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·7. Mai 2026

„Kann mir keiner erklären“: Eberl erhebt schwere Vorwürfe gegen Pinheiro

Artikelbild:„Kann mir keiner erklären“: Eberl erhebt schwere Vorwürfe gegen Pinheiro

Die Enttäuschung beim FC Bayern nach dem Halbfinal-Aus gegen Paris Saint-Germain war riesig. Neben dem sportlichen Scheitern sorgten vor allem mehrere umstrittene Entscheidungen von Schiedsrichter João Pinheiro für großen Frust bei den Münchnern. Besonders Sportvorstand Max Eberl fand nach dem 1:1 im Rückspiel deutliche Worte.

Schon während der Partie war der portugiesische Unparteiische immer wieder in den Mittelpunkt geraten. Vor allem drei Szenen sorgten beim FC Bayern für massiven Ärger.


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Besonders emotional reagierte Max Eberl auf die Situation um PSG-Verteidiger Nuno Mendes in der 29. Minute. Der bereits verwarnte Portugiese stoppte einen Bayern-Konter mit dem Arm, sah dafür jedoch nicht die aus Münchner Sicht fällige Gelb-Rote Karte.

Stattdessen entschied João Pinheiro auf Freistoß für PSG, weil Konrad Laimer den Ball zuvor angeblich selbst mit der Hand gespielt haben soll. Die TV-Bilder konnten dieses Handspiel allerdings nicht eindeutig bestätigen.

Eberl zeigte sich darüber nach dem Spiel fassungslos. „Für mich kann man eine Gelb-Rote Karte geben, wo es dann auf einmal in die andere Richtung gegeben wird. Das war glaube ich für alle überraschend“, erklärte der Bayern-Sportvorstand.

Eberl kritisiert Schiedsrichter deutlich

Besonders deutlich wurde der 52-Jährige anschließend mit Blick auf die Kommunikation des Schiedsrichters. „Er hat mit seinen portugiesischen Spielerkollegen gesprochen, die hat er ja auch immer zum Eckball begleitet. Da hat er vielleicht noch etwas erklärt, mir hat er es nicht erklärt“, sagte Eberl mit spürbarer Verärgerung.

Auch die fehlende Möglichkeit, nach dem Spiel direkt mit dem Schiedsrichter-Team zu sprechen, kritisierte der Bayern-Boss ironisch. „Da darf man ja jetzt auch nicht mehr rein, das ist ein Hochsicherheitstrakt!“, sagte Eberl.

„Wie ist denn jetzt die Regel?“



Neben der Szene um Mendes sorgte vor allem auch die Handspiel-Situation im PSG-Strafraum für Unverständnis bei den Münchnern. Nachdem Vitinha seinen Mitspieler João Neves im eigenen Strafraum an den ausgestreckten Arm geschossen hatte, forderte der FC Bayern vehement einen Elfmeter.

Schiedsrichter Pinheiro ließ jedoch weiterspielen – regeltechnisch offenbar korrekt, da der Ball zuvor vom eigenen Mitspieler kam.

Für Eberl blieb die Auslegung dennoch schwer nachvollziehbar. „Die eine Hälfte sagt klarer Elfmeter, die andere Hälfte sagt alles richtig gemacht. Wie ist denn jetzt die Regel? Das kann mir bis jetzt keiner erklären!“, sagte der Bayern-Sportvorstand.

Aus seiner persönlichen Sicht sei die Situation eindeutig gewesen. „Wenn ich aus meiner Brille schaue, dann ist es ein Handspiel im Strafraum“, erklärte Eberl.

Trotz aller Kritik wollte der Bayern-Boss PSG den Finaleinzug allerdings nicht komplett absprechen. „Letztendlich hat PSG ein herausragendes Spiel gemacht“, räumte er ein.

Dennoch blieb bei Eberl das Gefühl, dass die Entscheidungen des Schiedsrichters Einfluss auf den Ausgang des Halbfinales hatten. „Wir haben vielleicht die ein oder andere falsche Entscheidung getroffen – jemand anderes auf dem Platz hat vielleicht auch die ein oder andere falsche Entscheidung getroffen“, sagte der 52-Jährige.

Für Eberl waren es genau diese Kleinigkeiten, die letztlich den Unterschied machten. „Das sind dann die Details, die so ein Semifinale in Summe entscheiden“, erklärte der Bayern-Sportvorstand.

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