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·29. September 2026

Klopp droht historischer Fehlstart – nur Herberger und Schön kennen das Gefühl

Artikelbild:Klopp droht historischer Fehlstart – nur Herberger und Schön kennen das Gefühl

Jürgen Klopp steht vor seinem dritten Länderspiel als Bundestrainer vor einer besonderen Herausforderung. Gelingt der deutschen Nationalmannschaft am Donnerstag (20:45 Uhr/ZDF) gegen Serbien in München erneut kein Sieg, wäre Klopp der erste Chefcoach in der Geschichte des DFB-Teams, der keine seiner ersten drei Partien gewinnen konnte.

Bislang zwei Niederlagenspiele ohne Sieg

Klopps Bilanz nach zwei Spielen liest sich bislang mit einem 1:1 in den Niederlanden und einer 0:1-Niederlage gegen Griechenland. Ein Sieg gegen Serbien ist damit nicht nur sportlich, sondern auch statistisch von Bedeutung.


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Herberger und Schön als einzige Referenz

Historisch gesehen ist ein sieglose Start keine Seltenheit unter großen Namen der deutschen Fußballgeschichte. Sowohl Sepp Herberger als auch Helmut Schön blieben in ihren ersten beiden Länderspielen ohne Erfolgserlebnis, schafften dabei aber immerhin jeweils zwei Unentschieden – und damit zumindest keine zwei Niederlagen wie aktuell bei Klopp. Beide Trainer zählen dennoch zu den erfolgreichsten Bundestrainern überhaupt: Unter Herberger gelang 1954 mit dem „Wunder von Bern“ der erste WM-Titel, Schön ist bis heute der einzige Bundestrainer, der sowohl Welt- als auch Europameister wurde – auf den EM-Titel 1972 folgte der WM-Titel 1974.

Nur drei Vorgänger mit perfektem Auftakt

Von Klopps zwölf Vorgängern im Amt gelang es lediglich Rudi Völler, Joachim Löw und Hansi Flick, ihre ersten drei Länderspiele allesamt zu gewinnen. Die Mehrheit der Bundestrainer startete also mit mindestens einem Dämpfer in die neue Aufgabe.

Klopp gibt sich gelassen, Druck wächst dennoch

Klopp selbst hatte bereits nach der Heimniederlage gegen Griechenland betont, dass ihm eine gute Startstatistik weniger wichtig sei als die längerfristige Entwicklung des Teams. „Lieber ein schlechter Start als ein schlechtes Ende“, sagte der 59-Jährige. In der öffentlichen Wahrnehmung wächst der Druck dennoch: Nach dem Auftritt gegen Griechenland hatte unter anderem Bastian Schweinsteiger eine Debatte darüber angestoßen, ob die deutsche Nationalmannschaft aktuell nur noch fußballerisches „Mittelmaß“ sei. Stefan Effenberg warnte Klopp derweil vor einem möglichen Stimmungsumschwung in der öffentlichen Meinung, sollte auch das dritte Spiel nicht gewonnen werden.

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