne Sieg beenden konnte, geht es in nicht einmal 72 Stunden direkt weiter in LaLiga. Die Königlichen sind am 32. Spieltag zu Gast bei Real Betis Balompié (Freitag, 21 Uhr, im REAL TOTAL-Liveticker und bei DAZN) und leiten damit einen regelrechten Auswärtsmarathon ein. Denn für die Mannschaft von Cheftrainer Álvaro Arbeloa stehen zur Schlussphase der Saison mit Betis, Espanyol (3. Mai) und dem Clásico in Barcelona (10. Mai) gleich drei Auswärtspartien am Stück an. Eine Situation, welche den Königlichen in der laufenden Spielzeit nicht zugutekommt, denn mit nur sechs Siegen, drei Unentschieden und drei Niederlagen zeigen sich die Blancos vor allem in der Fremde deutlich wackeliger als im eigenen Wohnzimmer. Noch dazu gingen mit Osasuna (1:2), Celta (2:1) und Mallorca (1:2) zwei der letzten drei Auswärtsspiele verloren, wodurch der rein rechnerisch noch mögliche Meisterschaftskampf mit dem FC Barcelona nur noch unwahrscheinlicher wird. Auch der Blick auf den Kader macht den Madrilenen gleich doppelten Grund zur Sorge – denn mit dem Saison-Aus für Éder Militão und Arda Güler stehen gleich zwei Leistungsträger der Königlichen nicht mehr zur Verfügung. Mit Betis vor der Brust treffen die Merengues diesmal auf einen Gegner, welcher ihnen in den letzten Jahren ordentlich Probleme bereitete: mit jeweils zwei Siegen, zwei Remis und zwei Niederlagen aus den vergangenen sechs Aufeinandertreffen in Sevilla entwickelten sich die Béticos allmählich zu einem Angstgegner der Königlichen. Für die Mannschaft von Arbeloa ist das Ziel daher klar: gegen Betis muss ein Sieg her, um nicht nur wieder für Aufwind bei den Madrilenen zu sorgen, sondern auch den Meisterschaftskampf nicht früher als notwendig zu entscheiden. Doch Vorsicht: der letzte Auswärtssieg bei Betis (1:0) ist den Königlichen in der Saison 2021/22 gelungen. Zuletzt mussten sich die Madrilenen in der vergangenen Saison mit einer 1:2-Niederlage gegen die Béticos am 26. Spieltag geschlagen geben.

Der Gegner

  1. Während es für die Königlichen im Saisonendspurt nahezu nur noch rein rechnerisch um eine mögliche Meisterschaft in LaLiga geht, muss Real Betis um jeden Punkt kämpfen. Die Mannschaft von Trainer Manuel Pellegrini spielt erneut eine gute Saison und steht mit 49 Punkten auf Tabellenplatz fünf. Und auch bis vergangenen Donnerstag durften die Béticos noch von einem möglichen Einzug in das Halbfinale der Europa League träumen, ehe die 2:4-Niederlage gegen Sporting Braga im Viertelfinal-Rückspiel das endgültige Aus bedeutete. Damit ist der Fokus von Pelligrini und seiner Truppe jetzt klar auf LaLiga gerichtet, in welcher Getafe und Celta mit jeweils fünf Punkten Abstand den Béticos dicht auf den Fersen sind. Trotz der umkämpften Tabellenkonstellation kann Betis gegen die Königlichen mit breiter Brust auftreten – denn die letzten fünf Partien im La Cartuja – das Estadio Benito Villamarin wird seit Saisonbeginn umgebaut – konnte man allesamt ungeschlagen absolvieren (vier Remis und ein Sieg). Noch dazu kommt es bei dieser Begegnung zu einem speziellen Wiedersehen mit einem ehemaligen Blanco: Isco. Der Spanier feierte am vergangenen Dienstag, ausgerechnet an seinem 34. Geburtstag, gegen Girona (3:2) nach viermonatiger Verletzungspause wegen einer Knöchelverletzung sein Comeback und konnte dabei ein paar Minuten Spielpraxis sammeln. Damit besitzt Betis für die Schlussphase der Saison neben Toptorschützen Antony (13 Treffer), Cucho Hernández (zwölf Treffer) und Abde Ezzalzouli (zwölf Treffer) einen weiteren Offensivstar mehr, welcher für wichtige Punkte im Kampf um die Europa League sorgen kann.

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Personelles und voraussichtliche Aufstellung

  1. Wie auch schon in den letzten Wochen steht der Kader noch nicht fest, beziehungsweise wird erst am Spieltag selbst bekannt gegeben. Im Vergleich zum 2:1-Sieg gegen Alavés ist jedoch bereits jetzt klar, dass es mit Militão und Güler zwei neue Ausfälle gibt. Damit stehen Arbeloa, neben den Langzeitpatienten Thibaut Courtois und Rodrygo Goes mindestens vier Madrilenen nicht zur Verfügung. Im Vergleich zu Alavés dürfte vor allem in der Verteidigung ordentlich rotiert werden, während Eduardo Camavinga anstelle des verletzten Güler wieder von Beginn an ran könnte. Das restliche Mittelfeld und auch die Offensive hingegen dürfte nahezu ohne große Veränderung auskommen.
  1. Nicht dabei: Thibaut Courtois (Muskelverletzung), Rodrygo Goes (Kreuzbandriss), Éder Militão (Muskelverletzung), Arda Güler (Muskelverletzung), Aurélien Tchouaméni (angeblich angeschlagen), Dani Ceballos (angeblich Klub-Entscheidung)
  1. Unsere Startelf-Prognose: Lunin – Carvajal, Rüdiger, Huijsen, Mendy – Valverde, Camavinga, Bellingham – Brahim, Mbappé, Vinícius.

Die Stimmen zum Spiel

Álvaro Arbeloa (Cheftrainer Real Madrid): „Mein größtes Ziel sollte nicht die Motivation der Spieler von Real Madrid sein. Wenn ein Spieler von Real Madrid etwas haben muss, dann ist es ein sehr hoher Anspruch an sich selbst. Meine größte Aufgabe ist es, sie auf das vorzubereiten, was sie auf dem Platz erwarten wird. Dass wir verstehen, wie der Gegner spielt, was unsere Lösungen sein müssen. Dass wir eine sehr klare Spielidee haben. Dem widme ich mich die meiste Zeit. Die Gegner von uns sind besonders motiviert, wenn sie gegen Real Madrid spielen.“

Manuel Pellegrini (Cheftrainer Betis Sevilla): „Ich würde es als großartige Leistung betrachten, erneut Fünfter zu werden. Mal sehen, in welchem ​​Wettbewerb. Nur Real Madrid, Barça und Atlético de Madrid haben sechs Jahre in Folge in Europa gespielt; kein anderer Verein hat das geschafft, und auch Betis hat es in seiner Geschichte noch nicht geschafft. Nachdem wir die Saison mit all ihren Höhen und Tiefen, die jede Saison mit sich bringt, beendet haben, das Viertelfinale erreicht und uns als Fünfter für Europa qualifiziert haben, würde ich sie trotz der Rückschläge als eine sehr gute Saison betrachten.

Statistiken und Besonderes

  1. GESAMTBILANZ: Real Madrid und Real Betis standen sich bislang in 123 Pflichtspielen gegenüber. Dabei spricht die Bilanz für die Madrilenen, die 67 Mal als Sieger hervorgingen. 27 Mal siegten die Andalusier, 29 Duelle endeten remis. Torbilanz: 254:125 aus Sicht der Blancos.
  1. GELB-ALARM: Álvaro Carreras steht bereits bei vier gelben Karten und würde bei einer weiteren Verwarnung im nächsten Liga-Spiel gegen Espanyol Barcelona (3. Mai, 21 Uhr) fehlen.
  1. SCHIEDSRICHTER: Zum dritten Mal in dieser Saison wird César Soto Grado (45) eine Partie der Königlichen leiten, so wie schon beim 2:1-Sieg gegen den FC Barcelona und beim 2:0-Sieg gegen Villarreal. Insgesamt pfeift er schon seit 2019 in LaLiga und wird diesmal im VAR-Bereich unterstützt von Pablo González.
  1. WIEDERSEHEN: Für Isco Alcorcón wird das Aufeinandertreffen mit Real Madrid eine besondere Begegnung werden, denn der ehemalige Blanco, der über neun Jahre für die Königlichen spielte, musste das letzte Duell aufgrund seiner Knöchel-OP aussetzen, steht jetzt aber wieder zur Verfügung. Auch für Ex-Canterano Diego Llorente, welcher im Sommer 2024 nach Sevilla gewechselt ist dürfte es ein besonderes Spiel werden, genauso wie für Betis’ Winterneuzugang Álvaro Fidalgo, der von 2012 bis 2020 im königlichen Nachwuchs spielte. Auf Seiten der Madrilenen kehrt Dani Ceballos, der von 2011 bis 2017 Grün-Weiß trug hingegen an seine alte Wirkungsstätte zurück. Und dann wäre da natürlich noch Manuel Pellegrini, der die Blancos 2009/10 trainiert hat – und das eigentlich auch erfolgreich, aber aufgrund der Titellosigkeit musste er am Saisonende für José Mourinho weichen, der Rest ist Geschichte.

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