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·23. Mai 2026

Kanes magische Pokalnacht: Drei Tore als Saison-Schlusspunkt

Artikelbild:Kanes magische Pokalnacht: Drei Tore als Saison-Schlusspunkt

Seine ersten Ballkontakte in diesem Finale, die hatte Harry Kane tief in der eigenen Hälfte. Fast wie früher Franz Beckenbauer, als Libero, nahm der Stürmer des FC Bayern die Bälle im Spielaufbau an sich und versuchte, mit seinen Läufen Lücken zu reißen und mit seinen langen, zentimetergenauen Pässen Räume zu schaffen. Vorne indessen tauchte der englische Nationalmannschaftskapitän zunächst einmal nicht auf. Bis zur Pause jedenfalls war dem Torjäger nicht einmal ein Torabschluss gelungen. Es schien schon, als könnte es eine Pokalnacht zum Vergessen werden für den Torjäger des FC Bayern, der in allen Spielen zuvor vor allem den VfB Stuttgart das Fürchten gelehrt hatte: Sechs von elf Treffern in zwei Bundesligasiegen und dem Supercup-Triumph hatte der 32-Jährige erzielt. 

Zweiundvierzig Minuten für drei Tore

Dann genügten Harry Kane zweiundvierzig Minuten für drei Tore, für die Saisontreffer 58, 59 und 60 – nur noch der legendäre Gerd Müller übertraf diesen unglaublichen Wert vor 55 Jahren (1972/73 mit 66 Toren). „Das war definitiv einer der schönsten Abende meiner Karriere“, ordnete Kane selbst nach Schlusspfiff ein: „Ich habe mich unglaublich auf dieses Finale gefreut. Ich habe von vielen Spielern, die dieses Endspiel hier mit dem Club schon erlebt haben, so viel darüber gehört.“


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Soviel, dass er dieser Geschichte nun ein ganz eigenes, großes Kapitel hinzufügte. Fünf Schüsse sammelte Harry Kane dann noch bis Schlusspfiff, drei fanden den Weg ins Tor, einer krachte ans Lattenkreuz. „Harry hat die Persönlichkeit für diese großen Spiele und die großen Momente“, lobte sein Trainer Vincent Kompany: „Er hat gezeigt, was für ein überragender Spieler er ist. Sein Spiel ist komplett.“

Drei Tore im Pokalfinale hatten zuvor nur Uwe Seeler 1963 (HSV), Roland Wohlfarth 1986 (FC Bayern) und Robert Lewandowski 2012 (BVB) erzielt, erstmals gelang mit Kane einem Spieler dabei ein lupenreiner Hattrick. Und was für einer: Das 1:0 mit herrlichem Flugkopfball hinein ins Glück (50.), das 2:0 als eine Art Kunststück, bei dem er sich wie ein Tänzer auf engstem Raum um die eigene Achse drehte, um danach auch noch zentimetergenau abzuschließen (80.). Das 3:0 als krönenden Schlusspunkt einer beeindruckenden Sicherheit vom Elfmeterpunkt (90.+2).

„Er hat einfach dieses Besondere“

„Ich wollte die Mannschaft stolz machen, ich wollte die Fans stolz machen. Und dann in einem Finale einen Hattrick zu erzielen – das ist einfach ein ganz besonderes Spiel und ein ganz besonderes Gefühl. Darauf bin ich extrem stolz“, verriet Harry Kane. Er habe einfach „dieses Besondere“, versuchte Max Eberl das Phänomen Kane zu erklären, der Sportvorstand: „Heute hat er das Spiel entschieden – und das absolut verdient.“ Für Harry Kane war es der passende Schlusspunkt unter eine atemberaubende Saison: „Es war eine lange und harte Saison“, fand er, „sie so zu beenden, ist perfekt.“

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