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·8. September 2026
Karetsas: Medizinischer Notfall überschattet Dortmunds CL-Auftaktsieg

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Champions League heute: Der Dortmunder Champions-League-Auftakt gegen den FC Villarreal geriet durch den Kollaps von Konstantinos Karetsas zur Nebensache. Der 18-Jährige wurde beim 3:2-Erfolg des BVB mit der Trage vom Platz gebracht und anschließend ins Krankenhaus gefahren.
DORTMUND, DEUTSCHLAND – 8. September 2026: Konstantinos Karetsas von Borussia Dortmund wird nach einer Verletzung während des Champions-League-Spiels 2026/27 gegen den FC Villarreal im BVB Stadion Dortmund medizinisch behandelt. (Foto: Christof Koepsel/Getty Images)
Die ersten Punkte auf dem Weg zur K.O.-Runde konnten die Sorgen im Dortmunder Lager nicht verdrängen. Karetsas, im Sommer für 30 Millionen Euro verpflichtet, sorgte mit seinen gesundheitlichen Problemen für geschockte Gesichter auf und neben dem Rasen. Sport-Geschäftsführer Lars Ricken verfolgte die Szene auf der Tribüne fassungslos, schüttelte den Kopf und griff sich ins Haar.
Zunächst blieb am Dienstagabend offen, wie ernst der Zustand des griechischen Mittelfeldspielers war. Karetsas hatte nach einem flachen Zuspiel den Arm gehoben, sich auf den Rasen gelegt und sofort medizinische Hilfe benötigt. Die Sanitäter eilten herbei, ein Arzt kontrollierte seinen Puls. Schließlich wurde der 18-Jährige auf einer Trage abtransportiert und zur Untersuchung ins Krankenhaus gebracht.
Ein BVB-Sprecher gab zur Halbzeit zumindest vorsichtige Entwarnung. Karetsas habe Kreislaufprobleme gehabt, ihm gehe es „den Umständen entsprechend gut“. Bereits beim Abschlusstraining am Montag hatte der Neuzugang gefehlt. Nach Angaben von Chefcoach Niko Kovac war diese Pause allerdings Teil der Belastungssteuerung gewesen.
Auch Mats Hummels reagierte erschüttert. „Als die Ärzte gar nicht die Beine angeschaut haben, sondern nur am Oberkörper waren, ist es mir kalt den Rücken runtergelaufen“, sagte der langjährige BVB-Profi bei Prime Video. „So eine Geschichte wünschen wir keinem. Das sind ganz fiese Bilder, die wir da sehen mussten.“
Es war bereits der zweite gravierende Schreckmoment für Borussia Dortmund in der noch jungen Saison. Beim Spiel gegen den Hamburger SV hatte sich Giannis Konstantelias einen Kreuzbandriss im linken Knie zugezogen. Bei Karetsas ließ sich Art und Umfang der Beschwerden zunächst nicht einschätzen.
Nach dem Zwischenfall mussten die Dortmunder Profis noch mehr als eine Stunde lang ihren Fokus auf das Spiel richten. Zum Start der vorigen Champions-League-Saison hatte der BVB bei Juventus Turin ein spektakuläres 4:4 geliefert, ehe die Europareise in den Achtelfinal-Playoffs gegen Atalanta Bergamo geendet hatte. Kovac wollte diesmal ausdrücklich kein derart offenes Duell erleben.
Seine Mannschaft erfüllte diesen Wunsch, auch wenn sie sich gegen den defensiv eingestellten Gegner lange schwertat. Villarreal, in Spanien als siegloser Tabellen-17. unterwegs, stellte sich tief auf. Die durch personelle Ausfälle geschwächte Dortmunder Abwehr wurde dadurch nur selten gefordert, doch im eigenen Offensivspiel fehlte dem BVB zunächst die Durchschlagskraft.
Bereits in der neunten Minute hatte Serhou Guirassy die erste große Möglichkeit vorbereitet. Nach seinem Pass auf Maximilian Beier sprintete der Stürmer selbst in den Strafraum, verfehlte Beiers Rückgabe am Fünfmeterraum trotz voller Streckung aber knapp. Die 77.000 Zuschauer hielten den Torschrei zurück. Unter ihnen befanden sich exakt 39 Anhänger aus Villarreal.
Für den angeschlagenen Karetsas kam Ethan Nwaneri in die Partie. Dessen Abschluss im Strafraum wurde in der 44. Minute geblockt. Nach der Pause leitete Beier dann die Führung ein, als Renato Veiga den Ball zum 1:0 ins eigene Tor abfälschte. Nur eine Minute zuvor hatte Pape Gueye auf der anderen Seite den Ball an den Pfosten gelenkt.
Santiago Mouriño glich für Villarreal in der 66. Minute aus. Danach übernahm Guirassy die Entscheidung. Der guineische Angreifer traf in der 80. Minute und fünf Minuten später per Foulelfmeter. Es war sein 100. Pflichtspiel für Dortmund, in den vorangegangenen 99 Einsätzen hatte er bereits 62 Treffer erzielt.
„100 Spiele sind eine Hausnummer“, sagte Kovac. „Andere können an ihm wachsen, das kann auch die Gegner hemmen.“
In der Nachspielzeit unterlief Guirassy allerdings noch ein Eigentor zum 3:2-Endstand. Nach dem Auftaktsieg warten auf den BVB mit Inter Mailand und dem FC Arsenal noch deutlich schwerere Aufgaben. Zunächst geht es am 14. Oktober zu FK Bodö/Glimt nach Norwegen, dann hoffentlich ohne weitere große Sorgen.
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