Miasanrot
·17. April 2026
Jetzt schon besser als Peak-„Robbery“: Luis Díaz und Michael Olise beflügeln den FC Bayern

In partnership with
Yahoo sportsMiasanrot
·17. April 2026

Michael Olise und Luis Díaz spielen eine sensationelle Saison für den FC Bayern. Ein Vergleich mit Franck Ribéry und Arjen Robben unterstreicht das.
Dieser Artikel wurde von Lennart geschrieben. Lennart hat sich bei Miasanrot beworben.
Die Fans des FC Bayern München lieben ihr neues Duo. Nach Jahren, in denen man sich aus unterschiedlichen Gründen nie auf seine Flügelspieler verlassen konnte, haben die Zuschauer endlich wieder Konstanz auf dem Flügel.
Nicht umsonst würde Uli Hoeneß Michael Olise auch nicht für 200 Millionen Euro nach England verkaufen. Währenddessen wird Luis Díaz genau dort schmerzlich vermisst.
Von nicht wenigen wird sein Abgang als wichtigstes Puzzleteil im sportlich schwachen Abschneiden Liverpools in der laufenden Saison bezeichnet. Immer wieder äußerten sich Experten auf der Insel kritisch über den Transfer.
Nicht wenige haben den Transfer von Díaz im vergangenen Sommer für 75 Millionen Euro kritisch beäugt. Aufgrund des Alters und des damit sinkenden Wiederverkaufswerts sowie der guten, aber nicht absolut herausragenden Statistiken des Kolumbianers haben sich viele gefragt, ob dieser Transfer sinnvoll ist oder ob die Münchner nur sehr viel Geld für ein paar Jahre internationale Klasse auf dem linken Flügel bezahlt haben.
Zumal der zu Galatasaray abgewanderte Leroy Sané ähnlich gute Zahlen auflegen konnte wie Díaz in der vergangenen Saison. Nun hat „Lucho“ mit seinen starken 42 Scorern in 42 Spielen die beste Saison Sanés schon weit übertroffen und damit in seiner ersten Saison ein Niveau gezeigt, das der umstrittene Sané nie in München auf den Platz brachte.
Michael Olise hingegen wurde deutlich wohlwollender empfangen. Das finanzielle Paket war günstiger, und rund um den Transfer wurde seitens des FC Bayern deutlich ruhiger gearbeitet. Das hindert Olise allerdings nicht daran, nach einer bereits überragenden Debütsaison eine noch bessere zweite Saison zu spielen, die ihn berechtigterweise in Sphären hebt, in denen darüber spekuliert wird, ob am Ende nicht sogar ein Ballon d’Or für den Franzosen herausspringen könnte.
Der in England aufgewachsene Olise legt in dieser Saison Zahlen auf, die man sonst nur von den Allerbesten dieses Sports kennt. Mit seinen wettbewerbsübergreifenden 29 Vorlagen ist der Rekord für die meisten Assists in einer Saison (Lionel Messi, 30 Vorlagen) zum Greifen nah.
Den einzigen Kritikpunkt, den sich der Franzose anhören musste, nämlich dass er in großen Spielen abfallen würde, hat er eindrucksvoll mit zwei beeindruckenden Leistungen gegen den erfolgreichsten Club der Champions-League-Geschichte abgeschmettert.
Das alles erinnert an längst vergangene Zeiten – Zeiten, in denen schon einmal zwei Weltklassespieler die Flügel des FC Bayern zum Brennen brachten. Das Duo aus Arjen Robben und Franck Ribéry hat die Ränge in der Allianz Arena ähnlich verzaubert. Doch Olise und Díaz sind statistisch jetzt schon mindestens genauso gut.
Denn die beiden kommen schon jetzt zusammen auf 89 Scorerpunkte – eine Zahl, die „Robbery“ nie erreichen konnte. Die beste gemeinsame Saison der beiden Legenden war die Saison 2011/12. Dort kamen sie auf 73 Scorerpunkte.
Grund dafür ist vor allem die Verfügbarkeit der beiden Duos. Einer der Gründe, warum Díaz und Olise jetzt schon bessere Zahlen auflegen als Robben und Ribéry, ist der einfache Fakt, dass die beiden deutlich weniger mit Verletzungen zu kämpfen haben als ihre niederländisch-französischen Vorgänger.
Zum Vergleich: Robben konnte in der angesprochenen Saison nur 36 Spiele bestreiten – Zahlen, die Olise und Díaz trotz zwischenzeitlicher Sperren und Verletzungen bereits übertreffen. Ein Aspekt, der im Fußball nicht zu unterschätzen ist. In acht gemeinsamen K.-o.-Runden mussten die Bayern in vier Jahren auf mindestens einen Teil ihres Duos im Halbfinale oder Finale der Champions League verzichten. Olise und Díaz sind derweil fast immer da und liefern konstant ab.
Olise und Díaz kombinieren außerdem Stärken, die Bayern-Fans nicht unbekannt sind. Beide erinnern in ihren Kernqualitäten an das Legendenduo.
Díaz bringt ein Feuer und eine Leidenschaft mit, die vom Charakter her an Ribéry erinnert. Der Druck, den der Kolumbianer über die linke Seite entfaltet, erinnert ein wenig an den Franzosen, der dafür bekannt war, mit eisernem Willen die Linie entlangzuziehen. Außerdem vereint Díaz eine ähnliche Kombination aus Tempo, Technik und Einsatzwillen, die ihn – wie einst Ribéry – in die Herzen der Fans katapultierte.
Besonders greift der Vergleich jedoch bei Olise. Beim Franzosen könnte man mit zugekniffenen Augen manchmal tatsächlich denken, Robben habe ein Kurzzeit-Comeback für den FC Bayern gegeben. Wie Olise von der rechten Außenbahn in die Mitte zieht und den Ball ins lange Eck schlenzt, lässt viele Bayern-Fans nostalgisch werden.
Olises Treffer im Rückspiel gegen Real Madrid erzielte er genau auf diese Weise, nachdem er mehrmals zuvor knapp gescheitert war. Zudem gilt Olise auch mannschaftsintern als sehr professionell und geht mit gutem Beispiel voran – ähnlich wie einst Robben. Der unbedingte Wille, noch das Siegtor zu erzielen, statt zur Eckfahne zu laufen und sich auf die Uhr zu setzen, zeichnete auch den Niederländer aus.
Generell bringen beide Stärken mit, die in den letzten Jahren gefehlt haben. Das Trio um Kingsley Coman, Serge Gnabry und Leroy Sané war fußballerisch zwar herausragend, hatte jedoch verschiedene Probleme. Jeder Einzelne der Flügelspieler hatte seine eigene Geschichte, die den FC Bayern auf den Flügeln ausgebremst hat. Alle drei konnte man aus unterschiedlichen Gründen als unzuverlässig bezeichnen.
Comans Verletzungsanfälligkeit, Sanés fehlende Konstanz und Gnabrys Formschwankungen waren immer wieder ein Thema in München. Ein Thema, das nun endlich ad acta gelegt werden kann, da Díaz und Olise konstant abliefern und ihre Fitness herausragend ist.
Besonders Díaz besticht durch eine Pressingintensität und Gier, die im Vergleich zu seinen Vorgängern herausragt. Zudem performen beide aktuellen Flügelspieler des FC Bayern auf einem Niveau, das keiner der drei Vorgänger über eine gesamte Saison hinweg erreichen konnte – mit Scorerzahlen, die bereits jetzt deren beste Spielzeiten übertreffen.
Mit Spielern, die auf einem so konstant hohen Niveau performen, kann sich der Rekordmeister für die Endphase der Saison einiges ausrechnen. Sinnbildlich dafür stehen die beiden entscheidenden Tore gegen Real Madrid, die die Münchner ins Halbfinale der Champions League hievten. Der FCB hatte sich schon einmal mit einer Weltklasse-Flügelzange an der Spitze des europäischen Fußballs festgesetzt – und vieles deutet darauf hin, dass sich Geschichte wiederholen könnte.
Mit der Gier und Klasse, die die beiden ausstrahlen, haben die Bajuwaren ein echtes Pfund für die heiße Phase der Champions League. Schon jetzt gehören Díaz und Olise zu den besten Duos der Vereinsgeschichte – und das will beim FC Bayern München einiges heißen.
Live


Live


Live





































