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·26. September 2026
Klopp wirbt für Olympia in Deutschland: „Es wird Zeit“

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Jürgen Klopp setzt sich nachdrücklich für Olympische Spiele in Deutschland ein. Der Bundestrainer sieht in einer erfolgreichen Bewerbung weit mehr als einen sportlichen Großevent und verweist auf langfristige Impulse für Infrastruktur und gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Olympic games am Eiffel Turm in Paris 2024 (Depositphotos.com)
Kurz vor der Auswahl des deutschen Bewerbers hat Jürgen Klopp für eine erneute Olympia-Ausrichtung im eigenen Land geworben. Deutschland plant eine Bewerbung für die Olympischen und Paralympischen Sommerspiele 2036, 2040 oder 2044. Am Samstag fällt in Baden-Baden die Entscheidung zwischen München und Köln/Rhein-Ruhr.
Deutschland hat im Männerfußball bislang einmal Gold (DDR 1976), zweimal Silber (DDR 1980, BRD 2016) und viermal Bronze gewonnen. Die Geschichte ist dabei stark von der deutschen Teilung geprägt.
Die Frauen haben ihre eigene, deutlich erfolgreichere Olympia-Geschichte: Gold 2016, Bronze 2000, 2004, 2008 und 2024.
Berlin hatte seine Ambitionen inzwischen aufgegeben, während sich die Bürgerinnen und Bürger in Hamburg gegen eine Bewerbung ausgesprochen hatten. Klopp hofft dennoch auf einen neuen Anlauf. „Ich wünsche mir, dass wir sowas nochmal haben“, sagte der 59-Jährige in der Sportschau.
Für den Fußball-Bundestrainer hätte eine Austragung nachhaltige Bedeutung. „Ich würde mich sehr freuen, weil es ein Ziel ist, auf das man hinarbeitet und anschließend einen Wert hat, den man weiterhin nutzen kann.“ Gerade der verbindende Charakter der Spiele sei für ihn entscheidend. Olympia lasse „ein Gemeinschaftsgefühl entstehen, das man durch eine andere Art kaum hinbekommt“, erklärte Klopp.
Seine eigene Verbindung zu den Sommerspielen reicht bis ins Jahr 1972 zurück. Als Fünfjähriger erlebte er die Spiele von München vor Ort. „Es war prägend für mein ganzes Leben“, sagte Klopp: „Ich würde es jedem wünschen, eine solche Atmosphäre auch mal erleben zu dürfen im eigenen Land. Es wird Zeit, dass wir die Spiele wieder nach Deutschland holen.“
Klopp sieht die Bewerbung auch als Chance, den Sanierungsbedarf im deutschen Sport zu bewältigen. „Wir müssen es fast schon machen“, erklärte der Chefcoach. „Man muss einfach sagen: Im Laufe der Jahre werden unsere Sportstätten, ob das die Stadien, Turnhallen, Schwimmbäder oder sonst was sind, marode. Es wird in die Zukunft investiert, wann auch immer die sein wird.“
Im Mittelpunkt stehe für ihn dabei nicht der finanzielle Aspekt. Es gehe nicht um Geld, „es geht um den emotionalen Ertrag“. Die besondere Atmosphäre rund um Olympische und Paralympische Spiele könne nach Klopps Einschätzung auch über den Sport hinaus wirken. Die Stimmung werde „dabei helfen“, so Klopp, „auch die anderen Probleme gemeinsam anzugehen. Wir brauchen als Land, als Gemeinschaft ein großes, gemeinsames Ziel. Die Olympischen Spiele wären dieses. Ist es das Pflaster, das man drüberklebt und alles ist gut? Nein, aber es trägt auf jeden Fall zur Heilung bei.“







































