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·5. Juni 2026
Keine Lust auf Klopp-Vergleiche: Strobl legt in Wolfsburg los

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·5. Juni 2026

Jürgen Klopp? Oder doch eher Julian Nagelsmann? Die Vergleiche mit den beiden Erfolgscoaches, die in der Branche kursieren, wischte Tobias Strobl gleich weg. Der erste Impuls, wenn er so etwas höre, sei schon, „boah, geil. Das heißt ja, irgendwann hast du mal was richtig gemacht“, räumte der neue Trainer des Bundesliga-Absteigers VfL Wolfsburg ein: „Der zweite Impuls ist, und das ist die Realität: Nein.“
Von den prominenten Trainerpersönlichkeiten, die einst ebenfalls in einem vergleichsweise jungen Alter einen Profiklub in den oberen Ligen übernommen hatten, sei er noch „meilenweit“ entfernt, betonte Strobl bei seiner offiziellen Vorstellung am Donnerstag: „Ich will meine beste Version sein.“ Das wird der 38-Jährige wohl auch sein müssen, denn beim Neustart der tief gefallenen Wölfe in der 2. Bundesliga wartet einiges an Arbeit auf ihn.
Die Niedersachsen müssen sich nach einer Saison, die mit Europapokal-Träumen begonnen hatte und in der Relegation gegen den SC Paderborn endete, nach 29 Jahren Erstligazugehörigkeit im Unterhaus neu sortieren. Für Strobl, der vom Drittligisten SC Verl als weitgehend unbeschriebenes Blatt kommt, gilt es den drohenden Umbruch im Kader zu moderieren und den VfL wieder in die Spur zu führen.
Das Vertrauen seines Vorgängers ist ihm zum Start seiner kniffligen Mission sicher. „Er weiß, wovon er spricht und was er will – das ist genau das, was wir jetzt brauchen“, erklärte Dieter Hecking, der nach dem Abstieg von der Trainerbank als Sport-Geschäftsführer in die Führungsetage beordert worden war.
Mit der Ernennung von Strobl als neuem Chefcoach hatten Hecking und Co. durchaus überrascht. Dass im Vorfeld viel über sein Alter sowie seine mangelnde Zweitligaerfahrung gesprochen worden war, stört Strobl selbst wenig. Im Alltag oder beim Sport, scherzte er, fühle er sich mit fast 40 „nicht mehr so jung“.
Ohnehin gehe es vielmehr um Erfahrung, erklärte der gebürtige Ingolstädter, der beim VfL einen Zweijahresvertrag besitzt. Diese habe er zwar nicht in der zweiten Liga, „aber trotzdem habe ich 13 Jahre mit Gruppen, Mannschaften und Menschen zusammengearbeitet“.
Wie genau sein Team in Wolfsburg aussehen wird, bleibt abzuwarten. In Patrick Wimmer, den es zur TSG Hoffenheim zog, hat ein Schlüsselspieler den Verein bereits verlassen. Weitere dürften folgen. Fraser Hornby und Elvis Rexhbecaj stoßen derweil dazu, laut Medienberichten könnte HSV-Stürmer Robert Glatzel demnächst folgen.
All das wollten die Verantwortlichen am Dienstag nicht kommentieren. Unabhängig vom Kader wird die Herausforderung groß, dessen sind sich alle in Wolfsburg bewusst. „Die Liga ist nicht einfach“, mahnte Sportdirektor Pirmin Schwegler, es würden einige „Stolpersteine“ auf Wolfsburg warten.







































