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·19. August 2026
"Kann sein, dass er eine Weile fehlt": Stein verpasst Hansa-Debüt

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Zum vierten Mal seit 2019 trifft Hansa Rostock in der ersten Runde des DFB-Pokals auf den VfB Stuttgart II (Freitag, 20:45 Uhr). Anders als bei den letzten beiden Duellen wollen die Rostocker gegen den Finalisten aus dem Vorjahr dieses Mal als Sieger vom Platz gehen, müssen jedoch auf Ersatzkeeper Yannic Stein verzichten, der eigentlich spielen sollte.
Während Luca Unbehaun als Stammkeeper in der Liga zwischen den Pfosten steht, sollte Yannic Stein als Nummer 2 die Pokalspiele absolvieren. Problem jedoch: Der Neuzugang von Union Berlin hat sich im Training verletzt und fällt nun vorerst aus. Die genaue Diagnose steht noch aus, "es kann aber sein, dass er uns eine Weile fehlen wird", sagte Trainer Daniel Brinkmann bei der Spieltags-Pressekonferenz am Mittwoch – und fühlte mit dem Keeper: "Es tut mir unheimlich leid für ihn, weil das natürlich ein Highlight-Spiel ist, auf das er sich gefreut hat."
Auch Brinkmann hätte den 21-Jährigen gerne auf höherem Niveau gesehen. "Das wird jetzt nicht klappen, aber er steht charakterlich relativ gut da und hat eine gute Einstellung zum Sport. Der wird schon wiederkommen und irgendwann solche Partien spielen." Ebenfalls ausfallen werden zudem Emil Holten (Rückenprobleme), Paul Stock (Muskelbündelriss) und Peter Kiedl, der zwar schon wieder trainiert, aber noch nicht wieder komplett fit ist. "Auf Biegen und Brechen wäre ein Einsatz möglich, aber wir wollen nach der muskulären Verletzung nichts riskieren."
Anstelle von Stein wird somit Unbehaun den Kasten hüten – und alles daran setzen, dass es nicht so oft einschlägt wie in den beiden bisherigen Ligaspielen. "Wir müssen weniger Gegentore bekommen, definitiv", machte auch Brinkmann klar, nachdem es bereits fünfmal eingeschlagen hat. Gleichwohl verwies der 40-Jährige aber auch darauf, dass diesbezüglich nicht nur die Abwehr gefordert sei. "Am Ende sind es natürlich die Innenverteidiger und die Torhüter, die als Feuerwehrmänner immer alles ausbügeln müssen, was vorher verpatzt wurde. Aber das gehört ja manchmal nicht zur Wahrheit dazu." Zudem betonte Brinkmann, dass Hansa lediglich acht Torschüsse in den beiden Spielen zugelassen habe, was im Liga-Vergleich "total wenig" sei.
Doch auch wenn die Abwehr zum Saisonstart das Sorgenkind der Rostocker war: Nur auf die Defensive beschränken will sich der FCH gegen die Stuttgarter keinesfalls. Zwar werde der Matchplan den besonderen Anforderungen der Begegnung Rechnung tragen, wie Brinkmann durchblicken ließ, gleichzeitig fordert er von seiner Mannschaft Mut und Selbstvertrauen im Ballbesitz. "Wichtig wird sein, dass wir schon auch mal einen Moment leiden, aber eben trotzdem auch mutig sind und dass wir keine Angst haben, Fußball zu spielen." Ein reiner Abwehrkampf komme für ihn nicht infrage. "Ich möchte uns nicht nur verteidigen sehen." Stattdessen will er fußballerische Lösungen sehen. Eigene Ballbesitzphasen seien wichtig, um das Spiel zu beruhigen und den Druck des Gegners nicht dauerhaft über sich ergehen lassen zu müssen.
Dass die Aufgabe gegen den VfB nicht leicht wird, steht dabei außer Frage. Brinkmann sprach von einer "extrem schweren Aufgabe" und bezeichnete den Bundesligisten als "Brett", bringe dieser doch eine "wirklich sehr hohe Qualität" mit. Dass sich der FCH im Gegensatz zum VfB bereits im Wettbewerb befindet, werde Brinkmann zufolge "nur eine Nuance" ausmachen. Vielmehr werde es darauf ankommen, das "notwendige Glück" auf seiner Seite zu wissen. Zudem dürfe Stuttgart "nicht den allerbesten Tag" erwischen. "Wir wollen die kleine Chance, die wir haben, nutzen."
Auch mit Hilfe der rund 27.000 Fans im ausverkauften Ostseestadion, die allesamt in weißer Kleidung kommen wollen. "Es liegt an uns, dass der letzte Funke überspringt", sagte Brinkmann und sieht sein Team in der Bringschuld, das Spiel einerseits lange offen zu halten und andererseits immer wieder Nadelstiche zu setzen. "Dann sind es so diese kleinen Momente, die das Publikum nochmal elektrisieren können." Gerade auch unter Flutlicht. Für den Fall der Fälle wurde auch Elfmeterschießen "selbstverständlich" geübt, wobei Brinkmann betonte, dass die Drucksituation nicht simuliert werden könne. Doch womöglich macht Hansa schon nach 90 oder 120 Minuten alles klar. Das war auch 2018 der Fall, als sich die Kogge mit 2:0 durchgesetzt hatte. Gelingt nun die Wiederholung?







































