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·9. April 2026

Kainz vor Karriereende: Köln gegen Bremen als emotionales Highlight?

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Kainz vor Karriereende: Köln gegen Bremen als emotionales Highlight?

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Redaktion

9 April, 2026

Florian Kainz wird seine Karriere im Sommer nach über 25 Jahren beenden. Für den Österreicher, der im Januar 2019 von der Weser an den Rhein gewechselt war, wird sich am Wochenende ein Kreis schließen. 1. FC Köln: Florian Kainz‘ Reise in die Vergangenheit

Mitte März hat der dienstälteste Spieler im Kader des 1. FC Köln seinen Abschied vom Profifußball verkündet (come-on-fc.com berichtete). Nun begegnet der Österreicher auf Bundesliga-Abschiedstournee seinem Ex-Verein.

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Florian Kainz vom 1. FC Köln (Foto: Christian Kaspar-Bartke/Getty Images)

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Als Friedhelm Funkel am vorletzten Spieltag der vergangenen Saison mit der Mission „Bundesligaaufstieg“ nochmal auf den Trainersessel beim 1. FC Köln zurückkehrte, fand plötzlich auch Florian Kainz zurück zu alter Stärke. Der sympathische Österreicher schoss beide Kölner Tore beim 2:1-Auswärtssieg in Nürnberg und legte anschließend beim 4:0-Heimerfolg gegen den 1. FC Kaiserslautern einen weiteren Treffer nach. Damit hatte Kainz maßgeblichen Anteil daran, dass es nach dem FC-Abstieg in der Spielzeit 2023/24 ein Jahr später mit der sofortigen Rückkehr ins Fußball-Oberhaus klappte.

„Kainzi“ zeigte sich gerade zum Ende einer größtenteils durchwachsenen Zweitligasaison quirlig, spielfreudig und eiskalt vor dem gegnerischen Tor: Stärken, die ihn während des Großteils seiner siebeneinhalb Jahre beim 1. FC Köln zu einem Leistungsträger machten. In Kölle schien sich der Mittelfeldspieler stets wohlzufühlen und mit dem FC ging er „durch et Füer“: Zwei Aufstiegen (jeweils als Zweitliga-Meister) und einer Conference-League-Teilnahme steht in Kainz‘ Köln-Karriere ein Abstieg gegenüber. Bis zum heutigen Tag absolvierte er 204 Pflichtspiele für den FC (28 Tore/42 Vorlagen) und er übernahm in der Spielzeit 2023/24 sogar für ein Jahr die Kapitänsbinde von Jonas Hector nach dessen Karriereende.

Abschiedssaison mit Licht und Schatten

In der aktuellen Saison, seiner letzten als Profi-Fußballer, kam Florian Kainz hingegen nie richtig in Tritt. Bei vielen Spielen wurde der Offensivakteur, der in seiner Karriere auch 28 Länderspiele für Österreich absolvierte, von Ex-FC-Trainer Lukas Kwasniok gar nicht erst berücksichtigt. Und wenn „Kainzi“ dann mal ran durfte, war er irgendwie Sinnbild für das ganze FC-Team in einer von Licht und Schatten geprägten Spielzeit. Bei Highlights wie dem direkt verwandelten Freistoß in der Hinrunde gegen den Hamburger SV (4:1) oder der Vorarbeit per Ecke zum 3:3 im Rückrundenderby gegen Borussia Mönchengladbach war Kainz‘ Klasse noch einmal Balsam für die kölsche Seele.

Unterdessen verursachte das Hinspiel gegen den FC St. Pauli eher Schnappatmung beim rot-weißen Anhang. Und daran hatte unter anderem auch Kainz seinen Anteil: Bei einem Konter in den Schlussminuten vergab er die große Chance zum entscheidenden 2:0, statt auf den vor dem leeren Tor postierten Isak Johanesson abzulegen. In der Folge kassierte der FC quasi mit dem Abpfiff noch den 1:1-Ausgleich. Zwei verpasste Zähler, die dem 1. FC Köln vor dem nun anstehenden Spiel gegen Werder Bremen eine ungleich bessere Ausgangsposition verschafft hätten. Eine Partie, die unabhängig von ihrer Brisanz im Abstiegskampf auch für Florian Kainz emotional eine ganz besondere sein dürfte.

Kommt Kainz im Abstiegsendspiel zum Zuge?

Schließlich war „Kainzi“, der seine Karriere als 17-jähriger bei SK Sturm Graz begonnen hatte und mit diesem Verein 2011 auch österreichischer Meister wurde, zur Saison 2016/17 von SK Rapid Wien zu den Werderanern gewechselt: Seine erste Station als Profifußballer in Deutschland. Während seiner zweieinhalb Jahren in Bremen spielte Kainz in der Bundesliga und im DFB-Pokal insgesamt 59-mal. Dabei brachte er es auf acht Tore und zehn Vorlagen, bevor er sich im Winter 2019 den Domstädtern anschloss. Käme er am Wochenende für den FC gegen Bremen zum Einsatz, wäre das im Hinblick auf Kainz‘ Karriere gewissermaßen eine runde Sache. Und es steht wohl außer Frage, dass ein Vollblut-Sportler wie der gebürtige Grazer auf einen solchen Abstiegs-Kracher brennen würde.

Zumal der 33-Jährige in seinem Instagram-Abschiedspost vor ein paar Wochen angedeutet hatte, dass er gerne noch einmal die Ärmel hochkrempeln würde, bevor er im Sommer „Servus“ sagt: „Bis dahin werde ich im Rahmen meiner Möglichkeiten alles dafür tun, damit wir unsere Ziele mit diesem großartigen Klub erreichen.“ Ob er diese Möglichkeit – zumindest als Einwechselspieler – noch einmal bekommt, weiß vermutlich nur FC-Coach René Wagner. Vielleicht ist das Kapitel Köln für Florian Kainz aber tatsächlich noch nicht zu Ende geschrieben und er kann nochmal ein Ausrufezeichen auf dem Platz setzen. So, wie er es im Laufe seiner bewegten Karriere schon oft getan hat. Zu gönnen wäre es „Kainzi“ allemal.


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