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·28. September 2026

Kimmich vorzeitig raus: Das steckt hinter seiner DFB-Abreise

Artikelbild:Kimmich vorzeitig raus: Das steckt hinter seiner DFB-Abreise

Joshua Kimmich verlässt das DFB-Team nach den Nations-League-Spielen gegen die Niederlande und Griechenland wie vorgesehen. Der Kapitän wäre gerne bis zum Heimspiel gegen Serbien geblieben, akzeptiert jedoch den personellen Plan von Bundestrainer Jürgen Klopp.

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AUGSBURG, DEUTSCHLAND – 27. September 2026: Jürgen Klopp, Bundestrainer der deutschen Nationalmannschaft, umarmt Joshua Kimmich nach dem Gruppenspiel der UEFA Nations League 2026/27 gegen Griechenland in der WWK Arena. (Foto: Alex Grimm/Getty Images)


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Nach dem bitteren 0:1 gegen Griechenland in Augsburg trat Joshua Kimmich die Rückreise nach München an. Der 31-Jährige hatte gehofft, noch länger bei der Nationalmannschaft bleiben zu können und am Donnerstag um 20.45 Uhr im ZDF gegen Serbien in seiner Heimatstadt aufzulaufen.

Kimmich akzeptiert Klopps Kaderplanung

„Ich hatte bis zuletzt ein bisschen gehofft, zu bleiben und wäre natürlich gerne geblieben“, sagte Kimmich nach der Niederlage. Klopp hatte die Abreise des Bayern-Profis allerdings von Beginn an eingeplant, weil der große Kader in den ersten Länderspielen bewusst durchrotiert werden soll.

„Ich verstehe, dass der Trainer einfach auch andere Jungs kennenlernen möchte. Das war von vornherein so der Plan, dass wir einen großen Kader haben, dass wir einmal durchwechseln. Dementsprechend werde ich von zu Hause die Daumen drücken“, erklärte Kimmich. Der Verzicht auf das Spiel gegen Serbien schmerzt ihn dennoch, zumal es für ihn ein Heimspiel in München gewesen wäre.

Rückkehr ins Zentrum noch ohne Durchschlagskraft

Auch sportlich verlief Kimmichs Rückkehr auf seine bevorzugte Mittelfeldposition nicht wie erhofft. Sowohl beim 1:1 in Amsterdam gegen die Niederlande als auch gegen Griechenland agierte er als zentraler Fixpunkt, prägte das deutsche Spiel aber nicht nachhaltig.

Eine Rolle spielten dabei die Abläufe im noch ungewohnten System sowie die Abstimmung mit seinen Nebenleuten. „Generell“, betonte der stets selbstkritische Kimmich, „ist es von der Raumaufteilung her ein bisschen anders als wir es bei Bayern machen.“

Klopp setzt in seiner 4-3-3-Formation auf eine tiefere Sechs mit Kimmich und einen vorgeschobeneren Achter in Person von Felix Nmecha. Beim FC Bayern bildet Kimmich dagegen gemeinsam mit dem mittlerweile zur Nationalmannschaft gereisten Aleksandar Pavlovic eine Doppelsechs.

Nmecha kam seinen defensiven Aufgaben in den ersten beiden Nations-League-Partien allerdings nicht konsequent genug nach, wodurch auch Kimmich mehrfach unter Druck geriet. Vor dem entscheidenden Treffer der Griechen zeigte der Dortmunder ein schwaches Zweikampfverhalten. Dass Kimmich den Schuss von Dimitrios Kourbelis anschließend unglücklich zum 0:1 abfälschte, fügte sich in den enttäuschenden Abend ein.

„Natürlich ist es schon so, dass wir ein paar Dinge ausprobieren, dass wir zueinander finden müssen, dass es ein neuer Ansatz ist. Wir müssen uns darauf einlassen, das werden wir auch“, sagte Kimmich vor seiner nächtlichen Fahrt nach München.

Mittelfeldrolle auch im November fest eingeplant

Trotz lediglich eines Punktes aus den ersten beiden Spielen kann Kimmich davon ausgehen, bei seiner Rückkehr zur Nationalmannschaft im November wieder im zentralen Mittelfeld eingesetzt zu werden. Klopp hatte nach seinem Amtsantritt klar festgelegt: „Wir sehen ihn als Mittelfeldspieler“. Zudem stellte der Bundestrainer unmissverständlich klar: „Wir hatten nicht ein Gespräch, in dem wir von ihm als Rechtsverteidiger gesprochen haben.“

Auf der rechten Abwehrseite haben sich inzwischen weitere Optionen gezeigt. Philipp Treu erfüllte seine Aufgabe dort gut, Josha Vagnoman machte seine Sache ordentlich. Kimmich richtete den Blick daher nach der Niederlage in den Katakomben der Augsburger Arena bereits nach vorne: „Wir werden besser werden“. In den kommenden beiden Partien muss die DFB-Auswahl diesen Anspruch allerdings ohne ihren Kapitän umsetzen.

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