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·25. September 2026

Klopp über sein DFB-Debüt: „Wir waren noch nicht in Richtung Perfektion“

Artikelbild:Klopp über sein DFB-Debüt: „Wir waren noch nicht in Richtung Perfektion“

Jürgen Klopp hat aus seinem ersten Spiel als Bundestrainer viele positive Ansätze mitgenommen, sah beim Remis gegen die Niederlande aber ebenso deutlichen Entwicklungsbedarf. Besonders die fehlende taktische Selbstverständlichkeit und die verletzten Jamal Musiala sowie Kai Havertz beschäftigen den 59-Jährigen vor dem Duell mit Griechenland.

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Bundestrainer Jürgen Klopp reagiert an der Seitenlinie während seines ersten Länderspiels, des Nations-League-Spiels zwischen den Niederlanden und Deutschland am 24. September 2026 in der Johan Cruijff Arena in Amsterdam. (Lars Baron / Getty Images Europe via Getty Images)


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Klopp lobte nach seinem DFB-Debüt in Amsterdam vor allem die Haltung seiner Mannschaft. „Die Intensität, die Bereitschaft und die Leidenschaft waren gut. Die Fußball-Details waren auch gut.“ In Phasen, in denen die Niederlande mehr Kontrolle übernahmen, habe Deutschland allerdings zu wenig eigene Spielanteile gehabt. „Als die Niederlande dominanter wurden, haben wir zu wenig Fußball gespielt. Dadurch sind wir unter Druck gekommen.“

Klopp sieht noch viel Luft nach oben

Der Bundestrainer hätte zwar gerne einen Sieg gefeiert, akzeptierte den niederländischen Ausgleich aber als gerecht. „Wir hätten gerne gewonnen, aber ich habe nicht den Eindruck, dass der Ausgleich unverdient war. Wir waren noch nicht in Richtung Perfektion unterwegs. Es gibt noch viel Spielraum für Verbesserung.“

Vor allem bei den Umschaltsituationen erkannte Klopp ungenutztes Potenzial. Deutschland habe zahlreiche Kontergelegenheiten vorgefunden und bereits vor der Pause nachlegen müssen. „Wir haben viele Konterchancen gehabt, in der ersten Halbzeit müssen wir das 2:0 machen.“

Dass die Abläufe nach kurzer gemeinsamer Zeit noch nicht vollständig greifen, überrasche ihn nicht. „Wenn die Abläufe noch nicht komplett drin sind, musst du kämpfen. Das haben wir gemacht. Aber wir können besser Fußball spielen, ganz bestimmt.“ Gerade gegen den Ball brauche die Auswahl noch Zeit, um Automatismen zu entwickeln. „Die Abläufe können noch nicht natürlich sein. Wir brauchen Zeit dafür, dass sich die vielen Abläufe, gerade gegen den Ball, selbstverständlicher anfühlen. Es besteht noch eine fehlende taktische Sicherheit. Es waren aber viele gute Eindrücke, mit denen ich arbeiten kann.“

Sorgen um Musiala und Havertz

Jamal Musiala und Kai Havertz zogen sich jeweils muskuläre Beschwerden zu. Beide Spieler wurden zur Untersuchung ins MRT gebracht, eine Diagnose wollte Klopp noch am Abend abwarten. „Bei beiden ist es muskulär. Es sind beide im MRT, ich hoffe, wir bekommen heute Abend noch die Diagnose. Ich hoffe, dass es nichts Schlimmes ist und die Jungs relativ zügig wieder einsatzfähig sind. Für das Spiel am Sonntag sind sie wahrscheinlich raus.“

Für die Begegnung gegen Griechenland könnte der Bundestrainer daher personell reagieren und unter anderem Jonathan Burkardt oder Nick Woltemade nachnominieren. Eine Entscheidung stand zunächst noch aus. „Wir warten erst einmal ab. Aber dass wir neu nachdenken, ist klar. Wir können es und sollten es auch machen.“

Kein schlechtes Gewissen wegen des deutschen Treffers

Diskussionsstoff lieferte zudem das deutsche Tor, das fiel, während der niederländische Angreifer Brian Brobbey verletzt auf dem Rasen lag. Klopp verwies auf die Zuständigkeit des Schiedsrichters und verteidigte das Weiterspielen seiner Mannschaft. „Die Regel besagt, dass der Schiedsrichter das Spiel unterbricht, nicht die Spieler. Ich würde meiner Mannschaft auch sagen, du musst weiterspielen.“

Die Szene sei von seinem Team sportlich sauber ausgespielt worden. „Wir haben das ganz toll genutzt, mit einer guten Aktion. Ich habe kein schlechtes Gewissen. Und ich hätte eins, wenn es ein illegales Tor gewesen wäre.“

Ein entscheidender Faktor im Spielverlauf war aus Klopps Sicht Marc-André ter Stegen. Der Torhüter habe der deutschen Auswahl mit mehreren starken Aktionen geholfen, auch weil die Mannschaft in ihren Ballbesitzphasen nicht immer klar genug agiert habe. „Es ist legitim, dass ein Torwart ein wichtiger Teil des Spiels ist. Wir hätten weniger Chancen zugelassen, wenn man in den Ballbesitzphasen klarer gewesen wäre. Marc hat ein super Spiel gemacht, eine sehr, sehr gute Leistung.“

Mit Blick auf die kommenden Aufgaben machte Klopp zugleich deutlich, dass die DFB-Auswahl nicht bei Unentschieden stehen bleiben will. „Wir sind in einem Ergebnissport und wollen nicht die nächsten 500 Spiele unentschieden spielen.“

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