Anfield Index
·26. Juni 2026
Journalist: Liverpool lässt nächsten Star ablösefrei gehen

In partnership with
Yahoo sportsAnfield Index
·26. Juni 2026

Curtis Jones, der nun in das letzte Jahr seines Vertrags geht, weckt konkretes Interesse von Inter Mailand. Der Serie-A-Meister hat bereits Absagen auf Vorstöße erhalten, wobei Liverpool den Mittelfeldspieler Berichten zufolge auf rund 35 Millionen Pfund bewertet.
Lewis Steele berichtete für die Daily Mail: „Liverpool beharrt bei Curtis Jones auf 35 Millionen Pfund, nachdem ein Angebot von Inter Mailand über 21 Millionen Pfund abgelehnt wurde. Sie sind bereit, seinen Vertrag auslaufen zu lassen und das Risiko einzugehen, ihn im nächsten Sommer ablösefrei zu verlieren. Aktuell gibt es keine aktiven Gespräche über einen neuen Vertrag, aber er soll bleiben – es sei denn, ein Klub legt diese Summe auf den Tisch.“
Diese Aussage ist bedeutend. Liverpool drängt Jones nicht aktiv hinaus, treibt derzeit aber auch keine Gespräche über eine Verlängerung voran. Praktisch bedeutet das, dass sich der Klub in einer Position des kalkulierten Risikos befindet.
Liverpool hat bereits erlebt, was es kostet, wichtige Vermögenswerte bis zum Vertragsende laufen zu lassen. Trent Alexander-Arnold und Ibrahima Konate gingen beide ablösefrei, und der Klub wird darauf achten, dass das nicht zum Muster wird.
Im Fall Jones kommt zusätzliches finanzielles Gewicht hinzu. Als Eigengewächs aus der Akademie würde jede für ihn erzielte Ablösesumme aus Sicht der Profit and Sustainability Rules als reiner Gewinn zählen. Das macht Liverpools Bereitschaft, ihn ins letzte Vertragsjahr gehen zu lassen, noch bemerkenswerter.

Foto: IMAGO
Es ist nachvollziehbar, 21,7 Millionen Pfund nicht anzunehmen, wenn der Klub glaubt, dass sein Marktwert eher bei 35 Millionen Pfund liegt. Jones ist ein Eigengewächs, technisch stark, in der Premier League erprobt und noch in einem Alter, in dem seine beste Zeit eigentlich noch vor ihm liegen sollte.
Doch die Gefahr liegt auf der Hand. Wenn in diesem Sommer kein Klub Liverpools Bewertung erfüllt, könnte Jones bleiben, unter Andoni Iraola eine Kaderrolle spielen und 2027 dann ohne Ablöse gehen.
Da Iraola nun das Kommando übernommen hat, versucht Liverpool, den Kader neu zu formen, nachdem ein deutlicher Einbruch in der Saison 2025/26 zum Abgang von Arne Slot geführt hat. Dieser Prozess erfordert Klarheit.
Jones bringt Qualitäten mit, die Iraola ansprechen sollten. Er kann pressen, den Ball durch enge Räume tragen, den Ballbesitz sichern und in mehreren Rollen im Mittelfeld agieren. Außerdem kennt er die Anforderungen an der Anfield Road auf eine Weise, die Neuzugänge oft erst mit der Zeit lernen.
Deshalb ist das Fehlen aktiver Gespräche über eine Verlängerung schwerer einzuordnen. Entweder glaubt Liverpool, dass Jones ersetzbar ist, oder man ist zufrieden damit, den Markt zu testen und zugleich öffentlich eine harte Haltung zu bewahren.
Für Inter ist der nächste Schritt klar. Sofern sie ihr Angebot nicht deutlich erhöhen, scheint Liverpool bereit zu sein, hart zu bleiben.
Diese Situation steht außerdem im Zusammenhang mit einer breiteren Unsicherheit im Mittelfeld. Der Vertrag von Alexis Mac Allister läuft bis 2028, aktuell kommen aber keine Gespräche über eine Verlängerung voran, während auch Dominik Szoboszlai Gespräche geführt hat, ohne dass ein Durchbruch erzielt wurde.
Jones ist vielleicht nicht der große Schlagzeilenname in Liverpools Mittelfeld, aber sein Fall könnte aufschlussreich sein. Er wird zeigen, ob der Klub aus den jüngsten ablösefreien Abgängen gelernt hat oder ob man erneut bereit ist zu pokern.
Im Moment ist Liverpools Botschaft klar: 35 Millionen Pfund oder kein Deal.
Aus Sicht eines Liverpool-Anhängers fühlt sich das frustrierend vertraut an.
Curtis Jones mag die Meinungen spalten, aber einen weiteren wertvollen Spieler ohne Ablöse in Richtung Ausgangstür driften zu lassen, wäre schlechtes Kader-Management. Wir haben bereits erlebt, wie Trent Alexander-Arnold und Ibrahima Konate ohne Ablöse gegangen sind. Das darf bei einem Klub, der auf kluge Planung stolz ist, nicht zur Normalität werden.
Die Frage ist nicht, ob Jones unverkäuflich ist. Das ist er nicht. Wenn Liverpool ihn verkaufen will, dann soll man ihn verkaufen. Wenn Iraola ihn nicht als zentral für die nächste Phase sieht, dann ist das Fußball. Der Frust entsteht dadurch, dass man ins letzte Vertragsjahr hineinschlittert und hofft, dass sich der Markt der eigenen Bewertung beugt.
21,7 Millionen Pfund von Inter mögen zu wenig sein, und Liverpool hat recht, das abzulehnen. Aber wenn 35 Millionen Pfund die Zahl sind, dann muss dahinter ein klarer Plan stehen. Entweder man bekommt diese Summe, verlängert seinen Vertrag oder trifft eine klare fußballerische Entscheidung.
Jones ist ein Eigengewächs, erfahren und nähert sich erst seinen besten Jahren. Das ablösefrei ziehen zu lassen, wäre fahrlässig.
Liverpool muss aufhören, Vertragsfristen wie ein Problem von morgen zu behandeln. Die Anhänger haben gesehen, wie das endet.
Dieser Artikel wurde mithilfe künstlicher Intelligenz ins Deutsche übersetzt. Die Originalversion auf 🏴 kannst du hier lesen.







































