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·23. September 2026

Klopp beim DFB-Team: „Wir versuchen zu lernen, Spaß zu haben unter Druck“

Artikelbild:Klopp beim DFB-Team: „Wir versuchen zu lernen, Spaß zu haben unter Druck“

Bundestrainer Jürgen Klopp hat beim Training der deutschen Nationalmannschaft in Herzogenaurach spontan ein Interview gegeben. Das DFB-Team bereitet sich auf das Nations-League-Spiel gegen die Niederlande vor. Klopp sprach über seine ersten Eindrücke, die Stimmung im Team, die Situation um Jamal Musiala, das kommende Duell mit den Niederlanden und seine persönliche Gefühlslage vor dem ersten Länderspiel auf der Bank.

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HERZOGENAURACH, DEUTSCHLAND – 23. September 2026: Bundestrainer Jürgen Klopp gibt beim Training der deutschen Nationalmannschaft ein spontanes Interview. (Foto: YouTube)


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Der Videograf der Mannschaft hatte Geburtstag und wurde 33 Jahre alt, wie Klopp mit einem Schmunzeln anmerkte. Der Bundestrainer selbst hatte eine seltene Viertelstunde Ruhe, bevor er am Abend von niederländischen Kollegen in Anspruch genommen werden sollte. Er bot an, Fragen direkt zu beantworten.

Klopp spürt Aufbruchsstimmung beim DFB-Team

Zu seinen ersten Eindrücken nach eineinhalb Trainingseinheiten sagte Klopp, dass der Start verlängert worden sei. Am Montagmorgen habe man mit den sechs bereits anwesenden Spielern trainiert, darunter fünf Profis des FC Bayern sowie Kevin Schade. Hinzu kam Torwart Finn Dahmen mit Torwarttrainer Andreas Horbach. Am Montag- und Dienstagabend hätten umfangreiche Meetings stattgefunden. Das sei angesichts der neuen Konstellation und seiner eigenen neuen Rolle notwendig gewesen. Nun trainiere die Mannschaft, anschließend stehe der Flug an. Bislang sei alles in Ordnung.

Auf die Frage nach einer wahrnehmbaren Aufbruchsstimmung reagierte Klopp gelassen. Würde man diese nicht spüren, wäre das enttäuschend. Was nach außen kommuniziert werde, nehme er nicht aktiv wahr. Die Rahmenbedingungen würden jedoch stimmen: das Wetter, die Plätze und die Qualität der Spieler. Alle hätten Lust, entsprechend sei die Aufbruchsstimmung definitiv da.

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HERZOGENAURACH, DEUTSCHLAND – 23. September 2026: Nahaufnahme von Bundestrainer Jürgen Klopp bei einem spontanen Interview während des Trainings der deutschen Nationalmannschaft. (Foto: YouTube)

Klopp über seine Rückkehr an die Seitenlinie

Zur persönlichen Bedeutung seiner Rückkehr an die Seitenlinie nach mehr als zwei Jahren ohne Coaching-Zone, Stadionatmosphäre und das damit verbundene Adrenalin meinte Klopp, er wisse es noch nicht genau. Er habe sich gefragt, ob etwas eingerostet sei, doch es funktioniere. Sein letztes Spiel an der Linie habe im Mai 2024 stattgefunden. Seitdem sei er zweieinhalb Jahre beziehungsweise einige Monate nicht mehr auf dem Trainingsplatz gestanden. Es sei aber wie beim Radfahren: Alles sei noch da.

Auch die Situation um Jamal Musiala war Thema. Klopp hatte zuvor gesagt, der Offensivspieler solle sich alle Zeit der Welt nehmen. Inzwischen spiele Musiala wieder stark, nachdem seine Medikation umgestellt worden sei. Klopp betonte, man mache sich darüber keine Gedanken. Alle Ärzte seien involviert, es gebe keinen Grund, mit Musiala darüber zu sprechen. Alles sei geregelt. Was nun noch fehle, sei Normalität, sowohl für den Spieler als auch für das Team. Musiala trainiere mit großer Lust und sei ein Stück weit vermisst worden. Insgesamt sei alles so, wie es sein solle.

Klopp verrät wenig über seine Pläne gegen die Niederlande

Auch das Quartier in Herzogenaurach gefällt Klopp sehr gut. Er sei zuvor einmal hier gewesen, damals bei einem Besuch der Frauen-Nationalmannschaft, habe allerdings nur das Restaurant gesehen. Nun sei alles perfekt: die Zimmer, die Lage und die gesamte Ausrichtung auf ein Fußball-Camp. Genau deshalb habe man sich für diesen Ort entschieden.

Was er sich vom Spiel gegen die Niederlande erhoffe, wollte Klopp nicht im Detail ausführen. Es sei schwierig, viel darüber zu sagen, weil man nicht genau wisse, was der Gegner taktisch plane. Zwar kenne man einzelne Spieler und Spielertypen, daraus lasse sich jedoch wenig ableiten. Klar sei: Man wolle guten Fußball spielen. Nach dem Spiel werde er darüber ausführlicher sprechen. Zudem wolle man ein Stück weit überraschend agieren. Die entsprechenden Details behielt Klopp für sich.

Sein erstes Länderspiel als Bundestrainer ordnete Klopp auch persönlich ein. Er erzählte, dass er kürzlich beim Supercup festgestellt habe, dass er die Nationalhymne mitsinge. Zu Hause beim Zuschauen eines Länderspiels tue er das normalerweise selten. Das werde sich nun ändern. Was er hier tue, sei eine riesige Ehre, letztlich mache man es aber wegen der Spiele. Davon habe man noch keines bestritten.

„Unter Druck Spaß haben“: Klopp vor seinem Debüt

Trotz aller positiven Eindrücke wisse man, dass Ergebnisse geliefert werden müssten. Man wolle die Aufgabe lange machen, dafür müsse man solche Momente gut meistern. „Gut machen“ bedeute, dass eine Entwicklung sichtbar werde und Ergebnisse über kurz oder lang folgten. Der Start sei wichtig, Anspannung sei vorhanden. Man versuche, zu lernen und unter Druck Spaß zu haben.

Zum Klassiker gegen die Niederlande sagte Klopp, er habe gelernt, sich keine Gedanken über Dinge zu machen, die er nicht verändern könne. Er wisse nicht, gegen wen er lieber spielen würde. Einen Gegner, bei dem er erleichtert wäre, gebe es nicht. Die Niederlande seien ein brettstarker Gegner mit einem neuen Trainer.

Das Gute sei aus seiner Sicht, dass beide Teams vor einer identischen Situation stünden. Beide Mannschaften hätten sich am Montag getroffen und würden am Donnerstag spielen. Der niederländische Trainer kenne die deutsche Mannschaft nur aus dem Fernsehen, während Klopp mehr niederländische Spieler persönlich kenne als der niederländische Trainer. Ob das ein Vorteil sei, wisse er nicht. Fakt sei es aber.

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HERZOGENAURACH, DEUTSCHLAND – 23. September 2026: Bundestrainer Jürgen Klopp trägt beim spontanen Interview während des Trainings der deutschen Nationalmannschaft eine Kappe mit dem Schriftzug „Einer von 83 Millionen“. (Foto: YouTube)

Klopp über Teamgeist: „Ich gehe für die Jungs durchs Feuer“

Zur Ausrichtung der Trainingseinheiten und den konkreten Schwerpunkten wollte Klopp nichts sagen. Das würde zu viel über die geplanten Abläufe verraten. Man habe entschieden, dass die Medien nur noch beobachten dürften, was tatsächlich auf dem Platz passiere.

Auf die Aussage von Philipp Treu angesprochen, Klopp sei ein Trainer, für den die Spieler durchs Feuer gingen, und ob er diese Begeisterung auch bei den jungen und noch unerfahrenen Spielern spüre, antwortete Klopp, dass er für die Jungs durchs Feuer gehe. Wenn die Spieler alles gäben, sei er für Niederlagen verantwortlich. Die Spieler müssten dies nun unter Wettkampfbedingungen zeigen. Im Training sehe das derzeit sehr gut aus.

Es sei bislang allerdings eher ein kleines Grillfeuer. Mehr habe man bisher noch nicht entfachen können. Daran werde man arbeiten, damit es irgendwann so aussehe, als würde die Mannschaft füreinander spielen. Ganz bestimmt.

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