FCBinside
·8. Juni 2026
Juventus schreckt zurück: Kim-Transfer droht an den Kosten zu scheitern

In partnership with
Yahoo sportsFCBinside
·8. Juni 2026

Min-jae Kim gilt weiterhin als einer der Kandidaten für einen möglichen Abschied vom FC Bayern im Sommer. Besonders Juventus Turin wurde zuletzt intensiv mit dem südkoreanischen Innenverteidiger in Verbindung gebracht. Doch obwohl die sportliche Seite durchaus passt, scheint ein Transfer aktuell an den finanziellen Rahmenbedingungen zu scheitern.
Die Zukunft von Min-jae Kim bleibt eines der spannendsten Personalthemen beim FC Bayern. Der 29-Jährige wird seit Wochen mit verschiedenen europäischen Klubs in Verbindung gebracht, nachdem sich die Münchner grundsätzlich offen für Gespräche über einen möglichen Transfer gezeigt haben.
Vor allem Juventus Turin galt zuletzt als ernsthafter Interessent. Kein Wunder: Mit Luciano Spalletti sitzt bei den Bianconeri jener Trainer auf der Bank, unter dem Kim einst beim SSC Neapel den italienischen Meistertitel gewann. Der ehemalige italienische Nationaltrainer schätzt die Qualitäten des Innenverteidigers und soll den Bayern-Profi als Wunschkandidaten für die Defensive ausgemacht haben.
Die Voraussetzungen für einen Transfer scheinen auf den ersten Blick also gegeben. Doch die Realität gestaltet sich deutlich komplizierter.
Wie Transfer-Experte Matteo Moretto berichtet, wird ein Wechsel nach Turin derzeit intern als äußerst schwierig angesehen. Der Grund dafür liegt vor allem in den finanziellen Anforderungen eines möglichen Deals.
Der FC Bayern soll ab einer Ablösesumme von rund 30 Millionen Euro grundsätzlich gesprächsbereit sein. Hinzu kommt allerdings das Gehalt des Südkoreaners, das sich Berichten zufolge auf etwa 15 Millionen Euro pro Jahr beläuft.
Genau hier beginnt das Problem für Juventus.
Die Bianconeri haben in der vergangenen Saison die Qualifikation für die Champions League verpasst und müssen ihre Ausgaben entsprechend sorgfältig planen. Gleichzeitig besteht auf mehreren Positionen Bedarf, weshalb die Verantwortlichen jeden größeren Transfer genau abwägen müssen.
Unter diesen Voraussetzungen erscheint ein Gesamtpaket für Kim aktuell nur schwer realisierbar.

Foto: IMAGO
Trotz der schwierigen Ausgangslage ist ein Transfer noch nicht vollständig ausgeschlossen. Allerdings müssten sich die Rahmenbedingungen deutlich verändern.
Eine Möglichkeit wäre, dass der FC Bayern bei der Ablöse entgegenkommt oder Kim selbst bereit wäre, bei seinen Gehaltsvorstellungen Abstriche zu machen. Alternativ könnte Juventus zunächst durch eigene Verkäufe zusätzliche finanzielle Mittel generieren und anschließend einen neuen Anlauf wagen.
Aktuell deutet jedoch wenig darauf hin, dass eine schnelle Lösung bevorsteht.
Hinzu kommt ein weiterer wichtiger Faktor: Der FC Bayern befindet sich keineswegs in einer Zwangslage. Zwar würden die Münchner bei einem passenden Angebot über einen Verkauf nachdenken, doch ein Abschied des Innenverteidigers ist keine zwingende Voraussetzung für die aktuelle Kaderplanung.
Auch Kim selbst hat bislang keine Wechselabsichten öffentlich erkennen lassen. Nach Informationen aus seinem Umfeld fühlt sich der Verteidiger sowohl in München als auch innerhalb der Mannschaft weiterhin wohl.
Neben Juventus sollen auch weitere italienische Vereine die Situation aufmerksam verfolgen. Allerdings stehen nahezu alle Klubs der Serie A vor einem ähnlichen Problem. Die Kombination aus Ablösesumme und Gehalt macht Kim zu einer kostspieligen Personalie, die derzeit nur wenige Vereine stemmen können.
Damit bleibt die Zukunft des Südkoreaners vorerst offen. Klar ist jedoch: Sollte Juventus den Transfer tatsächlich realisieren wollen, müssen die Turiner zunächst eine finanzielle Lösung finden. Andernfalls dürfte Min-jae Kim auch in der kommenden Saison das Trikot des FC Bayern tragen.







































