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·8. Mai 2026

Kauczinski offen wie nie: "Es gab schon mal bessere Momente in der Kabine"

Artikelbild:Kauczinski offen wie nie: "Es gab schon mal bessere Momente in der Kabine"

VON OLIVER GRISS UND STEFAN MATZKE (FOTO)

Nein, die große Abschiedssause wird es morgen rund um das Heimfinale gegen den FC Ingolstadt (Samstag, 14 Uhr, db24-Ticker) nicht geben – das verriet Pressesprecher Rainer Kmeth bereits am Freitag: „Wir werden leider nur einen begrenzten Platz für die Verabschiedung haben. Sie ist um 13.40 Uhr vorgesehen. Jesper Verlaat wird aber seinen Rahmen noch bekommen. Wir haben ihm angeboten, dass wir das noch machen können. Wir setzen uns nächste Woche zusammen.“


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Vieles deutet darauf hin, dass Verlaat zur neuen Saison im Rahmen eines Heimspiels offiziell verabschiedet wird. Schließlich war der sympathische Holländer über vier Jahre hinweg das sportliche Gesicht des TSV 1860. Jetzt trennen sich die Wege: Die Löwen planen ohne ihren Abwehrstrategen, der seit September 2025 kein Pflichtspiel mehr für die Sechzger bestritten hat.„Ich gehe nicht davon aus, dass er in dieser Saison nochmal zum Einsatz kommt. Er reagiert auf jede Belastung. Ein lockerer Lauf ist möglich, aber keine Ballarbeit“, erklärte Trainer Markus Kauczinski am Freitag auf der Spieltags-PK.

Neben Verlaat fehlen gegen Ingolstadt auch Thore Jacobsen („Schlag abbekommen“), Rekonvaleszent Tunay Deniz, Max Reinthaler, Kevin Volland („Er hat schon länger muskuläre Probleme“) und Damjan Dordan. Der 23-Jährige ist im Training umgeknickt und fällt für den Rest der Saison aus. Dafür stehen Kilian Jakob, Max Christiansen, Lasse Faßmann – und trotz Abi-Stress sogar Loris Husic – im 20-Mann-Kader.

Dass Kauczinski am Mittwoch im Training ungewöhnlich laut wurde („Finger runter!“), begründete der 56-Jährige mit dem Leistungsabfall der vergangenen Wochen: „Mit dem Spiel in Schweinfurt war ich nicht zufrieden. Bis auf die ersten 20 Minuten haben wir nicht Fußball gespielt, uns schlecht bewegt und die Leidenschaft vermissen lassen, die die Fans verdient hätten. Das stört mich als Trainer. Und mit dem Training war ich auch nicht zufrieden. Ich mag das nicht. Da reißt mir dann die Schnur.”

Dass die Stimmung nach dem vorzeitig beendeten Aufstiegstraum im Keller ist, kann Kauczinski nachvollziehen: „Es gibt Enttäuschte“, sagte er – und gewährte einen seltenen Einblick ins Innenleben der Mannschaft: „Es gab schon mal bessere Momente in der Kabine.“ Seine Forderung an die Mannschaft ist klar: „Trotzdem muss man als Spieler alles geben, wenn man auf dem Platz steht.“

Kauczinski weiß aber auch, dass sich ab dem Trainingsstart am 28. Juni vieles ändern muss. Der erfahrene Coach, der intensiv in die Gespräche mit potenziellen Neuzugängen eingebunden ist, blickt optimistisch nach vorne: „Wir sind nach wie vor eine gute Adresse in der Dritten Liga. Zum Stamm werden wir uns punktuell verstärken. Ich bin überzeugt, dass wir gute Spieler für uns gewinnen können.“ Deshalb trommelt Kauczinski bereits jetzt für den Dauerkartenverkauf: „Wir werden eine schlagkräftige Mannschaft auf die Beine stellen.“ Was soll Kauczinski auch anderes sagen…

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