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·7. Juni 2026
Italienische Revolution am Bosporus: Neuer Besiktas-Coach Italiano kündigt radikalen Pressing-Sturm und Millionen-Offensive an

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·7. Juni 2026

Der traditionsreiche Istanbuler Spitzenclub hat eine weitreichende Weichenstellung für die sportliche Zukunft vorgenommen. Bei einer feierlichen Zeremonie in den BJK Nevzat Demir-Einrichtungen unterschrieb der italienische Taktiker Vincenzo Italiano einen Zweijahresvertrag als neuer Cheftrainer von Besiktas. Wie die Vereinsführung offiziell bestätigte, soll der 48-jährige Übungsleiter die Mannschaft nach einer sportlichen Durststrecke zurück in die Erfolgsspur führen. In seiner ersten Ansprache zeigte sich der Coach tief beeindruckt von der Wertschätzung der Verantwortlichen und betonate das gemeinsame Fundament für die kommende Amtszeit. „Ich möchte dem Präsidenten und dem Fußballdirektor sehr danken. Das Vertrauen, das sie mir gaben, ist das Vertrauen, das sie in mich hatten. Das sind die schönen Worte, die sie mir bei unserem ersten Treffen gesagt haben, und ich bin sehr froh, zu diesem großartigen Team gekommen zu sein. Für einen Trainer respektiert zu werden, geliebt zu werden, ist sehr wichtig. Ich bin so glücklich, in diesem Team zu sein. Sowohl ich als auch der gesamte Stab sind wirklich ehrgeizig und haben sehr hohe Ziele. Die Gedanken des Vorstandes über mich und meine fußballbezogenen Ideen überschneiden sich wirklich“, gab der sichtlich stolze Trainer zu Protokoll.
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Der neue sportliche Kommandant gilt als Verfechter eines emotionalen und bedingungslosen Offensivstils, den er nun auch auf die hitzige Atmosphäre in der türkischen Metropole übertragen möchte. Er kündigte an, dass er von seinen Profis denselben brennenden Ehrgeiz einfordern werde, den er selbst an der Seitenlinie vorlebe. „Ich habe dem Vorstand gegenüber gescherzt, dass es einen Vincenzo Italiano in den Spielen gibt, es gibt einen anderen Vincenzo Italiano da draußen. Ich habe alles getan, um in meinem Fußballleben drei Punkte zu holen. Ich war sehr ehrgeizig. Ich mache das jetzt als Cheftrainer. Das möchte ich bei meinen Spielern sehen. Motivation, weil es für sie ist. Wenn der Trainer schon so heiß ist, ist der Fußballspieler so. Jetzt schauen wir uns also die Fans an, und die Fans dieses Teams sind ein heißer Fan. Ich bin außerdem ein leidenschaftlicher Coach. Dies werde sich definitiv in den Spielen widerspiegeln“, fügte er hinzu. Wenn er dieses Interesse von Besiktas sehe, die Ziele und das Projekt betrachte, sei das für ihn von Anfang an eine wunderbare Verschmelzung und eine Frage des Stolzes gewesen, weshalb er dieses Angebot unbedingt annehmen wollte.

Foto: IHA
Die Detailplanung für die kommenden Wochen steht bereits fest, wobei die Reise in das anstehende Trainingslager in die Slowakei als erster Gradmesser dienen wird. Der Coach betonte, dass er trotz der kurzen verbleibenden Urlaubszeit in täglichem telefonischen Austausch mit der Administration stehen werde, um den Kader wunschgemäß umzustrukturieren. „Jetzt ist es ein kurzer Urlaub, aber selbst dann weiß ich nicht, ob es ein Urlaub ist, da ich jeden Tag mit der Verwaltung telefonieren werde. Ich möchte hierher kommen und mein Unternehmen gründen. Ich kenne die türkische Liga mehr oder weniger, weil ich aus Italien komme. Sivasspor, Basaksehir, Galatasaray. Wir wissen, dass es sehr wertvolle Mannschaften gibt, weil wir hier Spiele vorbereitet haben. Deshalb gibt es starke Teams. Deshalb möchte ich sofort beginnen und unser Team auf diese Teams vorbereiten. Ich möchte sofort zur Arbeit kommen“, erklärte der Übungsleiter energisch.
Auf die Frage, wie man im Kader eine feste Struktur aufbauen könne, verwies der Trainer auf seine weitreichenden Erfahrungen aus den vergangenen vier Jahren im europäischen Fußball. Da er mit seinen Mannschaften auf drei verschiedenen Bahnen im Europapokal, in der Liga und im nationalen Pokal aktiv war, seien ständige Wechsel unumgänglich gewesen. Durch die hohe Taktung mit Spielen am Donnerstag und Sonntag zwangen ihn Kartenstrafen, Verletzungen oder mangelnder Fokus einzelner Akteure stets zur Rotation. In Istanbul wolle er sich nun genau ansehen, wie die Situation vor Ort funktioniere. Man werde genau prüfen, ob man gezwungen sei, das Personal ständig zu verändern, oder ob man über weite Strecken mit derselben Elf agieren könne.
Die taktische Ausrichtung soll sich vor allem in einer extremen Dominanz gegen den Ball ausdrücken, wie die sportliche Leitung unmissverständlich klarstellte. Der Sportdirektor von Besiktas, Önder Özen, hob in diesem Zusammenhang die fundamentale Bedeutung einer ganz bestimmten Kennzahl hervor. Er versprach: „Ohne Schmerzen ist es nicht möglich, etwas zu erreichen. Diese Schmerzen werden wir gemeinsam ertragen. Besiktas wird in der kommenden Saison in der PPDA an der Spitze stehen. Das garantiere ich. Es wird ein Besiktas entstehen, das dem Gegner weder zu Hause noch auswärts eine Atempause gönnt. Italiano hat das in Italien mit Mannschaften mit geringerem Budget geschafft.“ Die Maßeinheit PPDA steht für „Passes Per Defensive Action“ und misst die gegnerischen Pässe im Verhältnis zu den eigenen Defensivaktionen wie Ballgewinnen, Fouls oder abgefangenen Bällen, wobei ein niedriger Wert ein aggressives, hochintensives Pressing im modernen Fußball signalisiert.

Foto: IHA
Ein wichtiges Thema der Pressekonferenz war die Zukunft des hochveranlagten Angreifers Semih Kilicsoy, der die vergangene Spielzeit auf Leihbasis beim italienischen Erstligisten Cagliari Calcio verbracht hatte. Der neue Cheftrainer äußerte sich wohlwollend über die Qualitäten des Rückkehrers, den er noch aus der eigenen Zeit in Italien genauestens analysieren konnte, da man bereits in der Serie A gegen ihn gespielt habe. „Ich kenne Semih, er ist ein guter Spieler. Wir haben sogar schon gegen ihn gespielt, als ich noch bei Bologna war. In der ersten Saisonhälfte hat er gute Leistungen gezeigt. Warum es danach so weiterging, weiß ich nicht. Darüber werden wir ohnehin mit der Vereinsführung sprechen. Wir werden mit der Vereinsführung sprechen und dann entsprechend entscheiden und bewerten. Aber wie gesagt, ich kenne ihn und halte ihn für einen guten Spieler“, erklärte er differenziert.
Um die ambitionierten Pläne des Trainerstabs in die Realität umzusetzen, kündigte Club-Präsident Serdal Adali eine kompromisslose Neuausrichtung an. Man sei schon zu lange vom sportlichen Erfolg entfernt gewesen, weshalb nun grundlegende Änderungen statt kosmetischer Reparaturen fällig seien. „Wir mussten grundlegende Änderungen vornehmen, anstatt zu versuchen, funktionale Dinge zu reparieren. Wir mussten verhindern, dass die Menschen, die Besiktas Mut gaben, traurig, hoffnungslos und zerbrechlich sind. Zuerst mussten wir diese Psychologie bei Besiktas ändern. In dieser neuen Periode haben wir uns also mit zwei Fußball-Experten auf einen neuen Weg begeben, die kämpfen, die nicht aufgeben, die den negativen Kurs nicht akzeptieren, die Einwände erheben, die immer nach dem Besseren streben werden“, begründete der Vereinschef seine harten Entscheidungen.

Foto: IHA
Bezüglich der finanziellen Rahmenbedingungen für die anstehenden Transfers räumte der Präsident mit den Spekulationen in den Medien auf. Er stellte klar, dass man sich im Vorstand kein starres Limit gesetzt habe, sondern den Kader exakt nach den Vorstellungen des sportlichen Leiters und des Trainerstabs verstärken werde. „Bei den genannten Zahlen liegt ein Missverständnis vor, aber verlasst euch darauf, ich sage das ganz klar: Wir werden alles Geld ausgeben, das nötig ist, um das Besiktas zu erschaffen, von denen wir nächste Saison träumen. Das weiß jeder. Die ausgesprochenen Zahlen sind nicht die richtigen Zahlen. Wir haben kein Budget festgelegt. Wo immer es nötig ist, sowohl die Vereinsführung als auch der Trainer wollen einen Spieler? Wir holen ihn“, kündigte er eine massive Transferoffensive an.
Abschließend fand der neue Coach herzliche Worte für seinen Landsmann Vincenzo Montella, der aktuell als Chefcoach die Geschicke der türkischen Nationalmannschaft leitet. Beide verbindet eine langjährige Freundschaft aus gemeinsamen aktiven Tagen als Profifußballer. „Vincenzo ist mir ein sehr lieber Freund. Meine Freunde in meinem Trainerstab sind bereits im Gespräch mit ihren Freunden in seinem Trainerteam. Wie Sie jetzt wissen, hat er ein sehr intensives Tempo in Bezug auf die Weltmeisterschaft. Ich unterstütze ihn von hier aus wirklich. Ich unterstütze ihn und sein Team, seine Spieler, sie alle sehr. Natürlich würde ich ihn gerne in einer Zeit treffen, in der es etwas ruhiger ist“, gab er abschließend zu Protokoll.







































