DFB-Frauen
·14. Februar 2026
Jokerin Fölmli rettet Freiburg Remis gegen Union Berlin

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·14. Februar 2026

Der 1. FC Union Berlin schrammte am 18. Spieltag in der Google Pixel Frauen-Bundesliga nur knapp an einem Auswärtssieg vorbei. Das Team von Trainerin Ailien Poese kam nach langer Führung zu einem 1:1 (1:0) beim SC Freiburg und vergrößerte den Abstand zu den Abstiegsplätzen zumindest vorerst auf neun Punkte.
Vor 1426 Zuschauer*innen im Dreisamstadion brachte Anna Weiß (15.) die Gäste aus der Hauptstadt mit einem sehenswerten Distanzschuss 1:0 in Führung. Der eingewechselten Svenja Fölmli (85.) gelang in der Schlussphase zumindest noch der Ausgleich. Der SC Freiburg verpasste durch das Remis die Chance, bis auf zwei Punkte an den Tabellendritten Bayer 04 Leverkusen heranzukommen.
"Ich hatte mich sehr gefreut auf das Dreisamstadion", sagte Union-Verteidigerin Samantha Steuerwald nach dem Gastspiel an ihrer früheren Wirkungsstätte im Interview. "Wir wollten unbedingt drei Punkte holen, können aber auch mit dem Remis leben. In unserem Team steckt genügend Potenzial, um den Abstand nach unten zu vergrößern."
Torschützin Anna Weiß erklärte: "Wir sind wesentlich besser vor das gegnerische Tor gekommen als in den vorherigen Spielen. Bei meinem Treffer habe ich es einfach mal probiert. Oft kommt man als Defensivspielerin ja nicht in eine solche Position. Schön, dass es geklappt hat. Insgesamt geht der Punkt in Ordnung."
Freiburgs erfolgreiche Jokerin Svenja Fölmli meinte: "Wir waren während des Spiels nicht immer voll da. Dennoch hatten wir in der Schlussphase die Chance, die Partie noch komplett zu drehen. Wir haben eine sehr junge Mannschaft. Da ist es normal, dass es innerhalb einer Saison auch mal schwächere Phasen gibt."
Freiburgs Trainer Edmond Kapllani war zu einem Wechsel im Tor gezwungen, weil Laura Benkarth mit muskulären Problemen passen musste. Dafür kam Rebecca Adamczyk zu ihrem zweiten Einsatz in der laufenden Spielzeit. Außerdem fehlten bei den Breisgauerinnen neben Ally Gudorf (Ausfall aus persönlichen Gründen) auch Sarah-Lisa Dübel (Schulterverletzung) und Nora Scherer (muskuläre Probleme).
Im Vergleich zur 1:4-Heimniederlage gegen den FC Bayern München nahm Edmond Kapllani neben der Torhüterinnenposition noch drei weitere Wechsel in seiner Anfangsformation vor. Tessa Blumenberg, Maj Schneider und Luca Birkholz bekamen diesmal den Vorzug vor Nicole Ojukwu, Leela Egli und Svenja Fölmli.
Beim 1. FC Union Berlin rückten gegenüber dem 1:2 gegen Schlusslicht FC Carl Zeiss Jena die Ex-Freiburgerin Judith Steinert und Naika Reissner (für Hannah Eurlings und Ida Heikkinen) neu in die Startelf. Auch für Abwehrspielerin Samantha Steuerwald und Angreiferin Eileen Campbell gab es ein Wiedersehen mit ihrem früheren Verein, für den sie noch in der abgelaufenen Spielzeit am Ball waren. Weiterhin nicht zur Verfügung standen Alma Aagaard, Anna Aehling, Nele Bauereisen, Jenny Hipp, Korina Janež, Mariann Noack und Tomke Schneider.
Beide Teams lieferten sich von Beginn an eine intensive und kampfbetonte Partie, in der die Freiburgerinnen den ersten Abschluss verzeichneten. Selina Vobian versuchte es aus der Distanz, Union-Torhüterin Cara Bösl war jedoch sicher auf dem Posten.
Der Führungstreffer der Gäste fiel nach einem kurz ausgeführten Eckball. Die folgende Flanke von Lisa Heiseler konnte der Sport-Club nicht entscheidend aus der Gefahrenzone befördern, so dass Anna Weiß aus etwa 18 Metern völlig frei abschließen konnte. Sie wuchtete die Kugel zum 0:1 (15.) sehenswert ins linke obere Toreck. Rebecca Adamczyk war absolut chancenlos.
Nach einer guten Kombination mit Mittelstürmerin Luca Birkholz hatte Lisa Kolb nach einer knappen halben Stunde die beste Chance zum Ausgleich. Cara Bösl verhinderte aber mit einer Fußabwehr den möglichen Treffer. Fast im Gegenzug hatte Dina Orschmann nach einem klugen Zuspiel von Eileen Campbell das 0:2 schon vor Augen, bekam die Kugel aber nicht an der sehr gut reagierenden Rebecca Adamczyk vorbei.
In der Schlussphase des ersten Durchgangs erhöhte der SC Freiburg noch einmal den Druck und erarbeitete sich einige Standardsituationen. Etwas Zählbares sprang drei jedoch nicht heraus, weil Cara Bösl erneut gegen Lisa Kolb gut parierte.
In der Anfangsphase der zweiten Halbzeit gab es auf beiden Seiten kaum klare Tormöglichkeiten. Ein Schuss von Maj Schneider von der Strafraumgrenze ging über den Kasten. Auf der anderen Seite wehrte Rebecca Adamczyk einen Versuch von Dina Orschmann sicher ab.
Freiburgs Trainer Edmond Kapllani reagierte auf den Rückstand und wechselte mit Nicole Ojukwu, Leela Egli und Svenja Fölmli drei frische Offensivspielerinnen ein, um die Gäste noch stärker unter Druck zu setzen. Das gelang allerdings nur selten. Erst in der Schlussphase waren die Bemühungen der Gastgeberinnen doch noch von Erfolg gekrönt. Nach Vorarbeit von Kapitänin Lisa Karl setzte sich Svenja Fölmli an der Strafraumgrenze gegen ihre frühere Mitspielerin Samantha Steuerwald durch und traf trocken per Flachschuss zum 1:1-Endstand (85.).









































