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·21. Juli 2026
Kevin Keegan ist tot: Abschied vom „Mighty Mouse“

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Zweimal Ballon d’Or, die Meisterschale von 1979, ein Spitzname, der in Hamburg bis heute Gänsehaut auslöst – und am Ende ein Kampf, den auch der „Mighty Mouse“ nicht gewinnen konnte. Kevin Keegan ist tot.
Wie seine Familie am Montag mitteilte, starb die englische Fußballikone im Alter von 75 Jahren an den Folgen einer Krebserkrankung – in seinen letzten Augenblicken umgeben von seiner Frau und seinen Töchtern. Anfang des Jahres war Keegans Diagnose öffentlich geworden, im Juni die Nachricht, die Krankheit befinde sich im finalen Stadium. Die HSV-Fans hatten ihrem Idol schon im Januar ein Spruchband gewidmet: „Keep on fighting, Kevin Keegan.“
Als Keegan 1977 für die damalige Rekordsumme von 500.000 Pfund vom FC Liverpool nach Hamburg wechselte, brachte er etwas mit, das die Bundesliga so noch nicht kannte: internationale Strahlkraft. In Liverpool hatte er unter Bill Shankly drei Meistertitel, zweimal den UEFA-Cup, den FA Cup und 1977 den Europapokal der Landesmeister gewonnen. In Hamburg wurde aus dem Star eine Legende – 1979 führte er den HSV zur Meisterschaft, 1978 und 1979 wurde er als bis heute einziger Engländer zweimal in Folge mit dem Ballon d’Or ausgezeichnet.
Sein früherer Mitspieler Felix Magath erinnerte sich beim NDR: „Er war ein super Teamplayer und ein super Mensch.“ Und ein Popstar obendrein – seine mit Smokie aufgenommene Single „Head over Heels in Love“ kletterte 1979 bis auf Platz zehn der deutschen Charts.
Für England absolvierte Keegan 63 Länderspiele, erzielte 21 Tore und führte die Three Lions 31-mal als Kapitän aufs Feld. Auch seine Trainerkarriere schrieb Fußballgeschichte, wenn auch mit Brüchen: In Newcastle wurde er als Aufstiegstrainer zum Volkshelden, als Nationaltrainer trat er im Oktober 2000 nach dem 0:1 gegen Deutschland zurück – dem letzten Spiel im alten Wembley-Stadion.
Der HSV verabschiedete sich von „einem der besten Fußballer, die jemals die Raute auf der Brust getragen haben“. Man kann es kürzer sagen: Der Fußball verliert einen, der ihm alles gegeben hat – Tore, Titel und Temperament. In Hamburg wird man ihn nie vergessen.
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