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·16. März 2026

Kenan Karaman: Wir müssen wieder genauso auftreten

Artikelbild:Kenan Karaman: Wir müssen wieder genauso auftreten

Kenan Karaman schrieb im Heimspiel gegen Hannover 96 am Sonntag (15.3.) Vereinsgeschichte, doch nach dem unglücklichen 2:2-Last-Minute-Remis war dies für den Schalker Kapitän nur eine Randnotiz. Die starke Leistung seiner Mannschaft stimmt den Kapitän zuversichtlich für die Aufgaben in den kommenden Wochen.

Als Kenan Karaman in der 38. Spielminute per Kopf für die Königsblauen traf, sah es nach einem rundum gelungenen Nachmittag für den S04 aus. Der Kapitän hatte gerade das 2:0 für eine Schalker Mannschaft erzielt, die die Partie gegen die Gäste von Hannover 96 im Griff hatte. Am Ende mussten sich die Knappen dennoch mit einem 2:2-Unentschieden gegen die Niedersachsen zufriedengeben – entscheidend war dabei eine viel diskutierte Szene nach Wiederanpfiff. Edin Džeko wurde in der 52. Minute von Schiedsrichter Dr. Robin Braun mit Rot vom Platz gestellt. „Ich habe die Aktion gesehen und direkt zum Schiedsrichter gesagt, dass ich die Entscheidung viel zu hart finde“, erklärt Karaman. Sein Mitspieler habe Husseyn Chakroun schlicht nicht gesehen. „Ich denke, eine Gelbe Karte wäre hier angemessener gewesen“, fügt er hinzu.


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Von diesem Moment an veränderte sich naturgemäß die Dynamik des Spiels. In Überzahl hatten die Gäste mehr Ballbesitz und verlagerten die Partie zunehmend in die Hälfte der Knappen. Dennoch stand die Defensive des S04 kompakt und ließ kaum Chancen für die Mannschaft von Chef-Trainer Christian Titz zu.

Bitter: Nachdem Schiedsrichter Braun ein Einsteigen von Nikola Katic gegen Noel Aseko Nkili im Strafraum als Foul gewertet hatte, hielt Loris Karius zunächst den Versuch von Enzo Leopold – doch bei der folgenden Ecke erzielte Maik Nawrocki den 1:2-Anschlusstreffer für Hannover. Und in der langen Nachspielzeit sorgte Benedikt Pichler mit der letzten Aktion des Spiels für den 2:2-Endstand, sodass die Königsblauen nur einen Punkt in der VELTINS-Arena behielten. „Wir haben gut verteidigt, aber die Gegentore müssen wir uns ankreiden – sie fallen zu einfach“, merkt Karaman an.

Den Sieg hätte seine Mannschaft an diesem Tag verdientgehabt, betont der Schalker Offensivspieler, der sich mit seinem Kopfballtreffer in die S04-Geschichtsbücher eingetragen hat. Mit 37 Zweitligatoren für den FC Schalke 04 steht er damit allein an der Spitze dieser Kategorie, einen Treffer vor Ingo Anderbrügge. Mit seinen zwei Toren vor wenigen Wochen gegen den 1. FC Magdeburg hatte er Simon Terodde überholt. „Darauf kann ich stolz sein, aber heute hätte ich lieber die drei Punkte mitgenommen“, sagt Karaman. 

So ärgerlich der Spielverlauf für die Knappen auch war, können sie dennoch viel Positives aus der Partie mitnehmen. „Wenn man die erste Halbzeit betrachtet: Hannover ist eine Top-Mannschaft, und wir hatten sie absolut unter Kontrolle“, so Karaman. „Wir hatten eine super Balance zwischen Offensive und Defensive, haben unsere Tore gemacht und defensiv gut gearbeitet.“

Darauf gilt es nun aufzubauen, denn die nächste schwere Aufgabe steht bereits bevor. Am kommenden Samstag (21.3.) ist Schalke 04 beim SV Darmstadt 98 zu Gast, Anpfiff ist um 20.30 Uhr. „Wir müssen wieder genauso auftreten“, fordert der Schalker Kapitän. Dass Edin Džeko nach seinem Platzverweis im Spitzenspiel beim Tabellenzweiten fehlt, sei ärgerlich, da er dem Team nicht nur mit seinen Toren, sondern auch mit seiner Erfahrung helfe. „Aber natürlich ist das auch eine Chance für die anderen Jungs, die im Training immer alles geben und auch auf dem Platz alles reinwerfen“, sagt Karaman. „Deshalb mache ich mir da überhaupt keine Gedanken.“

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