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·2. April 2026
"Katastrophal": Energies erschwerte Vorbereitung auf Havelse

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Nach drei sieglosen Spielen vor der Länderspielpause gehört Energie Cottbus erstmals seit einem halben Jahr nicht mehr zu den Top 3. Beim TSV Havelse müssen daher am Samstag unbedingt wieder drei Punkte her. Allerdings verlief die Vorbereitung auf die Partie, die Trainer Claus-Dieter Wollitz als "Schlüsselspiel" bezeichnete, alles andere als optimal.
Sie sind schon seit längerer Zeit ein Thema bei Energie Cottbus, die schlechten Trainingsbedingungen. Der Platz an der Parzellenstraße wird derzeit zwar umfassend saniert, steht deshalb allerdings nicht zur Verfügung, sodass der FCE entweder bei Klubs im Umfeld oder im heimischen Eliaspark trainiert. Problem jedoch: Der Rasen dort ist in keinem guten Zustand. "Der Eliaspark hat den Geist aufgegeben. So schlecht kenne ich den Platz nicht", sagte Trainer Claus-Dieter Wollitz bei der Spieltags-Pressekonferenz am Donnerstag und sprach von "katastrophalen" Bedingungen, "die mit Profifußball nichts mehr zu tun" haben.
Zwar war das Wetter in den letzten Tagen trocken, doch daraus hätten sich "noch mehr Probleme" ergeben, wie der 60-Jährige schilderte. "Die Voraussetzungen werden von Tag zu Tag schlechter. Der Platz ist furztrocken und so verdichtet, dass er nichts mehr aufnimmt." Selbst Regen oder eine künstliche Bewässerung würde daran nichts mehr ändern. Entsprechend sei es in den letzten Tagen "definitiv nicht möglich" gewesen, schnelle Spielformen zu trainieren. "Ich habe versucht, dass die Mannschaft das nicht so nah an sich herankommen lässt. Aber wenn du Inhalte im Training brauchst, ist das äußerst bedenklich."
Dennoch soll am Samstag eine "Top-Leistung" beim designierten Absteiger aus Havelse her, der in den letzten Wochen aber nicht wie einer gespielt hat. "Wären sie die ganze Saison über so aufgetreten, hätten sie jetzt wahrscheinlich keine Probleme, die Liga zu halten." Dennoch geht Energie als Favorit in die Partie und ist nach drei sieglosen Spielen fast schon zum Siegen gezwungen, um den Anschluss zu den Spitzenplätzen nicht zu verlieren – weiß auch Wollitz: "Wollen wir aus einer guten Saison eine sehr gute Saison machen, brauchen wir drei Punkte. Da brauchen wir nicht drumherum reden." Der 60-Jährige will eine Leistung sehen, die dazu berechtige, ganz oben dabei zu sein.
Für den Energie-Coach stellt die Partie ein "Schlüsselspiel" im Aufstiegsrennen dar: "Wir brauchen einen Türöffner und ein Erfolgserlebnis." Sollte dieses eingefahren werden, "traue ich der Mannschaft in den nächsten Wochen alles zu". Weiterhin keine Option sind Jonas Hofmann (Muskelverletzung), Leon Guwara (Teiltraining nach Oberschenkelverletzung) und Tolga Cigerci (Teiltraining nach Muskelfaserriss), zudem ist der Einsatz von Anderson Lucoqui (grippaler Infekt) noch fraglich. Ob es Energie trotz der erschwerten Vorbereitung gelingt, der Favoritenrolle gerecht zu werden, zeigt sich dann am Samstagnachmittag.









































