Football Espana
·23. Mai 2026
Jose Bordalas wirkt Wunder: Getafe und Osasuna feiern zum La-Liga-Ende

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Weder Getafe noch Osasuna hatten damit gerechnet, vor dem letzten Saisonspiel in der Lage zu sein, in der sie sich nun befanden – wobei Erstere ihr Schicksal im Kampf um die Conference League in der eigenen Hand hatten. Osasuna-Trainer Alessio Lisci gab sogar zu, dass es ihn überrascht habe, dass Los Rojillo am letzten Spieltag der Saison in das Fünf-Team-Rennen um die letzten drei Plätze in La Liga verwickelt waren. Beide Mannschaften wussten jedoch, dass mit hoher Wahrscheinlichkeit nur eine von ihnen beim Schlusspfiff würde feiern können.
Osasuna begann eindeutig besser, setzte mit frühen Standards Druck und Raul Garcia de Haro lief nach einer brillanten Ballannahme und einem Ball über seinen Rücken und die Abwehr zur ersten Chance durch, doch David Soria war dem Abschluss gewachsen. Wie Los Azulones das jedoch so oft machen, schaffen sie es, jeden aufkommenden Schwung sofort wieder zu löschen.
Wie zwei Boxer beim Üben ihrer Beinarbeit kam in der restlichen ersten Hälfte keiner dem anderen nah genug, um einen Treffer landen zu können. Ob bewusst oder nicht – die Ergebnisse auf den anderen Plätzen hielten Getafe auf dem Conference-League-Platz und Osasuna in La Liga, und als der Halbzeitpfiff ertönte, wirkte ein Tor wie ein beinahe unmögliches Ergebnis.
Der Beginn der zweiten Halbzeit schien einem ähnlichen Muster zu folgen, doch als die Stunde voll war, traf Getafe aus dem Nichts. Nachdem Mauro Arambarri am Strafraumrand nicht zum Abschluss gekommen war, sorgte Luis Milla dafür, dass er es doch tat, und Alejandro Catenas Abfälschung stellte sicher, dass Sergio Herrera keine Chance hatte. In dem, was wohl sein letztes Spiel für den Klub gewesen sein dürfte, hallte nach den ersten wilden Jubelszenen „Milla, bleib“ durchs Stadion.
20 Minuten vor Schluss stand Osasuna noch über dem Strich, doch Los Rojillo waren verpflichtet, den Ausgleich zu suchen. Lisci wurde jedoch immer ungehaltener, als er mit ansehen musste, wie seine Mannschaft weder Rhythmus fand noch die Gastgeber auch nur territorial zurückdrängen konnte. Gleichzeitig wurden die Getafe-Fans immer aufgeregter, als sich bei Kontern zunehmend Räume öffneten.
In den letzten zehn Minuten zeigte Osasuna noch immer keine Anzeichen, Soria ernsthaft in Bedrängnis zu bringen, während Getafe jede ihrer Absichten las. Der Höhepunkt war eine Rettungstat in letzter Sekunde von Enzo Boyomo gegen Arambarri. Das schien Osasuna endlich wachzurütteln: Javi Galan schlug eine Hereingabe nach innen, die Asier Osambela wuchtig verwertete. Jetzt war Soria hellwach.
Los Rojillo hatten den Ball nach einem schnell ausgeführten Freistoß zwar im Netz, doch der Schiedsrichter pfiff zurück – immerhin waren nun endlich Zeichen der Verzweiflung zu erkennen. Garcia de Haro schlenzte drei Minuten vor Schluss einen Freistoß drüber, und die Reaktion der Getafe-Anhänger verriet die Spannung. Ihre Mannschaft war nur noch Augenblicke von Europa entfernt. Zu diesem Zeitpunkt war Rayo Vallecano gegen Alaves in Führung gegangen, was bedeutete, dass ein Tor von Osasuna diesen Traum zum Einsturz gebracht hätte.
Das prägende Bild war jedoch Allan Nyom. Der 38-Jährige ist zusammen mit Djene Dakonam wohl der loyalste Soldat von Trainer Jose Bordalas. Fünf der vergangenen sieben Jahre verbrachte er bei Getafe, und als Bordalas zurückkehrte, veranlasste er seine Verpflichtung. Osasuna hatte endlich etwas Druck aufgebaut, Garcia de Haro setzte einen weiteren Kopfball, der Soria forderte, doch die beste Gelegenheit entstand, als Ante Budimir im Eins-gegen-eins auf Nyom zuging. Nyom brachte noch eine Grätsche an, zog das Foul, sprang sofort wieder auf, packte den Ball wie ein Wahnsinniger und brüllte in Richtung Publikum. Und das Publikum brüllte zurück.
Oft hat Bordalas Nyom öffentlich gelobt, und in den kommenden Tagen könnte er diese Bilder durchaus zeigen, denn es könnte genau das Bild sein, das Bordalas nutzt, um andere in seine Methoden einzuweihen. Das und die Ergebnisse. Los Azulones sind zum ersten Mal seit sechs Jahren wieder in Europa, seit der Pandemie, allerdings unter schmerzhaften Einschränkungen. Schon zuvor hatte er das bloße Überleben als Wunder bezeichnet. Damals wurden sie Fünfter und erreichten die Europa League, doch unter den Umständen könnte Bordalas dies für sein raffiniertestes Meisterwerk halten. Sie begannen die Saison mit nur 13 Spielern und beendeten sie mit Tausenden Fans auf dem Platz, heiser vom Schreien: „Bordalas, ich liebe dich“.
Irgendwo im Trubel schafften es auch die Osasuna-Spieler zu ihren eigenen hüpfenden Jubelszenen. Minuten nachdem sie die Bestätigung erhalten hatten, dass sie dank der anderen Ergebnisse in La Liga geblieben waren. Selten bekommen alle ein glückliches Ende, aber vielleicht war es bei ihnen eher Erleichterung. In Getafe wird die Party noch lange bis in die Nacht weitergehen.
Dieser Artikel wurde mithilfe künstlicher Intelligenz ins Deutsche übersetzt. Die Originalversion auf 🏴 kannst du hier lesen.







































