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·20. Januar 2026

Jackson kehrt als Champion zurück – doch bei Bayern läuft ihm die Zeit davon

Artikelbild:Jackson kehrt als Champion zurück – doch bei Bayern läuft ihm die Zeit davon

Mit der Goldmedaille um den Hals kehrt Nicolas Jackson an die Säbener Straße zurück – doch sportlich beginnt für ihn nun eine heikle Phase. Am Sonntag krönte sich der 24-Jährige mit dem Senegal zum Sieger des Afrika-Cups. Im Endspiel setzte sich die Mannschaft um den Bayern-Leihspieler und Ex-Münchner Sadio Mané mit 1:0 gegen Gastgeber Marokko durch. Für Jackson ist es der bislang größte Titel seiner Karriere. Beim FC Bayern jedoch steht seine Zukunft mehr denn je auf dem Prüfstand.

Jackson war am letzten Tag des Sommer-Transferfensters auf Leihbasis vom FC Chelsea nach München gewechselt – mit großen Erwartungen, aber auch einer klar definierten Rolle. Vier Wochen fehlte er den Bayern aufgrund des Turniers in Afrika, jetzt kehrt er als Champion zurück. Doch während er mit dem Nationalteam auf dem Höhepunkt steht, ist seine Situation beim deutschen Rekordmeister alles andere als gefestigt.


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Gute Zahlen, aber kein Durchbruch

Rein statistisch liest sich Jacksons bisherige Bayern-Bilanz ordentlich. In zwölf Bundesligaeinsätzen erzielte der Offensivspieler drei Tore, in der Champions League steuerte er in fünf Partien vier Scorerpunkte bei. Dennoch blieb er hinter den internen Erwartungen zurück. In entscheidenden Momenten fehlte es dem Angreifer zu oft an Konstanz, Durchschlagskraft und Selbstverständlichkeit – Eigenschaften, die beim FC Bayern auf dieser Position zwingend gefordert sind.

Hinzu kommt die sportliche Entwicklung im Kader. Jamal Musiala feierte zuletzt sein Comeback und wird nun Schritt für Schritt wieder aufgebaut. Lennart Karl hat sich zum Senkrechtstarter entwickelt, Serge Gnabry ist gesetzt. In dieser Hierarchie ist Jackson aktuell nur noch die vierte Option für die offensiven Positionen hinter der Spitze. Eine Rolle, die seiner eigenen Wahrnehmung und Ambition kaum gerecht wird.

Die Rückrunde wird zur Bewährungsprobe

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Foto: IMAGO

Nach Informationen des kicker wird Jacksons Wirken in der Rückrunde sehr genau beobachtet. Intern ist klar: Der Senegalese muss für sich werben – mit Leistungen, nicht mit Vorschusslorbeeren. Die kommenden Wochen könnten damit richtungsweisend werden. Schafft es Jackson, sich trotz starker Konkurrenz nachhaltig in den Fokus zu spielen, könnte sich die Bewertung noch einmal verschieben.

Derzeit deutet jedoch vieles auf einen Abschied hin. An der Geschäftsstelle, so heißt es, geht die Tendenz klar dahin, die im Leihvertrag verankerte Kaufoption im Sommer nicht zu ziehen. Und das selbst dann, wenn die Ablöse unter die vereinbarten 65 Millionen Euro sinken sollte. Ein klares Signal, wie hoch die Hürden für einen dauerhaften Verbleib inzwischen liegen.

Titelgewinner, aber kein Fixpunkt

Der Afrika-Cup-Triumph unterstreicht zwar Jacksons Qualitäten und Mentalität, ändert aber nichts an der nüchternen Bewertung in München. Beim FC Bayern zählen Titel – aber vor allem solche, die im roten Trikot gewonnen werden. Jackson hat nun die Chance, als frisch gekrönter Afrikameister neues Selbstvertrauen mitzunehmen und sich im Bayern-Gefüge neu zu positionieren.

Ob das gelingt, ist offen. Klar ist nur: Die Rückrunde wird für Jackson zur wohl wichtigsten Phase seiner bisherigen Bayern-Zeit. Bleibt der Durchbruch aus, dürfte der Weg im Sommer wieder weg von der Isar führen.

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