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·20. September 2026

Juventus soll erneut Interesse an Atalanta-Torhüter Carnesecchi haben

Artikelbild:Juventus soll erneut Interesse an Atalanta-Torhüter Carnesecchi haben

Juventus Turin hat Atalanta-Torhüter Marco Carnesecchi laut italienischen Medienberichten erneut als möglichen Neuzugang für die eigene Torwartposition notiert. Wie Tuttosport berichtet und Calciomercato aufgreift, verfolgt der Klub aus Turin den 25-Jährigen bereits seit längerer Zeit. Ein möglicher Wechsel im kommenden Sommer soll dabei sowohl von einer erfolgreichen Champions-League-Qualifikation als auch von einer Ablöse in Höhe von rund 50 Millionen Euro abhängen.

Ein fixer Transfer ist nach aktuellem Stand ausdrücklich nicht vereinbart. Und die Meldung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem sich die Torwartsituation bei Juventus gerade noch einmal verändert hat.


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Juventus sucht möglicherweise schon wieder nach einer langfristigen Lösung

Der Hintergrund der Personalie liegt in der Torwartplanung der vergangenen Monate. Juventus trennte sich im Sommer von Michele Di Gregorio und Mattia Perin und verpflichtete stattdessen Guglielmo Vicario leihweise von Tottenham Hotspur.

Der 29-Jährige kam bis zum 30. Juni 2027 auf Leihbasis nach Turin. Juventus besitzt eine Kaufoption über acht Millionen Euro, die durch mögliche Boni um bis zu zwei Millionen Euro steigen kann. Vicario wurde zunächst als neue Nummer eins eingeplant.

Als Backup holte die Juve anschließend Kamil Grabara vom VfL Wolfsburg. Der Pole kam ebenfalls auf Leihbasis bis zum 30. Juni 2027, mit einer Option auf einen dauerhaften Transfer.

Allerdings hat sich diese Planung nun verändert. Grabara zog sich am Samstag im Training einen Kreuzbandriss zu und wird voraussichtlich sechs bis sieben Monate ausfallen. Damit steht Juventus vorerst nur noch mit Vicario und Ersatzkeeper Carlo Pinsoglio im Profikader da.

Das könnte die langfristige Torwartsuche der Bianconeri zusätzlich beschleunigen. Carnesecchi wäre dabei allerdings eher ein Thema für den kommenden Sommer als eine kurzfristige Lösung.

Carnesecchi wäre ein teures Gesamtpaket

Der 25-jährige Italiener steht bei Atalanta noch langfristig unter Vertrag. Sein Kontrakt wurde bereits auf eine Laufzeit bis zum 30. Juni 2030 ausgedehnt. Atalanta hatte damit eigentlich ein klares Signal gesendet: Carnesecchi soll nicht kurzfristig verkauft werden.

Genau deshalb wäre ein möglicher Transfer für Juventus finanziell anspruchsvoll. Die aktuellen italienischen Berichte nennen eine Größenordnung von rund 50 Millionen Euro. Gleichzeitig soll eine Verpflichtung davon abhängen, ob sich Juventus für die Champions League qualifiziert und damit über entsprechende zusätzliche Einnahmen verfügt.

Von einer feststehenden Ablöse oder gar einer Einigung kann allerdings keine Rede sein. Es handelt sich derzeit um ein mögliches Szenario, das die italienischen Medien für den kommenden Sommer beschreiben.

Konkurrenz durch Inter und England

Juventus ist mit seinem Interesse zudem nicht allein. Auch Inter Mailand wird als möglicher Interessent genannt. Carnesecchi soll Inter bereits aus seiner Jugendzeit verbunden gewesen sein.

Darüber hinaus wird auch Interesse aus der Premier League als möglicher Faktor genannt. Für Atalanta könnte das im Falle eines konkreten Angebots eine komfortable Ausgangslage bedeuten: Der Torhüter besitzt einen langfristigen Vertrag und muss nicht verkauft werden.

Juventus muss die Situation neu bewerten

Die Ausgangslage in Turin ist damit etwas komplizierter geworden. Im Sommer hatte Juventus mit Vicario und Grabara zunächst zwei flexible Lösungen gefunden. Durch die Kaufoptionen hielt sich der Klub gleichzeitig die Möglichkeit offen, die beiden Torhüter dauerhaft zu übernehmen.

Nach Grabara’s Kreuzbandriss sieht die kurzfristige Situation allerdings plötzlich anders aus. Vicario ist nun ohne seinen vorgesehenen Backup, während Juventus spätestens im Winter überlegen muss, ob auf dem Transfermarkt nachgebessert werden soll.

Carnesecchi wäre dafür keine unmittelbare Antwort. Sollte Juventus den Italiener tatsächlich ins Visier nehmen, ginge es vielmehr um die langfristige Besetzung der Torwartposition. Und dafür müsste der Klub vermutlich tief in die Tasche greifen – und sich zunächst wieder für die Champions League qualifizieren.

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