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·11. August 2026
Kein Titelkandidat? Die Liverpool-Kaderbaustellen im Überblick

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·11. August 2026

Beim FC Liverpool sorgte während der Sommerpause der Trainerwechsel von Arne Slot zu Andoni Iraola für Aufbruchstimmung. Dem Basken wird nach einer sehr erfolgreichen Zeit beim AFC Bournemouth zugetraut, dass er auch ein Regal weiter oben überzeugen kann. Nun soll er die Reds, die in der vergangenen Saison als Tabellenfünfter enttäuschten, wieder zu Titeln führen.
Weniger als zwei Wochen vor dem Saisonstart benötigt man allerdings viel Fantasie, um sich dem LFC mit seinem aktuellen Kader an der Tabellenspitze der Premier League vorstellen zu können. Die drei ablösefreien Abgänge von Mohamed Salah, Andrew Robertson und Ibrahima Konaté konnten noch nicht adäquat kompensiert werden. Im Vergleich zur Vorsaison wirkt der Kader nicht wirklich stärker. Und insbesondere die beiden Testspielniederlagen gegen Leeds United (2:4) und die AS Monaco (2:3) zeigten zuletzt, dass es dem Kader an Tiefe fehlt.
Bis zum ersten Ligaspiel der Reds am 23. August bei Newcastle United – oder zumindest bis zum Ende des Transferfensters am 1. September – haben die Verantwortlichen also noch eine Menge zu tun. Im Folgenden werden die Kaderbaustellen des Liverpool Football Club im Überblick dargestellt:
Die Leihe von Ronald Araújo sorgt zumindest dafür, dass die Innenverteidigung der Reds wieder breiter aufgestellt ist. Der Uruguayer dürfte an der Seite von Kapitän Virgil van Dijk sofort gefragt sein, da die restlichen drei Optionen fürs Abwehrzentrum – Joe Gomez, Jérémy Jacquet und Giovanni Leoni – allesamt verletzt sind oder nach langer Zwangspause noch Zeit benötigen.Es ist fraglich, ob Araújo den zu Real Madrid gewechselten Ibrahima Konaté gleichwertig ersetzen kann. Nach seiner kaum eingesetzten vergangenen Saison beim FC Barcelona gibt es dahingehend berechtigte Zweifel.
Auch hier stellt sich weniger die Frage nach der Quantität als nach der Qualität. Links hinten ist Milos Kerkez wie bereits in der Vorsaison der Platzhirsch. Als Backup soll Leih-Rückkehrer Kostas Tsimikas den langjährigen Leader Andy Robertson ersetzen. Nach der enttäuschenden Zeit des Griechen bei der AS Rom sind jedoch Zweifel angebracht.Noch kritischer ist die Lage auf der rechten Abwehrseite. Conor Bradley wird noch mehrere Monate ausfallen und Jeremy Frimpong muss sich im Vergleich zu seiner ersten LFC-Saison, insbesondere im Defensivbereich, deutlich steigern, um langfristig das Vertrauen des Trainers zu gewinnen. Ein neuer Rechtsverteidiger mit Stammplatzambitionen wäre für einen gesunden Konkurrenzkampf enorm wichtig.
Noch ist unklar, wie Iraola das zentrale offensive Mittelfeld besetzen wird, denn mit Florian Wirtz, Dominik Szoboszlai und Alexis Mac Allister hat er dort die Qual der Wahl. Etwas weiter hinten ist der Sechser Ryan Gravenberch gesetzt. In der vergangenen Saison zeigte sich jedoch, dass der Niederländer einen Backup braucht, der ihn entlasten kann, damit er regelmäßig seine Topform abrufen kann. Wataru Endo, der den FC Liverpool noch verlassen könnte, plagte sich dagegen zu häufig mit Verletzungen herum.
Für die offensiven Außenbahnen stehen Iraola mit Spielern wie Rio Ngumoha, Cody Gakpo oder dem Neuzugang Víctor Muñoz einige spannende Akteure zur Verfügung. Doch keiner von ihnen ist zum aktuellen Zeitpunkt ein gleichwertiger Ersatz für Mo Salah.Das erklärte Transferziel ist Bradley Barcola, doch da die Ablösesumme ein Knackpunkt bleibt, ziehen sich die Verhandlungen mit PSG in die Länge. Gleichzeitig könnte mit Ibrahim Mbaye ein weiterer talentierter Pariser an die Anfield Road kommen. In diesem Fall würde man aber wohl Cody Gakpo verkaufen und damit noch mehr Erfahrung einbüßen.
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