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·6. April 2026

"Kinderfußball": Aufstiegszug für den SVWW wohl abgefahren

Artikelbild:"Kinderfußball": Aufstiegszug für den SVWW wohl abgefahren

Und da sind es nur noch sieben Teams: Nach der 0:3-Niederlage bei Alemannia Aachen hat sich der SV Wehen Wiesbaden angesichts von neun Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz wohl aus dem Aufstiegsrennen verabschiedet. Vor allem der Auftritt im ersten Durchgang sorgte für deutliche Worte.

"Katastrophale" erste Halbzeit

Binnen 29 Minuten schnürte Mika Schroers am Sonntagabend einen Hattrick für die Alemannia, was zum einen auf die große Qualität des 24-Jährigen, zum anderen aber auch auf eine überaus schwache Leistung der Wiesbadener zurückzuführen war. "In der 1. Halbzeit haben wir Kinderfußball gespielt", nahm Florian Hübner bei "MagentaSport" kein Blatt vor den Mund. "Wir wissen, was hier am Tivoli los ist. Da musst du schauen, dass du erstmal über zweite Bälle ins Spiel kommst." Doch stattdessen habe der SVWW "naiv" gespielt. "Keiner hat Verantwortung für den Ball übernommen. Wir schießen uns das Ding praktisch dreimal selbst rein. Dann ist das Spiel schon vorbei."


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Den Auftritt im ersten Durchgang gelte es nun aufzuarbeiten, denn eine derartige Leistung "darf uns nicht mehr passieren. Wir haben heute alles vermissen lassen", sagte Hübner und sprach von einem "riesen Dämpfer". Trainer Daniel Scherning bezeichnete die Darbietung vor der Pause gar als "katastrophal" und monierte: "Wir haben sehr körperlos agiert und hatten Ballverluste, die eine Kontermannschaft wie Aachen eiskalt ausnutzt. Da waren wir zu sorglos." Kurzum: "Es war eine 1. Halbzeit zum Vergessen. So gewinnst du in der 3. Liga keinen Blumentopf. Das war deutlich zu wenig für den Anspruch, den wir haben."

Aufstiegsränge? "Meilenweit davon entfernt"

Im zweiten Durchgang steigerten sich die Hessen nach einem Dreifachwechsel zwar – Scherning sprach von einer "vernünftigen Reaktion" – kamen aber nicht mehr zum Torerfolg und liegen nach dem dritten sieglosen Spiel und der zweiten Pleite in Folge nun bereits neun Punkte hinter dem Relegationsplatz. Diesen Rückstand in den verbleibenden sieben Partien noch aufzuholen, wäre zwar noch möglich, ist aber eher unrealistisch, zumal Wiesbaden noch an fünf Teams vorbei müsste.

"Wir sind kein absolutes Top-Team dieser Liga und stehen zurecht da, wo wir stehen", musste Scherning einräumen. Aus "verschiedenen Gründen" würde es derzeit nicht für oben reichen, so die Analyse des 42-Jährigen. Auch Hübner meinte in Bezug auf die Aufstiegsränge: "Im Moment sind wir meilenweit davon entfernt. Da brauchen wir gar nicht darüber reden." Gegen den TSV Havelse soll am Mittwochabend nun eine Reaktion erfolgen. "Dann müssen wir es deutlich besser machen", forderte Scherning. Allerdings ohne Justin Janitzek, der zum zehnten Mal Gelb gesehen hat.

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